2. März 2018

Heimat: “Ein Abend in der Kinemathek Karlsruhe”

Das sind Michael, Jens und Christine (von links)

Ausgewählte Filme im glamourösen Saal

Es ist eine prächtige Kulisse: Edle blaue Samtsessel und ein goldener Vorhang zieren das Studio 3 der Kinemathek Karlsruhe. Vor acht Jahren wurde der Kinosaal aus den 1950er-Jahren grundlegend saniert. Das Raum- und Farbkonzept blieb jedoch erhalten – der Saal funkelt nun an vielen Stellen.

An diesem Abend haben sich Christine Reeh-Peters, Jens Geiger und Michael Endepols zum Ende unseres Gesprächs ein Platz vor der Leinwand ausgesucht. Bevor gleich ein Kurzfilm aus Kenia zu sehen sein wird, soll im noch leeren Saal ein gemeinsames Foto mit den drei Verantwortlichen der Kinemathek Karlsruhe entstehen. Alles läuft reibungslos, innerhalb weniger Minuten habe ich verschiedene Motive auf meiner Speicherkarte. Es ist das erfolgreiche Ende einer netten Begegnung.

Weiterlesen »

1 Kommentar
7. November 2016

Heimat: “Ein Nachmittag in der ,Kurbel'”

dsc_0855

Das sind Fabian und Sophie.

Preis-Regen für „ Die Kurbel“

Popcorn ploppt vor sich hin, vom Regen durchnässte Gäste huschen durch die Glastüren ins Foyer und Kinder bestaunen aufgeregt bunte Filmplakate. Samstagnachmittags herrscht in der „Kurbel“ in der Kaiserpassage munteres Treiben. Auch die beiden Geschäftsführer Sophie Burger und Fabian Eck sind von ihrem Kurztrip zu einer Preisverleihung nach Freiburg gerade zurück und schauen, dass im Kino alles nach Plan läuft.

„Unser Ausflug hat sich gelohnt“, sagt Sophie und strahlt. Der Grund für ihre Freude: Die Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg hat den beiden jungen Geschäftsführern für ihr innovatives Kinoprogramm einen Sonderpreis verliehen. Es ist bereits der zweite Preis innerhalb weniger Wochen. Mitte Oktober bekamen sie von Monika Grütters, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), einen Preis für ihr „herausragendes Jahresfilmprogramm 2015“.

14883533_1378611442150340_3233870486215410084_o

Weiterlesen »

keine Kommentare
3. Juni 2014

Flimmerkasten: “Monsieur Claude und seine Töchter”

Kinostart: 24. Juli
Monsieur Claude hat es nicht einfach. Nur das Beste möchte der Notar aus der französischen Provinz für seine vier adretten Töchter. Mit katholischen Ehemännern sollen sie glücklich werden. Doch es ist wie verhext. Seine drei ältesten Mädchen heiraten statt eines konservativen Franzosen lieber einen Chinesen, einen Juden und einen Muslim. Eine kunterbunte Mischung sitzt so bei Familientreffen am Tisch zusammen. Ein Spiegelbild der Multi-Kulti-Nation im heimischen Wohnzimmer. Das Familienoberhaupt kann es nicht fassen. Sticheleien, Reibereien und Konflikte reihen sich während des Essens aneinander. Handgreiflichkeiten: nicht ausgeschlossen.

Monsieur Claude und seine Frau Marie setzen nun alle Hoffnung auf Nesthäkchen Laure. Sie soll für den Traumschwiegersohn sorgen. Und siehe da: Laure kündigt an Weihnachten tatsächlich an, einen katholischen Mann heiraten zu wollen. Charles. Dass er dunkelhäutig ist und seine Familie aus Afrika stammt, verschweigt sie, erstmals. Als ihre Eltern Charles dann kennenlernen, ist das Drama groß. Marie ist so verzweifelt, dass sie sogar depressiv wird. Aber auch auf Seiten von Charles Familie kommen Ressentiments auf. Eine friedliche Hochzeit scheint kaum möglich.

„Monsieur Claude und seine Töchter“ ist einer der lustigsten Filme, die ich seit langem sah. Die Dialoge sind voller pechschwarzem Humor, provokant, aber treffend, authentisch und so mitten aus dem Leben vieler Konservativen. “Die Zeit” sieht Rassismustendenzen, für mich ist es vielmehr eine unterhaltsame Satire. Auch das Zusammenspiel der Schauspieler ist fabelhaft. Vor allem Christian Clavier als Monsieur Claude verkörpert den provinziellen Franzosen hervorragend. Es ist wunderbar komisch, wie er vor lauter Wut einen Baum nach dem anderen im Garten fällt.

Die französische Komödie kommt tatsächlich ohne Schwächen aus, keine einzige Sekunde langweilte ich mich. Ähnlich viel Spaß hatte ich zuletzt mit „Willkommen bei den Sch’tis“. Und nicht nur mir ging es so, der Mann neben mir im Kinosaal lachte quasi den kompletten Film durch.

Die Sneak-Bewertung des Films war mit 98 Prozent hervorragend/gut die beste aller Zeiten. Am 24. Juli lief „Monsieur Claude und seine Töchter“ in Deutschland an – ich schaue ihn mir gerne nochmals an. An diesem Tag war der Film auch im Open-Air-Kino in Karlsruhe zu sehen – in Anwesenheit von zwei Hauptdarstellern.

Info: https://www.facebook.com/pages/Schauburg-Cinerama-Kino-Theater/110637332317390?fref=ts

1 Kommentar

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@miriam_steinbach