18. September 2016

Schmöker: „Literaturtage Karlsruhe 2016“

bildschirmfoto-2016-09-17-um-18-24-15

Kneipenlesung in der Südstadt

Literatur zwischen illustren Gestalten, Bier und Rauch: Das Pilskarussell in der Rüppurrer Straße 48 verwandelt sich am Mittwoch, 28. September, zu einem ganz besonderen Ort. Anlässlich der Karlsruher Literaturtage ist dort um 21 Uhr eine Kneipenlesung zu Adam Seides „ABC der Lähmungen“.

Dichter, Denker, Junkies, Linke, Geschäftsleute: Adam Seide setzt mit „ABC der Lähmungen“ den Stammgästen in der Hannoveraner Kneipe „Bei Erich“ ein Denkmal. „Wir wollten für diese Lesung eine besondere Kneipe mit Charakter – so fiel die Wahl auf das Pilskarussell“, erzählt mir Literaturtage-Organisator Matthias Walz bei unserem Treffen vor wenigen Tagen. Startschuss der einwöchigen Karlsruher Literaturtage ist am Mittwoch, 21. September, mit einem Dead-and-Alive-Slam im Badischen Staatstheater. Das Motto der Literaturtage ist in diesem Jahr „Literatur offensiv“. Weiterlesen »

keine Kommentare
3. April 2016

Heimat: „Kunstfestival ,Transmission'“

transmission_festival_logo

Dreiwöchiges Kunstfestival in der Orgelfabrik

Videos, Fotografien und Installationen: In der Orgelfabrik Durlach findet ab kommenden Freitag, 8. April, zum ersten Mal das multimediale Kunstfestival „Transmission“ statt. Drei Wochen lang verwandelt sich das Gelände in ein lebendiges Kunstspektakel. Auf dem Programm stehen Performances, Lesungen, Konzerte und Workshops, außerdem wird der Videokunstpreis „Die Goldene Pyramide“ zum ersten Mal vergeben, wie mir Medienkünstler David Loscher im Vorfeld verraten hat.

Der Absolvent der Hochschule für Gestaltung (HfG) organisiert das Festival gemeinsam mit Nina Adelajda Olczak (PL), Ursula Schachenhofer (AT) und Karolina Sobel (PL). Eine Kooperation mit der „Contemporary Art Showcase Athens (C.A.S.A.)“ gibt beim Festival außerdem Einblicke in neue Impulse der internationalen Kunstwelt.

Das sind Nina und David.

Das sind Pia und David, auch PiaDavid-tandem.

Weiterlesen »

keine Kommentare
3. Oktober 2015

Heimat: „Ein Abend mit dem UND#8-Team“

IMG_2735

Das UND#8-Team von links: Jonathan Zacharias, Kaleki Witte, Therese Keßler, Maren Pfeiffer, Betty Dragan und Constanze Zacharias

Kulturfestival in der Dragonerkaserne

Wo einst eine Tankstelle für Druckerpatronen ihr einsames Dasein fristete, ist nun wieder Leben eingekehrt: Das Orga-Team der „UND#8” hat sich in der Fritz-Erler-Straße 7 ein Planungszentrum eingerichtet. Ein langer Zeitplan erstreckt sich in Papierform über die Wand, die gestalteten UND#8-Poster hängen daneben und auf Knopfdruck zeigt sich in einem Teil des Raums weißer Rauch, der sich zu einer Wolke formiert. Hinter der UND#8 steckt eine Plattform für freie Kunst, Karlsruher Kulturinitiativen und internationale Gäste, die sich bei einem Festival von 15.-18 Oktober in der Dragonerkaserne (Kaiserallee 12, Haltestelle Yorckstraße) präsentiert.

 

Weiterlesen »

keine Kommentare
15. Mai 2015

Heimat: „Ein Kaffee im Zwischenraum“

Das sind Katharina (links) und Sophie.

