23. Mai 2022

Fernweh: Pulsierendes Palermo”

Palermo

Sizilien: Urlaub in Palermo & Cefalù

Dass in Palermo nicht immer alles nach Plan läuft, bekommen wir direkt bei unserer Ankunft zu spüren. Es ist ein früher Samstagabend im November, es dämmert bereits. Mit dem Zug sind wir vom Flughafen in die Stadt gekommen und haben nun nur noch eine letzte Etappe vor uns – eigentlich. Mit dem Linienbus soll es in die Nähe unserer Airbnb-Unterkunft gehen. Das Problem: Er kommt nicht.

Ratlos stehen wir an der Bushaltestelle, fragen nach einer Weile Menschen, die an uns vorbeikommen. Sie zucken mit den Schultern, wissen auch nicht mehr. Als wir nach einer halben Stunde resigniert zu einer anderen Haltestelle laufen, erleben wir die gleiche Situation. „Herzlich willkommen in Palermo, lauft besser“, sagt eine ältere Dame, die an uns vorbeikommt. „Am Wochenende ist auf den Bus keinen Verlass.“

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27. März 2022

Fernweh: “Mit dem Zug nach Venedig”

Venedig

Eine Reise nach Venedig während der Corona-Pandemie

Die ersten Stunden in Venedig fühlen sich an, als besuche ich Disneyland an einem Ruhetag. Um etwa 18.30 Uhr stoppt mein Zug am Bahnhof. Es ist ein Montagabend im September. Um zu meinem Airbnb-Zimmer nahe der Rialto-Brücke zu kommen, muss ich meinen Rollkoffer nun etwa 20 Minuten lang durch die kleinen Gassen und über die Brücken der malerischen Stadt ziehen. Es ist eine gespenstische Erfahrung.

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10. Dezember 2021

Fernweh: “Zauberhafte Isle of Skye”

Reisen: Wunderbare Tage auf der Isle of Skye

Es gibt Momente, da weiß ich einfach, dass ich genau richtig bin, dass das ein Ort ist, an dem ich bleiben möchte.

Genau so geht es mir an diesem verregneten Morgen im Cafe 1925 in Armadale auf der Isle of Skye. Ich sitze in dem alten Postcontainer auf meinem Stuhl, schaue mich um, sehe den Backpacker, der neben mir in seinem Buch liest, höre hinter mir zwei ältere Damen schwatzen und an der Theke einen kleinen Jungen mit seinen Autos spielen. Selbst gebackene Kuchen stehen neben frisch gebackenem Brot an der Seite des Cafés und bunte Papierwimpel dienen als Deko.

Hier in Armadale würde ich gerne länger bleiben, einfach den ganzen Tag schreiben, spazieren gehen und die Ruhe genießen. Dieser Mini-Ort auf der Isle of Skye verzaubert mich. Weiterlesen »

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18. Oktober 2021

Fernweh: “Famoses Fehmarn”

Fehmarn Südstrand

Fehmarn: Urlaub auf der Sonneninsel

Sie fallen sofort ins Auge, als wir mit unseren Fahrrädern am Wasser entlang in Richtung Südstrand fahren: die drei Hoteltürme von Arne Jacobsen. Der dänische Architekt entwarf sie in den 1960er-Jahren. Sie stehen direkt an der Ostsee, sind minimalistisch, ohne Schnickschnack. Ein Paradebeispiel für die funktionale Architektur der Moderne.

Die hohen Türme sind außergewöhnlich für Fehmarn. Ansonsten sehen wir auf der drittgrößten Insel Deutschlands vor allem flache Fachwerkhäuser im nordischen Stil. Um sie herum: sattgrüner Rasen und bunte Blumen. Wir haben für unseren Urlaub ein hübsches hellblaues Ferienhaus gemietet, das mich an Astrid Lindgrens Klassiker „Wir Kinder von Bullerbü“ denken lässt.

