10. Mai 2020

Kurioses: “Umzug”

„Does it spark joy?“

Gerade packe ich Kisten. Jeden Abend stehe ich deshalb in meiner Wohnung und überlege mir: Was kommt mit, was nicht? Ich gehe dabei vor, wie es Marie Kondo gerne tut. „Does it spark joy?“, frage ich mich immer wieder, wenn ich einen verstaubten Gegenstand in meinen Händen halte. Alte Bücher, Secondhandtaschen, Deko-Bienenwachs-Kerzen, die das Sonnenlicht ein wenig verbogen hat. Hab ich noch Freude dran oder nicht? Ist das Kunst oder kann das weg?

Bei dieser Tabula Rasa durch meinen Haushalt, fallen mir immer wieder Erinnerungsstücke in die Hände. Eine riesige Foto-Collage aus der Schulzeit beispielsweise.

Flashback.

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29. April 2020

Heimat: “Ein Abend im Iuno@Home”

Iuno@Home: Willkommen in der virtuellen Iuno-Bar

Keine Menschenansammlungen auf dem Werderplatz, keine Musik bis fünf Uhr am Morgen, kein ausgelassenes Tanzen vor, hinter und auf dem Tresen: Es ist wird ein leiser Geburtstag für das Iuno am 30. April. Wegen der Corona-Pandemie ist auch die Bar in der Südstadt bis auf Weiteres geschlossen.

Um wieder regelmäßig in Kontakt mit den Gästen zu kommen, haben sich die Mitarbeiter nun etwas Besonderes einfallen lassen: ein virtuelles Barvergnügen, das Iuno@Home. Wie das genau funktioniert, haben mir Michi, Tim, Riccardo, Lex, Tobi, Kevin und Thes geschrieben.

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20. April 2020

Heimat: Ein Interview mit Hannah & Marina vom Hilda Café

Das sind Marina und Hannah. Alle Fotos kommen auch von ihnen.

Kaffee & Kunst im Hilda Café

Wer das Café “Hilda – Kaffee und Faden“ in Mühlburg betritt, spürt sofort, wie viel Leidenschaft darin steckt. Selbstgebackene Kekse stehen auf dem Tisch. Bunte Bilder von Künstlern sind an der Wand befestigt. Außerdem sind an vielen Stellen selbstgenähte Textilien zu entdecken – für Kinder und Erwachsene.

Anfang des Jahres eröffneten Hannah und Marina in der Hardtstraße 58 diese Kombination aus Laden und Café. Wochenlang werkelten die beiden Bauingenieurinnen dafür, schraubten und hämmerten. Auch einige Möbelstücke bauten sie selbst zusammen. Alte Nähmaschinentische dienten beispielsweise als Basis für die Tische. Diese sind nun in zwei Räumen verteilt, die über einen offenen Durchgang miteinander verbunden sind.

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13. April 2020

Schmöker: “Die Vegetarierin” von Han Kang

“Die Vegetarierin”: vom Wunsch, eine Pflanze zu werden!

Es ist ein blutrünstiger Traum, der Yong-Hye zur Vegetarierin werden lässt. Als sie davon mitten in der Nacht aufwacht, steht sie auf, räumt in ihrem Nachthemd und mit abstehenden Haaren die Gefriertruhe aus. Schweinebauch, Rinderfilets, Tintenfisch. Einen Gefrierbeutel nach dem anderen wirft sie in den Mülleimer. Als ihr Ehemann das bemerkt, ist er zutiefst irritiert. „Bist du übergeschnappt?“, fragt er sie aufgebracht. Für ihn steht die Welt Kopf. Seine bislang an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffende Gattin bringt den gewohnten Alltag durcheinander. Statt Steaks gibt es nun Algensuppe zum Abendessen. Ein Zustand, den er nicht akzeptieren kann.

Yong-Hyes Entscheidung, auf tierische Nahrungsmittel zu verzichten, ist der Beginn einer Reihe von Ereignissen, die an Dramatik kaum zu überbieten sind. Am Ende ist nichts mehr von ihrem alten Leben übrig.

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5. April 2020

Coronavirus in Karlsruhe: Ein Gespräch mit Diana Böhm von “Unser Onkel”

"Unser Onkel" Karlsruhe
Credit: Katja Sievers I photography

Wie steht es um “Unser Onkel”?

