Buchkritik:„Sunburn“ von Chloe Michelle Howarth


Lucy ist 15, lebt im konservativen Irland und verliebt sich ausgerechnet in ihre Mitschülerin Susannah. Chloe Michelle Howarth erzählt in „Sunburn“ von einer ersten großen Liebe, die geheim bleiben soll, und den Erwartungen, gegen die Lucy kämpfen muss. Sprachlich war ich zunächst skeptisch, doch die Geschichte zog mich immer tiefer hinein – und blieb noch lange nach der letzten Seite…

Olive glaubt an Wissenschaft, nicht an die Liebe. Dann küsst die Biologie-Doktorandin ausgerechnet den gefürchteten Labortyrannen Adam Carlsen und landet in einer Fake-Beziehung, die zunehmend kompliziert wird. Ali Hazelwoods „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ verbindet Wissenschaft, Romance und jede Menge Humor. Ein unterhaltsamer Liebesroman, der besonders mit seinen sympathischen Figuren und viel Chemie punktet.

Sam und Sadie lernen sich als Kinder kennen und teilen eine große Leidenschaft: Videospiele. Jahre später entwickeln sie gemeinsam erfolgreiche Games und werden zu engen Freunden. Doch Erfolg, Rivalität, Liebe und persönliche Schicksalsschläge stellen ihre Beziehung immer wieder auf die Probe. Gabrielle Zevin erzählt in „Morgen, morgen und wieder morgen“ eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Kreativität und das Leben.

Vom ungarischen Gefängnis bis in die britische High Society: David Szalay schickt seinen Protagonisten István durch ein außergewöhnliches Leben. „Was nicht gesagt werden kann“ ist ein ungewöhnlicher Roman über einen Mann, der seine Gefühle kaum in Worte fassen kann und sich stattdessen durchs Leben treiben lässt. Sprachlich reduziert, kühl und trotzdem unglaublich spannend – zurecht mit dem Booker Prize ausgezeichnet.

Bear, Julian oder Gordon? Für Cora ist die Wahl des Namens für ihren neugeborenen Sohn mehr als eine Formsache. Denn je nachdem, wie sie sich entscheidet, nimmt das Leben ihrer Familie eine völlig andere Wendung. Florence Knapp erzählt dieselbe Geschichte in drei Varianten und verbindet ein cleveres Gedankenexperiment mit wichtigen Themen: häuslicher Gewalt, Familie und Selbstbestimmung.

Wie lebt man weiter, wenn Gewalt Teil einer Beziehung war? Clara Leinemanns fesselnder Debütroman „Gelbe Monster“ begleitet die Protagonistin Charlie nach der Trennung aus einer toxischen Partnerschaft direkt ins Antiaggressionstraining. Sprachlich stark und mit enormem Sog verhandelt das Buch eigene Wut, Schuld und Verantwortung. Auch wenn manche Hintergründe etwas knapp bleiben, ist das Buch trotzdem lesenswert. Hier mehr erfahren.

Ein arbeitsloser Germanist, das schillernde Berlin der Weimarer Republik und eine Gesellschaft am Abgrund: Erich Kästners „Der Gang vor die Hunde“ wirkt heute erschreckend aktuell. Der Roman erzählt von Moral, Orientierungslosigkeit und dem Aufstieg extremistischer Kräfte. Doch lohnt sich die ungekürzte Originalfassung wirklich? Hier erfahrt ihr, warum dieses Buch bis heute beeindruckt.

Olive Kitteridge ist launisch, mürrisch und nicht gerade einfach im Umgang. Trotzdem erzählt Elizabeth Strout in „Mit Blick aufs Meer“ mit viel Wärme und ohne Kitsch von ihr und den Menschen im kleinen Küstenort Crosby. In vielen miteinander verbundenen Geschichten geht es um Liebe, Enttäuschungen, Krankheit und das Älterwerden. Ein weiser Roman, der nachdenklich macht.

Perfektes Sauerteigbrot, glückliche Kinder und ein idyllisches Farmleben – so präsentiert sich Natalie Millionen Menschen auf Instagram. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich eine andere Realität. Als sie plötzlich im Jahr 1855 erwacht, beginnt ein Kampf ums Überleben. Autorin Caro Claire Burke verbindet Gesellschaftskritik, Spannung und Zeitreise. Hier erfahrt ihr, warum „Yesteryear“ trotz seiner starken Idee nicht vollständig überzeugt.