29. Mai 2020

Heimat: Ein Nachmittag mit Jana Gruszeninks

Das ist Jana. Alle Bilder sind auch von ihr.

Jana Gruszeninks liebt Farben & Formen

Balance. Als ich mich an diesem sonnigen Mai-Nachmittag mit Jana Gruszeninks in einem Café auf dem Gutenbergplatz unterhalte, wird mir schnell klar: Gleichgewicht spielt für die 28-Jährige eine elementare Rolle – bei ihrer künstlerischen Arbeit und im gesamten Leben.

Nur wenige Meter von uns entfernt stehen ihre farbenprächtigen Bilder im Schaufenster von „Unser Onkel“. Darauf zu sehen: Linien, Kreise, abstrakte Formen. Pastellige Töne verbindet Jana oft mit Neon-Akzenten. Die Arbeiten sind zart, aber stark zugleich, strahlen Wärme aus, sind voller Ästhetik. Die Kompositionen sind stimmig.

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10. Mai 2020

Kurioses: “Umzug”

„Does it spark joy?“

Gerade packe ich Kisten. Jeden Abend stehe ich deshalb in meiner Wohnung und überlege mir: Was kommt mit, was nicht? Ich gehe dabei vor, wie es Marie Kondo gerne tut. „Does it spark joy?“, frage ich mich immer wieder, wenn ich einen verstaubten Gegenstand in meinen Händen halte. Alte Bücher, Secondhandtaschen, Deko-Bienenwachs-Kerzen, die das Sonnenlicht ein wenig verbogen hat. Hab ich noch Freude dran oder nicht? Ist das Kunst oder kann das weg?

Bei dieser Tabula Rasa durch meinen Haushalt, fallen mir immer wieder Erinnerungsstücke in die Hände. Eine riesige Foto-Collage aus der Schulzeit beispielsweise.

Flashback.

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29. April 2020

Heimat: “Ein Abend im Iuno@Home”

Iuno@Home: Willkommen in der virtuellen Iuno-Bar

Keine Menschenansammlungen auf dem Werderplatz, keine Musik bis fünf Uhr am Morgen, kein ausgelassenes Tanzen vor, hinter und auf dem Tresen: Es ist wird ein leiser Geburtstag für das Iuno am 30. April. Wegen der Corona-Pandemie ist auch die Bar in der Südstadt bis auf Weiteres geschlossen.

Um wieder regelmäßig in Kontakt mit den Gästen zu kommen, haben sich die Mitarbeiter nun etwas Besonderes einfallen lassen: ein virtuelles Barvergnügen, das Iuno@Home. Wie das genau funktioniert, haben mir Michi, Tim, Riccardo, Lex, Tobi, Kevin und Thes geschrieben.

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5. April 2020

Coronavirus in Karlsruhe: Ein Gespräch mit Diana Böhm von “Unser Onkel”

"Unser Onkel" Karlsruhe
Credit: Katja Sievers I photography

Wie steht es um “Unser Onkel”?

Das Coronavirus hat das gesellschaftliche Leben komplett lahmgelegt. Sowohl Gastronomie als auch Kultureinrichtungen und Einzelhandel mussten schließen. Diana Böhm hat mit “Unser Onkel” in der Karlsruher Weststadt ein kleines Paradies geschaffen. Papeterie, Wohnutensilien, Accessoires, Kleidung und viele andere schöne Dinge verkauft sie in ihrem Laden. Die Coronavirus-Maßnahmen treffen sie hart. Ich habe sie deshalb gefragt: Wie geht es dir? Und wie können wir dich unterstützen?

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21. März 2020

Heimat: Ein Interview mit Caroline Götz vom Projekt “Sharing is caring”

“Sharing is caring”: Ein Hilfsprojekt aus Karlsruhe während der Coronakrise

Der Kühlschrank ist leer, der Geldbeutel leider auch? Hunger, aber Angst, das Haus zu verlassen, weil man selbst zur Risikogruppe gehört?

Für all die Menschen, die derzeit selbst nicht in den Supermarkt gehen können, hat Caroline Götz nun ein soziales Projekt gestartet: “Sharing is caring”. Die Doktorandin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dozentin am “House of Competence” möchte auf der Plattform Menschen zusammenbringen, die Hilfe geben und benötigen – in Karlsruhe, aber auch bundesweit. Ich habe mit ihr über “Sharing is caring” geschrieben.

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19. März 2020

Melodien: Ein Gespräch mit Florian Vitez von “Reposit Entertainment”

Das sind Flo (links) und Dominik von Reposit Entertainment (Credit: Christian Metzler)

Coronavirus: Was bedeutet das für die Musikszene?

