12. Januar 2021

Flimmerkasten: “Lupin”

Netflix-Serie: “Lupin”: ein perfekter Meisterdieb!

Er ist ein Gentleman und ein Verwandlungskünstler: Assane Diop (Omar Sy) ist die moderne Version des Meisterdiebes Arsène Lupin – eine Kreation aus dem Jahr 1905, geschaffen vom französischen Schriftsteller Maurice Leblanc. Statt mit Monokel und Zylinder flitzt diese Inkarnation nun in der Netflix-Serie “Lupin” mit bunten Sneakers durch das funkelnde Paris, wortgewandt, mutig und äußerst charmant.

Dass ich der Serie bereits nach wenigen Minuten verfallen bin, ist vor allem Omar Sy zuzuschreiben. Wie bereits bei „Ziemlich beste Freunde“ strahlt er soviel Sympathie aus, dass es eine wahre Freude ist, dem Franzosen bei seinen Abenteuern zuzuschauen. Ihm böse zu sein, wenn er zwielichtige Dinge treibt? Unmöglich! Von der ersten Sekunde an war ich auf seiner Seite.

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28. Dezember 2020

Flimmerkasten: “Parlament”

Die Serie gibt es mit deutschen Untertiteln in der ARD-Mediathek

„Parlament“: eine herrliche Politik-Satire

„Es gibt eine TV-Serie über Europa? Wie langweilig“, meint der parlamentarische Assistent Samy (Xavier Lacaille) aus Frankreich in der sechsten Folge der Politik-Satire „Parlament“ zu seiner britischen Kollegin Rose (Liz Kingsman). Von wegen! Was tatsächlich zunächst staubtrocken klingt, ist in diesem Fall großartig gelungen!

„Parlament“ erzählt überspitzt vom Arbeitsalltag im Europäischen Parlament – von all den Mauscheleien, Absurditäten und Herausforderungen. Das ist herrlich komisch anzusehen und schafft es darüber hinaus, einen guten Einblick in die komplizierten Abläufe der EU zu geben.

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22. Dezember 2020

Flimmerkasten: “Weihnachten zu Hause”

Perfekt für diese grauen Lockdown-Tage: „Weihnachten zu Hause“

Die Geschichte beginnt am 1. Dezember, dem ersten Adventssonntag. Johanne (Ida Elise Broch) 30 Jahre alt, Krankenschwester und Single, sitzt bei ihren Eltern am weihnachtlich geschmückten Esstisch – als einzige Erwachsene zwischen den Kindern. Sie habe keinen Platz bei den Älteren verdient, bis sie einen Freund hat, findet ihre Mutter.

Doch Johanne geht es eigentlich gut, nur dass sie bei den Gesprächen im Familien- und Freundeskreis häufig draußen ist. „Es dreht sich alles um Lover, Kinder, Sex“, erzählt sie den Zuschauern. Auch an diesem Abend muss sie sich am Esstisch wieder ständig rechtfertigen, keinen Mann an ihrer Seite zu haben. Nach einer Weile platzt ihr der Kragen, Johanne behauptet: „Ich habe einen Freund“. Eine Lüge, die sie nun bis zum 24. Dezember in die Wahrheit umdrehen möchte. Ein skurriler Dating-Marathon beginnt – der zumindest in der ersten Staffel von „Weihnachten zu Hause“ völlig offen endet.

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5. Dezember 2020

Flimmerkasten: “Fleabag”

Bitterböse: “Fleabag”

Eine ungewöhnliche Geschichte, pechschwarzer Humor und liebevolle Details: Von „Fleabag“ hörte ich soviel Gutes, dass ich dafür vor geraumer Zeit meinen Amazon-Boykott kurz unterbrach und ein kostenloses 30-tägiges Probe-Abo abschloss.

Innerhalb kürzester Zeit habe ich die britische Serie von Phoebe Waller-Bridge nun gesehen und finde: Es ist ein herrliches Vergnügen. „Fleabag“ tut an manchen Stellen weh, ist voll mit kleinen Bösartigkeiten, aber mit einer unglaublich starken Protagonistin und herrlichen Dialogen. Die vielen Preise (unter anderem mehrere Emmys- und Golden Globes-Auszeichnungen) hat die Serie verdient bekommen.

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22. November 2020

Flimmerkasten: “Borgen – Gefährliche Seilschaften”

 

Eine spannende Serie aus Dänemark: “Borgen”

Premierministerin und glückliches Familienleben – geht das gut? Die dänische Serie „Borgen“ zeigt genau diesen Spagat. Und lässt darüber hinaus einen Blick zu hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Es wird deutlich, wie nützlich Netzwerke sein können, wie Intrigen entstehen und welche Rolle die Medien dabei spielen. Das ist spannend und sehr unterhaltsam.   Weiterlesen »

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10. November 2020

Flimmerkasten: Liebe und Anarchie

Ein schwedisches Vergnügen: “Liebe und Anarchie”

Sie ist schön, ehrgeizig und erfolgreich: Sofie (Ida Engvoll) hat mit Mitte 30 alles erreicht, was in einem gutbürgerlichen Leben wichtig ist. Mit ihrem Mann und den zwei Kindern lebt sie in einer Designerwohnung mitten in Stockholm, als Beraterin verdient sie eine Menge Geld, ihre Freizeit verbringt sie auf hippen Partys. Es ist ein Leben wie im Bilderbuch.