Haar-Utensilien raus, Kunst rein: Studentinnen der Hochschule für Gestaltung (HfG) und die „Kurbel“ haben in der Kaiserpassage in einem leer stehenden Frisörladen den „Zwischenraum“ geschaffen. Bis 7. Juni gibt es dort verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema „Kino“. „Neben Filmvorführungen sind Workshops, Konzerte, Diskussionen, Ausstellungen und Performances geplant“, sagt Sophie Burger von der „Kurbel“. Außerdem kann jeder von dienstags bis sonntags zwischen 15 und 19 Uhr zum Arbeiten vorbeikommen, fügt Katharina Küster von der HfG hinzu.

Weiterlesen »

keine Kommentare
20. Juni 2014

Heimat: „Kunstauktion am Bundesverfassungsgericht“

photo1.php

Hoch in die Luft hält das kleine Mädchen das weiße Stück Papier. „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ steht in schwarzen Buchstaben darauf. Mitten auf einem Spielplatz befindet sie sich, die Füße im Sand, andere Kinder und zwei Männer umringen sie.

Seit knapp drei Jahren hängt dieses Plakat neben anderen großflächigen Kunstarbeiten an dem Bauzaun beim Bundesverfassungsgericht. Alle Werke haben die Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz gemeinsam. Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe und das Staatliche Hochbauamt Baden-Baden stehen hinter dem Projekt. Nun werden die Arbeiten am Samstag, 28. Juni, ab 11 Uhr versteigert.

10476466_825874334090304_236349229_n

„Es ist Karlsruhes erste Open-Air-Kunstauktion“, sagt Judith Milz, Studentin der HfG. Sie hat gemeinsam mit Grischa Erbe und Moritz Jähde die analogen Schwarzweiß-Porträts gemacht, die Artikel des Grundgesetzes auf besondere Art und Weise repräsentieren. „Bürgerrechte“ lautet  der Titel ihres Projekts. Insgesamt 14 ihrer Bilder werden am Samstag versteigert.

photo3.php

„Urteile des Bundesverfassungsgerichts, Remix“

Außer den Porträts landen auch etwa 50 Meter des Projekts von Bea Stach unter dem Hammer: „Urteile des Bundesverfassungsgerichts, Remix“. Ihre Arbeit setzt sich mit Entscheidungstexten des Bundesverfassungsgerichts auf grafischer und sprachlicher Ebene auseinander.

„In den mehrfach prämierten Arbeiten wird das Grundgesetz und dessen gesellschaftspolitische Rezeption zum einen aus dem Blick der Kunst, zum anderen aus dem Kontext der engen Verflechtung zu Karlsruhe und dessen Bürgern heraus betrachtet“, erklärt Judith Milz weiter.

Seit September 2011 konnten Passanten die Arbeiten im Schlossbezirk bestaunen, nun sollen sie bei der Versteigerung eine neue Heimat finden. „Die auf Aludibond aufgezogenen Werke eignen sich auch für das Ausstellen im Freien“, erläutert die Mitorganisatorin. Für den Transport werde gesorgt.

Weitere Informationen unter www.schlossbezirk3.de. Wer am Samstag keine Zeit hat, aber trotzdem ein Gebot abgeben möchte, kann sich vorher unter versteigerung@schlossbezirk3.de melden.
photo.php

keine Kommentare
31. Januar 2014

Heimat: „Ein Nachmittag mit Sabrina Kuhn von KULØR“

Sabrina

Das ist Sabrina.

