Buchkritik: „Was nicht gesagt werden kann“ von David Szalay


Vom ungarischen Gefängnis bis in die britische High Society: David Szalay schickt seinen Protagonisten István durch ein außergewöhnliches Leben. „Was nicht gesagt werden kann“ ist ein ungewöhnlicher Roman über einen Mann, der seine Gefühle kaum in Worte fassen kann und sich stattdessen durchs Leben treiben lässt. Sprachlich reduziert, kühl und trotzdem unglaublich spannend – zurecht mit dem Booker Prize ausgezeichnet.

Bear, Julian oder Gordon? Für Cora ist die Wahl des Namens für ihren neugeborenen Sohn mehr als eine Formsache. Denn je nachdem, wie sie sich entscheidet, nimmt das Leben ihrer Familie eine völlig andere Wendung. Florence Knapp erzählt dieselbe Geschichte in drei Varianten und verbindet ein cleveres Gedankenexperiment mit wichtigen Themen: häuslicher Gewalt, Familie und Selbstbestimmung.

Wie lebt man weiter, wenn Gewalt Teil einer Beziehung war? Clara Leinemanns fesselnder Debütroman „Gelbe Monster“ begleitet die Protagonistin Charlie nach der Trennung aus einer toxischen Partnerschaft direkt ins Antiaggressionstraining. Sprachlich stark und mit enormem Sog verhandelt das Buch eigene Wut, Schuld und Verantwortung. Auch wenn manche Hintergründe etwas knapp bleiben, ist das Buch trotzdem lesenswert. Hier mehr erfahren.

Ein arbeitsloser Germanist, das schillernde Berlin der Weimarer Republik und eine Gesellschaft am Abgrund: Erich Kästners „Der Gang vor die Hunde“ wirkt heute erschreckend aktuell. Der Roman erzählt von Moral, Orientierungslosigkeit und dem Aufstieg extremistischer Kräfte. Doch lohnt sich die ungekürzte Originalfassung wirklich? Hier erfahrt ihr, warum dieses Buch bis heute beeindruckt.

Perfektes Sauerteigbrot, glückliche Kinder und ein idyllisches Farmleben – so präsentiert sich Natalie Millionen Menschen auf Instagram. Doch hinter der makellosen Fassade verbirgt sich eine andere Realität. Als sie plötzlich im Jahr 1855 erwacht, beginnt ein Kampf ums Überleben. Autorin Caro Claire Burke verbindet Gesellschaftskritik, Spannung und Zeitreise. Hier erfahrt ihr, warum „Yesteryear“ trotz seiner starken Idee nicht vollständig überzeugt.

„Fünf Sommer mit dir“ von Carley Fortune ist ein leicht lesbarer Liebesroman, der vor allem durch seine sommerliche Atmosphäre und nostalgische Stimmung überzeugt. Die Handlung bleibt zwar vorhersehbar, bietet aber solide Unterhaltung für alle, die eine unkomplizierte Liebesgeschichte mit Happy End suchen. Wer mehr Tiefe und Überraschungen erwartet, wird hier vermutlich weniger fündig.

Nicht jede Familie zerbricht laut. Manchmal genügen ein Geheimnis, eine Entscheidung und Jahre des Schweigens. Ann Napolitano erzählt in „Hallo, du Schöne“ von vier Schwestern, Liebe und der Suche nach Zugehörigkeit. Der Roman begeisterte Millionen Leserinnen und Leser. Doch verdient er den großen Hype wirklich? Hier erfahrt ihr, ob sich die Lektüre lohnt und welche Stärken und Schwächen er hat.

Drei Generationen, ein schicksalhaftes Geheimnis und Entscheidungen, die ein Leben prägen. Autorin Rachel Khong thematisiert in „Real Americans“ Herkunft, Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr Familie das eigene Leben bestimmt. Der Roman wurde international gefeiert und sorgte für viel Aufmerksamkeit. Doch was macht ihn so besonders – und lohnt sich die Lektüre wirklich? Hier erfahrt ihr mehr über „Real Americans“.

Frauen legen sich schweigend auf die Straße und die Welt gerät aus dem Gleichgewicht. Mareike Fallwickls Roman „Und alle so still“ entwirft ein radikales und beklemmendes Gedankenexperiment über Care-Arbeit, Solidarität und gesellschaftliche Macht. Doch überzeugt der viel diskutierte Bestseller auch literarisch? Hier erfahrt ihr mehr über „Und alle so still“ – warum dieser Roman so nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Eine Fernbeziehung, perfekte Selbstinszenierung und die leise Angst vor echter Nähe: Autor Leif Randts Buch „Allegro Pastell“ erzählt von Liebe, Sehnsucht und dem Lebensgefühl einer Generation – mit Berlin-Feeling, Wochenendtrips und Zukunftsfragen. Der Roman wurde vielfach gefeiert und gerade als Kinofilm adaptiert. Doch steckt hinter der coolen Oberfläche wirklich große Literatur? Hier erfahrt ihr mehr über den Roman „Allegro Pastell“.