Sie vereinen Management-Dienstleistungen, Publishing und Veranstaltungsorganisation unter einem Dach: Florian Vitez und Dominik Willisch stehen hinter „Reposit Entertaiment“. Während Florian von Karlsruhe aus die Musikprojekte regelt, lebt Dominik in Berlin und arbeitet von dort aus. Ich habe Florian gefragt, wie sich das Coronavirus auf ihren beruflichen Alltag auswirkt und wo er die größten Herausforderungen derzeit sieht.

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8. März 2020

Heimat: “Amnesie”

Attentat in Hanau: Wie konnte es passieren?

Es war der Freitag nach dem Attentat auf eine Shisha-Bar in Hanau, als ich kopfschüttelnd und fluchend im ICE saß. Ich hatte gerade die Zeitung aufgeschlagen, die ich auf meiner 28-minütigen Pendelstrecke jeden Morgen lese – und entdeckte dort eine Sonderseite zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland. „Wie konnte es soweit kommen?“, stand da.

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2. März 2020

Heimat: Ein Nachmittag mit Vicky von “Mari Moosplaneten”

Das sind die Moosplaneten. Credit: Mari Moosplaneten

“Mari Moosplaneten” öffnet in Karlsruhe

Er hat wenige Ansprüche und ist pflegeleicht: Fat Fred ist ein umgänglicher Zimmergenosse. Nur gelegentlich benötigt er etwas zu trinken und ein wenig Licht. Auch das Alleinsein macht ihm nichts aus. Bis zu drei Wochen lange speichert er Wasser in seinen Blättern – und das, obwohl er am liebsten in der Sonne chillt. „Fred war unsere allererste Kreation“, erzählt mir Vicky von Mari Moosplaneten, als ich sie am Wochenende in ihrem Laden in der Karlsruher Südweststadt besuche.

Das ist Fred. Credit: Mari Moosplaneten
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26. Januar 2020

Heimat: “Ein Nachmittag mit Ida Grosse”

Ida Grosse mixt Schönes mit Magie

Sie sitzt mit roten Haaren auf dem Boden und legt Tarot-Karten. Heilsteine fliegen um sie herum. Sympathisch sieht sie aus, keineswegs gruselig, auch der Hintergrund ist rosa. „Es ist eine moderne Version einer Hexe“, erklärt mir Illustratorin Ida Grosse, die diese Figur erschaffen hat. Der Anlass für ihre Kreation: Die Karlsruherin arbeitet gerade an einem umfangreichen Lexikon über die mystischen Wesen.

Ob die russische Baba Jaga, die japanische Yamauba oder die rumänische Bratara Buzea: „Für mich haben sie alle etwas Magisches“, erklärt die 29-Jährige und zeigt mir ein weißes Blatt, auf dem sie die verschiedenen Hexen-Varianten mit schwarzem Stift gezeichnet hat. Die Skizze der modernen Version hat sie bereits abfotografiert, auf ihren Laptop übertragen und mit Photoshop bearbeitet. Das Ergebnis ist auf ihrer Homepage zu sehen.

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8. Januar 2020

Heimat: “Ein Mittag mit Maurice Moel”

Das ist Maurice Moel.

Maurice Moel umreiste die Welt mit der Schreibmaschine

Maurice Moel lag gemütlich in einer Hängematte auf dem Schiffsdeck, als er den Amazonas überquerte. Tagelang tuckerte er mit dem Dampfer über das Wasser – umrahmt von einer dicht bewachsenen Dschungellandschaft. Moskitos schwirrten nachts um den Reisenden, fanden jedoch keinen Weg durch das Netz, das ihn sicher schützte.

Der Poet war zu diesem Zeitpunkt völlig frei. Kein Smartphone, mit dem er Kontakt zu seiner Familie nach Deutschland halten konnte, kein Bankkonto, auf dem sein Geld lag. Alles, was er besaß, hatte er bei sich, gut verstaut in einem großen Rucksack, auf den er immer gut aufpasste.

Fünf Jahre ist die Amazonasüberquerung nun her – es ist nur ein Ausschnitt aus Maurice Moels siebenjähriger Weltumrundung. „Es war eine faszinierende Erfahrung“, erzählt mir der heute 35-Jährige, als wir uns vor wenigen Tagen in einem Café in der Karlsruher Südweststadt treffen. Mit seinem schwarzen Hut sticht er sofort aus der Masse heraus, ein geflochtenes, buntes Band ziert seinen schmalen Arm, über sein blaues T-Shirt hat er eine locker sitzende Weste mit Kapuze gezogen. Maurice Moel ist ein Weltenbummler, der ein wenig zart sowie zerbrechlich aussieht – als hätte er viel erlebt.

Seit drei Monaten ist er nun zurück in der Fächerstadt, unter anderem um sein Buch zu promoten, das im Brot & Kunst Verlag erschienen ist. „typewrite the world: episode eins“ heißt es und ist eine Dokumentation seines Trips. Am 13. Januar liest Maurice Moel im Kulturraum Kohi in der Südstadt daraus vor. Einlass ist um 19.30 Uhr.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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