17. Januar 2021

Heimat: “Ausstellung von Hanna Heidt bei ,Die Anstoß'”

Hanna Heidt I Die Anstoß

„Ok, tschüss“: Hanna Heidt zeigt ihre Kunst bei „Die Anstoß“

Was macht sie da? Der Kopf der Frau steckt bereits in der Waschmaschine. Auch ihr rechtes Bein ist in dem Gerät verschwunden. Nur: Ihr Körpervolumen lässt Zweifel aufkommen, ob sie es tatsächlich schafft, sich vollständig reinzuquetschen.

Doch unabhängig davon, ob ihr Versuch gelingt oder scheitert: Was hat die Frau überhaupt dazu veranlasst, in die Waschmaschine zu klettern? Was wartet dort auf sie? Ist es eine Flucht aus dem Alltag?

Das ist Hanna.
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2. Januar 2021

Fernweh: “New York II – Brooklyn & mehr”

Bushwick-Collective
Bushwick Collective

Bagels & bunte Bilder in Brooklyn!

Graffiti, hippe Cafés und Secondhand-Shops: Die zweite Hälfte unseres New-York-Trips haben wir hauptsächlich in Brooklyn verbracht. Konkret: in Williamsburg, Bushwick und Coney Island. Außerdem besuchten wir noch drei Museen, die abwechslungsreicher kaum sein könnten.

Willkommen in Williamsburg (Brooklyn)

In Williamsburg blüht das bunte Leben. Es braucht deshalb keine Sehenswürdigkeiten, um dort eine gute Zeit zu haben. Durch die Straßen zu laufen und die Fassaden der Häuser anzuschauen, ist schon ein riesiges Vergnügen.

Je nachdem, in welche Richtung wir abbiegen, gibt es unauffällige lateinamerikanische Kirchen ohne Protz, Basketball-Plätze oder jüdische Menschen mit Kippa. Auch die Serie „Unorthodox“ ist in Williamsburg gedreht. Als ich sie vor wenigen Monaten auf Netflix anschaue, sehe ich genau die Orte wieder, an denen wir in diesem Spätsommer entlang gelaufen sind.

Williamsburg
Williamsburg
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31. Dezember 2020

Schmöker: “Die Interessanten” von Meg Wolitzer

„Die Interessanten“: ein kluges und wärmendes Buch für die Seele!

Es ist ein Monat, bevor Robert Nixon von seinem Präsidenten-Amt zurücktritt, als die Außenseiterin Julie Jacobsen von den „Interessanten“ adoptiert wird – und sich in die humorvolle Jules verwandelt. Die fünf anderen Jugendlichen, mit denen sie an diesem lauen Abend beim Sommercamp in einem engen Tipi sitzt, kommen alle aus New York. Jules findet:

„ (…) sie waren wie die Mitglieder eines Königshauses oder französische Filmstars.“

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15. Dezember 2020

Heimat: “Was steckt hinter ato.black? Ein Interview mit Norina Quinte”

“Atofakt” von Nemanja Sarbajic (Credit: Sebastian Heck)

ato.black: Mit “Atofakten” Künstler*innen unterstützen

Mehr Kunst unter dem Weihnachtsbaum! Die Crew von ato.black (kurz: ato) macht das in diesem Jahr auch für den kleineren Geldbeutel möglich. Wie genau, hat mir Norina Quinte verraten. Sie gehört zu den Gründungsmitglieder*innen der online Vermittlungs- und Verkaufsplattform für Kunst, die ihre Basis in Karlsruhe hat. Außerdem hat sie mir geschrieben, was die Arbeit von ato.black ausmacht, wie die Zusammenarbeit mit den Künstler*innen läuft – und welche Potenziale die Fächerstadt für sie hat. Erfahrt mehr dazu im folgenden Interview!

“Atofakt” von Peter Piek (Credit: Sebastian Heck)
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3. Oktober 2020

Heimat: “Ausstellung von Romy Rüegger im Badischen Kunstverein”

Wer hat ein Recht auf Wohnraum?

Ein Einzelbett, ein kleiner Tisch und ein Sofa verteilt auf 20 Quadratmetern: Was zunächst nach einer sehr spartanischen Einrichtung klingt, war in den 1920er-Jahren in der Schweiz noch keine Selbstverständlichkeit für alleinstehende und arbeitende Frauen. Bis 1927 konnten sie nur unter sehr erschwerten Bedingungen Wohnraum mieten – meist gerieten sie dadurch in den Verdacht, Sexarbeiterinnen zu sein.