Tatsächlich ist Skandinavien auch sehr nah. Von Fehmarn geht eine Fähre nach Dänemark. Vor sieben Jahren war ich deshalb schon einmal hier. Die damaligen Ziele: die Insel Møn und Kopenhagen. Nun ist Fehmarn Endstation.

Fehmarn
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31. Juli 2021

Fernweh: “Ein Tag in Jerusalem”

Jerusalem

Jerusalem – ein Tag voller unglaublicher Eindrücke

Punkt 6 Uhr klingelt der Wecker. Puuh. Unser Ausflug nach Jerusalem beginnt früh. Um möglichst viel an einem Tag sehen zu können, haben wir uns für eine geführte Tour mit dem Anbieter „Viator“ entschieden. Eines der teuersten Angebote, aber dafür auch eines der umfangreichsten. Auf uns wartet ein Tag voll gepackt mit Geschichte, Religion und unglaublichen Bildern. Es ist so bewegend, dass der Ausflug selbst Monate später noch unglaublich präsent in meinem Kopf ist. Weiterlesen »

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14. Juli 2021

Fernweh: “Urlaub in Bayern – Kochelsee & Walchensee”

Walchensee

Kochelsee und Walchensee: Urlaub in der bayrischen Karibik

Eine Reise zu schimmernden Seen, majestätischen Bergen und dichtem Wald. Als eine Freundin und ich im Februar 2020 einen Roadtrip in die Slowakei planten, ahnten wir noch nicht, dass wir wenige Wochen später alles wieder stornieren müssen.

Unser damaliges Ziel: die Hochzeit einer gemeinsamen Freundin. Sie hatte uns am 06.06.2020 in die Nähe von Bratislava eingeladen. Die Vorfreude war riesig. Mit dem Auto wollten wir dorthin – mit mehrtägigen Stopps in Bayern, Südtirol und Slowenien.

Wir hatten traumhafte Unterkünfte am Walchensee, am Pragser Wildsee, in einem Nationalpark in Slowenien und in Bratislava gefunden. Die Trauer war groß, als klar war, dass die Hochzeit nicht stattfindet, wir dadurch weder unsere Freundin sehen, noch unseren Roadtrip starten werden.

Als Ende Mai 2020 aber die Inzidenz-Zahlen wieder deutlich sanken, beschlossen wir spontan, wenigstens zum ersten Stopp zu fahren: zum Kochelsee und Walchensee in Bayern.

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30. Juni 2021

Fernweh: “Füssen – zwischen Seen, Bergen und dem Schloss Neuschwanstein”

Füssen Lech

Füssen: Hübsche Natur & überteuerte Restaurants

Schon wenige Stunden nach unserer Ankunft in Füssen verstehe ich, warum Ludwig II. sein Märchenschloss Neuschwanstein vor den Toren der malerischen bayerischen Stadt bauen ließ. In der Altstadt reihen sich bunt bemalte Häuschen aneinander. Der Lech glitzert türkisfarben in der Sonne und im Hintergrund erblicke ich die gigantischen Berge. Eine beeindruckende Aussicht.

Etwa 1,5 Millionen Touristen strömen jährlich zu diesem Endpunkt der Romantischen Straße – darunter viele Menschen aus dem Ausland. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, im Spätsommer des Corona-Jahrs 2020 dorthin zu fahren. Reisende aus anderen Ländern gibt es zu diesem Zeitpunkt kaum. Es ist verhältnismäßig ruhig. In den Restaurants und Cafés finden wir immer einen Platz, sogar für die stark verkleinerte Tour durch das Schloss Neuschwanstein ergattern wir noch Karten.

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13. April 2021

Fernweh: “Valencia”

Valencia

Sechs Tage alleine in Valencia

Valencia. Zutiefest verwirrt komme ich in der spanischen Stadt an, klar sortiert verlasse ich sie wieder. Nur wenige Wochen vor dieser Reise bin ich in einen neuen Job gestartet, voller Freude, Energie und Tatendrang. Die Ernüchterung kommt schnell. Innerhalb kürzester Zeit weiß ich: Dort kann ich nicht bleiben, auf gar keinen Fall. Nur: Was dann?

