
„Real Americans“ von Rachel Khong: unterhaltsamer Roman mit kleinen Schwächen
Rachel Khongs „Real Americans“ beginnt wie eine moderne Version eines Märchens: Lily macht im Jahr 1999 ein unbezahltes Verlagspraktikum in New York und lernt dort Matthew kennen – reich, charmant, attraktiv. Noch in der selben Nacht fliegen sie spontan nach Paris. Sie verlieben sich ineinander, alles scheint möglich.
Und doch steht von Anfang an etwas zwischen ihnen: Matthew stammt aus einer wohlhabenden amerikanischen Familie, Lily dagegen ist die Tochter chinesischer Einwanderer, die unter Mao in die USA flohen. Während Matthew sich selbstverständlich durch privilegierte Räume bewegt, begleitet Lily ständig das Gefühl, nicht genug zu sein. Vor allem ihre Mutter erwartet Erfolg, Disziplin und Sinnhaftigkeit.
Lily trennt sich nach wenigen Wochen abrupt von Matthew, doch sie finden wieder zusammen. Kurz vor ihrer Hochzeit lernen sich endlich auch ihre Eltern kennen – und plötzlich wird klar, dass zwischen den Familien eine gemeinsame Vergangenheit existiert, die weit tiefer reicht, als Lily ahnt. Ein Geheimnis, das alles verändert.
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