Das Coronavirus hat das gesellschaftliche Leben komplett lahmgelegt. Sowohl Gastronomie als auch Kultureinrichtungen und Einzelhandel mussten schließen. Diana Böhm hat mit “Unser Onkel” in der Karlsruher Weststadt ein kleines Paradies geschaffen. Papeterie, Wohnutensilien, Accessoires, Kleidung und viele andere schöne Dinge verkauft sie in ihrem Laden. Die Coronavirus-Maßnahmen treffen sie hart. Ich habe sie deshalb gefragt: Wie geht es dir? Und wie können wir dich unterstützen?

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30. März 2020

Schmöker: “Der Club” von Takis Würger

Spannend & zart zugleich: “Der Club” von Takis Würger

Spannend wie ein Krimi, aber gleichzeitig so zart geschrieben, dass jeder Satz eine Wohltat ist: Den Roman „Der Club“ von Takis Würger habe ich innerhalb nur weniger Tage gelesen. Es ist ein Buch, das mich sanft, aber mit unglaublicher Kraft mitten rein ins Geschehen zog und gedanklich weit von meiner Couch fortschleifte: zu den kriminellen Machenschaften eines elitären Clubs an der Universität in Cambridge.

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21. März 2020

Heimat: Ein Interview mit Caroline Götz vom Projekt “Sharing is caring”

“Sharing is caring”: Ein Hilfsprojekt aus Karlsruhe während der Coronakrise

Der Kühlschrank ist leer, der Geldbeutel leider auch? Hunger, aber Angst, das Haus zu verlassen, weil man selbst zur Risikogruppe gehört?

Für all die Menschen, die derzeit selbst nicht in den Supermarkt gehen können, hat Caroline Götz nun ein soziales Projekt gestartet: “Sharing is caring”. Die Doktorandin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dozentin am “House of Competence” möchte auf der Plattform Menschen zusammenbringen, die Hilfe geben und benötigen – in Karlsruhe, aber auch bundesweit. Ich habe mit ihr über “Sharing is caring” geschrieben.

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19. März 2020

Melodien: Ein Gespräch mit Florian Vitez von “Reposit Entertainment”

Das sind Flo (links) und Dominik von Reposit Entertainment (Credit: Christian Metzler)

Coronavirus: Was bedeutet das für die Musikszene?

Sie vereinen Management-Dienstleistungen, Publishing und Veranstaltungsorganisation unter einem Dach: Florian Vitez und Dominik Willisch stehen hinter „Reposit Entertaiment“. Während Florian von Karlsruhe aus die Musikprojekte regelt, lebt Dominik in Berlin und arbeitet von dort aus. Ich habe Florian gefragt, wie sich das Coronavirus auf ihren beruflichen Alltag auswirkt und wo er die größten Herausforderungen derzeit sieht.

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17. März 2020

Schmöker: “Der Gang vor die Hunde” von Erich Kästner

“Der Gang vor die Hunde”: ein wunderbares Buch

Arbeitslose Männer auf der Suche nach Sinn, eine pulsierende Berliner Unterwelt und ein erstarkender Rechtsextremismus: Erich Kästner hatte ein unfassbar gutes Gespür für die gesellschaftlichen Verhältnisse, als er Ende der 1920er-Jahre „Der Gang vor die Hunde“ schrieb.

Er zog dabei alle Register und brachte die „anatomische Verschiedenheit der Geschlechter“ so genau auf den Punkt, dass der Verlag den Roman zunächst nur zensiert veröffentlichte – und auch den Titel änderte: Aus „Der Gang vor die Hunde“ wurde „Fabian“. Erich Kästner kommentierte sein Werk mit diesen Worten: „Dieses Buch ist nicht für Konfirmanden, egal wie alt sie sind.“

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8. März 2020

Heimat: “Amnesie”

Attentat in Hanau: Wie konnte es passieren?

Es war der Freitag nach dem Attentat auf eine Shisha-Bar in Hanau, als ich kopfschüttelnd und fluchend im ICE saß. Ich hatte gerade die Zeitung aufgeschlagen, die ich auf meiner 28-minütigen Pendelstrecke jeden Morgen lese – und entdeckte dort eine Sonderseite zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland. „Wie konnte es soweit kommen?“, stand da.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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