In meinem Kopf schlagen zu dieser Zeit die Gedanken Purzelbäume. Wo möchte ich mich bewerben? Wie stelle ich mir meine Zukunft überhaupt vor? Soll ich nochmals in eine andere Stadt?

Schnell wird mir klar: Ich muss für eine Woche raus, alleine sein, in Ruhe nachdenken und die ersten Bewerbungen schreiben. Aber was für eine Stadt passt gut für dieses Bedürfnisse? Wo gibt es Meer, schöne Cafés, Museen und ein buntes Angebot zur Zerstreuung?

Da fällt mir ein: Eine Freundin war kurze Zeit davor in Valencia, hatte mir Fotos geschickt, von Orangenbäumen, vom Meer, von einem strahlend blauen Himmel. Über Airbnb finde ich bei einem Herrn namens Alex ein schönes WG-Zimmer, ein Schnäppchen für 18 Euro die Nacht, von Frankfurt aus geht wenige Tage später ein Flug. Ich buche, packe meinen Koffer – und ziehe los.

Es war die perfekte Entscheidung, die sechs Tage alleine in Valencia haben mein Leben wieder in die richtige Bahn gelenkt – auch dank der Bekanntschaft eines illustren Herrn. Aber alles der Reihe nach.

Valencia
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5. April 2021

Fernweh: Heiter bis wolkig – vier Tage in Leipzig

Alte Spinnerei Leipzig

Ein grauer Empfang in Leipzig

Leipzig empfängt uns stürmisch. Als wir an einem Samstagnachmittag im Oktober am Hauptbahnhof ankommen, prasseln die Regentropfen mit voller Wucht vom Himmel. Die Pfützen auf dem grauen Betonboden bilden kleine Seen, lassen sich mit den Rollkoffern nur schwer umrunden.

Ein dichter Grauschleier liegt über der Stadt. In der S-Bahn, die uns in den Stadtteil Plagwitz bringt, sind die Scheiben so milchig beschlagen, dass uns erst mal ein Blick nach draußen verwehrt bleibt. Leipzig ziert sich, gibt sich geheimnisvoll.

Vier Tage Leipzig, fünf Tage Füssen. Erst der Osten, dann der Süden Deutschlands – so ist der Plan für unseren Urlaub. Groß war der Wunsch gewesen, von Leipzig nach Lissabon zu fliegen, doch die Inzidenz-Werte in Portugal stiegen in die Höhe, wir blieben am Boden.

Nun also ein Zug-Trip – zuerst zu einer Freundin, die in Leipzig am Theater arbeitet, danach zu den hübschen Seen und Bergen Bayerns, von denen ich seit dem Wanderurlaub rund um den Walchensee so angetan bin.

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17. März 2021

Illustres Island – der Norden, Snæfellsnes & Reykjavik

Tungulending Guesthouse

Tungulending Guesthouse: mit Blick aufs Meer

Das Schöne ist oft nicht einfach zu finden. Versteckt im Niemandsland, abseits der Zivilisation und abgeschottet von der Ringstraße, liegt das „Tungulending Guesthouse“. Es ist die schönste Unterkunft während unserer gesamten Island-Reise. Um zu ihr zu kommen, müssen wir aber erneut eine Abenteuerfahrt auf einer Schotterpiste hinter uns bringen – zig Kilometer lang holpern wir in unserem kleinen Flitzer über die schwarzen Kieselsteine, die durch den Druck der Reifen aufwirbeln und wie wild gegen den Lack schlagen.

30 Kilometer pro Stunde ist das Limit. Ausgerenkte Körperteile finden durch das Schütteln und Rütteln wieder ihren Platz. Physiotherapie mal anders. In meinem Kopf tanzt nur ein Gedanke: ein Hoch auf unsere Gravel-Protection.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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