Becher, Vasen, Schmuck sowie Lichtschalen in klarer und schlichter Formsprache – der Ursprung von KULØR liegt in Dänemark. Konkret: in Kopenhagen. Sabrina Kuhn hatte im Jahr 2012 die skandinavische Stadt ausgewählt, um dort ihr Auslandssemester zu verbringen. An der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG) ist die 25-Jährige seit 2008 in Produktdesign eingeschrieben, arbeitete bereits seit dem ersten Semester  gerne mit Porzellan. „Das Material ist fragil, eigenwillig, zerbrechlich, aber auch hart – typisch feminine Eigenschaften eben“, sagt sie und lacht.  Die Hochschule in Kopenhagen habe sie deshalb besonders gereizt, da dort die Fachrichtung „Keramikdesign“ angeboten wird.

IMG_1245

kul4

Die Idee hinter der Kollektion: „Geschirr und kleine Dinge, die den Alltag ein wenig schöner machen, faszinieren mich“, erklärt Sabrina. Bereits mit 14 Jahren kaufte sie auf Flohmärkten billige Teller, zerschlug sie Zuhause und setzte die Stücke neu zusammen. „So entstanden meine ersten selbst gefertigten Gegenstände.“ Große Freude verspüre sie dabei, Dinge mit der Hand herzustellen, ein konkretes Ergebnis zu produzieren.  „Dass ich etwas im kreativen Bereich studieren möchte, war mir früh klar.“ So fiel die Entscheidung nach dem Abitur auf die HfG.

Die Design-Hochschule in Kopenhagen erschien ihr als die perfekte Ergänzung zu dem Studium in Karlsruhe. „Ich schickte 2011 die Bewerbung los, zitterte und bangte.“ Die Studentin hatte Glück, wurde angenommen. Sie zog nach Dänemark, lernte die Sprache und  war voller Vorfreude auf die bevorstehenden Erfahrungen.

kul 2

Sabrina wurde nicht enttäuscht, die Arbeitsbedingungen waren traumhaft, die Inspiration groß: „In einer großen Keramikwerkstatt experimentiere ich viel, hatte tolle Professoren um mich“, erzählt die gebürtige Ludwigsburgerin. Die Idee für KULØR (zu Deutsch: Farbe) kam auf. „Um zu testen, wie die Sachen ankommen, mietete ich mir einen Stand auf einem Markt in Kopenhagen.“ Die Resonanz war toll gewesen, erinnert sie sich. „Besonders den persönlichen Kontakt mit den Kunden und deren direktes Feedback waren eine wichtige Erfahrung.“

kul3

2013 kam Sabrina wieder zurück nach Deutschland. „Mir fehlte zwar ein wenig die umfangreiche Ausstattung, aber ich wollte meine KULØR-Kollektion unbedingt fortsetzen.“  „Lametta“, „Support The Underground“, „Schöne Bescherung“ – auf  verschiedenen Kunsthandwerkermärkten in der Region war die 25-Jährige in den vergangenen Monaten anzutreffen. „Es läuft alles fabelhaft an, vor allem das Weihnachtsgeschäft war gut“, sagt Sabrina glücklich.

In dem Gemeinschaftsbüro „Fettschmelze“ auf dem alten Schlachthofgelände fand sie inzwischen einen festen Arbeitsplatz außerhalb der HfG und verkauft dort auch ihre Produkte. „Ich habe hier ein tolles Netzwerk.“ Große Unterstützung erfährt sie außerdem von der Berlinerin Saskia Hohengarten, die ihr bei der optischen Gestaltung des Logos, der Flyer und der Visitenkarten half.

Ku 1

In diesen Tagen beschäftigt sich Sabrina hauptsächlich mit ihrer Diplomarbeit: „Die KULØR-Kollektion wird um Lampen erweitert“, verrät sie. Im Juli wird die Präsentation stattfinden. „Ich bin gespannt, was die nächsten Monate mit sich bringen“, sagt die Designerin. Sie freue sich sehr auf alles, was kommt.