Doch als sie wegen eines neuen Auftrags zu einem konservativen Verlag kommt, trifft sie dort auf den jungen IT-Techniker Max (Björn Mosten). Es knistert zwischen ihnen – nach und nach gerät Sofies geregeltes Leben immer mehr aus den Fugen. Ihre Welt steht Kopf.

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2. November 2020

Flimmerkasten: Call my agent

Eine wunderbare Serie: Call my agent!

Sie betreuen die berühmtesten Schauspieler Frankreichs: In der Serie „Call my agent“ dreht sich alles um eine fiktive Pariser Agentur, deren Mitarbeiter versuchen, Filmstars lukrative Angebote an Land zu ziehen. Zehn Prozent Provision bekommen die Agenten bei erfolgreich abgeschlossenen Verträgen. Deshalb heißt die Serie im Original auch „Dix pour cent“.

Dass von der Vertragsunterzeichnung bis zum letzten Drehtag aber alles klappt, ist bei den egozentrischen Schauspielern oft eine Herausforderung. Eitelkeiten, Sturheit, alte Feindschaften. Die Agenten benötigen Nerven aus Drahtseil. Das ist herrlich anzuschauen, unterhaltsam und oft auch spannend.

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4. Juli 2020

Flimmerkasten: “Valeria”

Großartig: die Serie “Valeria”

Eheprobleme, kein Geld, eine Schreibblockade: Bei Valeria (Diana Gómez) läuft es alles andere als rund. Nach sechs Jahren ist in ihrer Beziehung mit Adrián (Ibrahim Al Shami) der romantische Funke erloschen, es knirscht ständig zwischen ihnen. Beide kämpfen sie mit ihren kreativen Jobs, er als Fotograf und Kameramann, sie als Schriftstellerin. Als Valeria an einem Abend ausgeht und ihre Freundinnen sie versetzen, trifft sie auf Victor (Maxi Iglesias), der sie auf ganz neue Gedanken bringt – und ihr Leben gehörig durcheinanderwirbelt.

Auf die spanische Serie „Valeria“ stieß ich zufällig bei Netflix. Basis dafür sind Romane der Autorin Elisabet Benavent. Noch nie hatte ich von „Valeria“ gelesen, noch niemand hatte mir von ihr erzählt. Doch schon nach fünf Minuten war mir klar: Diese Serie, die im pulsierenden Madrid spielt, mag ich, sie ist genau meins.

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22. Juni 2020

Flimmerkasten: “Parasite”

Eine emotionale Wucht: der Oscar-Gewinner “Parasite”

Wo genau können sie in ihrer Bruchbude auf die W-LAN-Netzwerke der Nachbarn zugreifen? Das ist zu Beginn von „Parasite“ das Hauptproblem der vierköpfigen Familie Kim. Ihre Handyrechnungen haben sie alle nicht bezahlt, der Zugang zur Online-Welt ist für sie dadurch gekappt.

Sie haben aber Glück an diesem Tag. Nach kurzem Suchen wird Tochter Ki-Jung im schäbigen Badezimmer fündig. Neben der verdreckten Toilette klappt es, die Verbindung steht, endlich können sie wieder chatten und mit anderen Kontakt aufnehmen – unter anderem mit dem Pizza-Lieferservice, für den die komplette Familie Kartons faltet.

Eine Gesellschaftskritik, die es in sich hat

Der mehr als 200-mal prämierte südkoreanische Film „Parasite“ beginnt harmlos und mit viel Sarkasmus. Mehr als eine Stunde lang ist der vierfache Oscar-Gewinner ein wahrhaft cooles, unterhaltsames Werk über die armen, aber gerissenen Kims, die sich nach und nach in das Haus einer reichen Familie einschleichen und damit die Chance nutzen, ein wenig vom Luxus abzubekommen.

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15. Februar 2020

Flimmerkasten: “Little Women”

“Little Women”: Greta Gerwigs neuester Film

„Machen Sie es kurz und pikant. Und wenn die Hauptfigur eine Frau ist, sollte sie am Ende verheiratet sein.“ Als Nachwuchsschriftstellerin Jo March (Saoirse Ronan) dem Verleger in seinem Büro gegenübersitzt, ihm ihre Geschichte anbietet, macht er ihr klar, was die Menschen im 19. Jahrhundert lesen wollen: Eine romantische Liebesgeschichte, die ihre Erfüllung in der Ehe findet. Ende gut, alles gut. Oder?!

Nicht ganz. Für die widerspenstige Jo ist das völlig unverständlich. Sie selbst strebt nach einem freien Leben – ohne Abhängigkeit von einem Mann.

Jo steht im Mittelpunkt von „Little Women“, dem neuesten Film von Greta Gerwig. Von ihr bin ich seit „Frances Ha großer Fan. Neben Lena Dunham ist sie für mich eine Lichtgestalt in der künstlichen Hollywood-Blase – starke Frauen mit kritischen Gedanken und interessanten Projekten.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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