 IMG_1241

Weitere Infos und Kontakt unter:
info@kuloer.com
www.kuloer.com
www.schlachtshop.de
https://www.facebook.com/pages/KUL%C3%98R/224825321009207?fref=ts

keine Kommentare
16. Juni 2013

Heimat: „The Walk – Naples to Pompeii and in between“

Bild: Alina Schmuch

Bild: Alina Schmuch

Sie kamen vorbei an malerischen Plätzen, leerstehenden Häusern und brachliegenden Fabrikgebäuden. Neapel war der Startpunkt, Pompeji das Ende. Kameras wurden gezückt, die vielen Eindrücke festgehalten. Das Ergebnis dieser fünftägigen Exkursion haben Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) nun in einer Ausstellung festgehalten. Der Titel lautet „The Walk – Naples to Pompeii and in between“. Vernissage ist am kommenden Donnerstag, 20. Juni, 19 bis 22 Uhr, in den Lichthöfen der HfG.

„Die Exkursion fand im Oktober 2012 statt“, sagt HfG-Studentin Judith Milz. Mit dabei: Die Professoren Philip Ursprung, Armin Linke und Michael Clegg, die zwischen ihren Disziplinen vermitteln, indem sie zwei unterschiedliche Gruppen zusammenbringen, die Architekturstudenten der ETH Zürich und Studenten der Medienkunst / Fotografie der HfG Karlsruhe. Mit dem Architekten-/Künstlerkollektiv „Stalker Walking School“ legten die etwa 60 Studenten in fünf Tagen mehrere Teilabschnitte der 40 Kilometer langen Strecke per Fuß zurück. Der Startpunkt der Exkursion war der Vulkan Vesuv. Von dort aus ging der „Walk“ die Küste entlang nach Pompeji.

franca_scholz

Bild: Franca Scholz

Eine Konfrontation mit den mafiösen Strukturen in Süditalien: „Wir waren viel in den Randgebieten unterwegs“, berichtet die 23-jährige Studentin. Es zeigte sich: Viele alte Häuser stehen dort leer, verfallen. Ein 40 Jahre altes Fabrikgebäude ist völlig mit Pflanzen überwuchert. „Der Staat zahlt kein Geld dafür, einen Denkmalschutz wie in Deutschland gibt es nicht“, erläutert sie. Überhaupt der Staat: Die Machenschaften der Mafia und Korruption ziehen sich durch das Land. Die Demokratie: ausgehöhlt.

Mit ihren Kameras hielten die Studenten ihre Eindrücke fest – aus völlig unterschiedlichen Blickpunkten. „Wir waren aber nicht nur Beobachter“, erzählt Judith Milz. Durch ihre Gruppengröße seien sie den Einheimischen aufgefallen, seien beäugt worden, kritisch, skeptisch, neugierig.

robert_hamacher

Bild: Robert Hamacher

Die Ausstellung sei nun Reflexion und Reaktion der Reise. Die Topographie des „Walks“ werde in einer minimierten Version auf die drei Lichthöfe der HfG projiziert. „Es gibt insgesamt 14 verschiedene Stationen“, sagt Judith Milz. Die Bilder werden dabei auf ganz unterschiedliche Weisen präsentiert. Als Fotografien, Videos, Texte und Skulpturen.
„Alle möglichen Flächen, Strukturen und Materialien der Hochschule sollen dabei genutzt werden“, verrät Judith Milz.

Info:
Die Eröffnung ist am Donnerstag, 20. Juni, 19 bis 22 Uhr.
Am Freitag 21. Juni, und Samstag, 22. Juni, ist die Ausstellung von 10 bis 22 Uhr zu besichtigen.

Am Freitag, 11 Uhr, gibt es eine Führung mit den Professoren Michael Clegg, Armin Linke und Philip Ursprung, Initiatoren des Projekts, sowie der „Stalker Walking School“ mit Giulia Fiocca, Lorenzo Romito und Matteo Fraterno sowie Antonio Perna von SUDLAB, gefolgt von einem Walk durch Karlsruhe.

Wataru_Murakami

Bild: Wataru Murakami

keine Kommentare

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@mademoiselle_miriam