Verschiedene Frauen gründeten deshalb die Baugenossenschaft berufstätiger Frauen, kauften Bauland und schufen den Wohnkomplex „Lettenhof“in Zürich. Die erste Frau mit eigenem Architekturbüro in der Schweiz, Lux Guyer, entwarf ihn.

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29. Mai 2020

Heimat: Ein Nachmittag mit Jana Gruszeninks

Das ist Jana. Alle Bilder sind auch von ihr.

Jana Gruszeninks liebt Farben & Formen

Balance. Als ich mich an diesem sonnigen Mai-Nachmittag mit Jana Gruszeninks in einem Café auf dem Gutenbergplatz unterhalte, wird mir schnell klar: Gleichgewicht spielt für die 28-Jährige eine elementare Rolle – bei ihrer künstlerischen Arbeit und im gesamten Leben.

Nur wenige Meter von uns entfernt stehen ihre farbenprächtigen Bilder im Schaufenster von „Unser Onkel“. Darauf zu sehen: Linien, Kreise, abstrakte Formen. Pastellige Töne verbindet Jana oft mit Neon-Akzenten. Die Arbeiten sind zart, aber stark zugleich, strahlen Wärme aus, sind voller Ästhetik. Die Kompositionen sind stimmig.

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20. April 2020

Heimat: Ein Interview mit Hannah & Marina vom Hilda Café

Das sind Marina und Hannah. Alle Fotos kommen auch von ihnen.

Kaffee & Kunst im Hilda Café

Wer das Café “Hilda – Kaffee und Faden“ in Mühlburg betritt, spürt sofort, wie viel Leidenschaft darin steckt. Selbstgebackene Kekse stehen auf dem Tisch. Bunte Bilder von Künstlern sind an der Wand befestigt. Außerdem sind an vielen Stellen selbstgenähte Textilien zu entdecken – für Kinder und Erwachsene.

Anfang des Jahres eröffneten Hannah und Marina in der Hardtstraße 58 diese Kombination aus Laden und Café. Wochenlang werkelten die beiden Bauingenieurinnen dafür, schraubten und hämmerten. Auch einige Möbelstücke bauten sie selbst zusammen. Alte Nähmaschinentische dienten beispielsweise als Basis für die Tische. Diese sind nun in zwei Räumen verteilt, die über einen offenen Durchgang miteinander verbunden sind.

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26. November 2019

Ein Nachmittag in der “Frischzelle” mit den Werken von André Wischnewski

TAETERAETAEAEAEAEAE (Foto: Frank Kleinbach © André Wischnewski)

Frischzelle_26 im Kunstmuseum Stuttgart

Mit TAETERAETAEAEAEAEAE beginnt die Ausstellung von André Wischnewski im Kunstmuseum Stuttgart. Die 19 Großbuchstaben bog der Bildhauer aus Metall zurecht. Nun schlängelt sich die silbern funkelnde Lautmalerei im Sammlungsbereich des Museums die Treppenstufen hinunter und führt direkt zu weiteren Werken des Absolventen der Kunstakademie Karlsruhe. Darunter: Messerschnitte, Plastiken, Fotoprints und Skulpturen. Ihre Gemeinsamkeit: die Wechselbeziehung von Architektur und Sprache.

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15. Oktober 2019

Heimat: “Ein Nachmittag mit Malte & Fred in der Dampfßchreinerei”

Das sind Fred und Malte (von links)

Willkommen in der Dampfßchreinerei

Dunkle Gänge, blockierte Türen und nur schummriges Licht: Ich fühle mich wie in einem Horrorfilm, als mich Malte und Fred von Die Anstoß an diesem verregneten Sonntagmittag durch den Keller des Nebengebäudes in der Roonstraße 23a führen. Wo zuerst im 19. Jahrhundert Schreinerei-Mitarbeiter mit Dampfmaschinen auf Hochtouren arbeiteten, danach eine Pharmafirma Pillen kreierte und eine Versicherung Verträge abschloss, herrscht nun Leerstand.

Aber nicht mehr lange. Am Samstag, 19. Oktober, verwandeln die Mitglieder der unabhängigen Initiative „Die Anstoß“ das riesige Gelände in eine temporäre Kultur-Oase. Drei Wochen lang. Bis zum 9. November gibt es inmitten der Südweststadt Lesungen, Workshops, Feten, Ausstellungen, Performances und noch vieles mehr. Am 26. Oktober ziehen beispielsweise ein Flohmarkt und eine Plattenbörse in die Dampfßchreinerei.

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11. September 2019

Heimat: “Ein Nachmittag mit Malte Pawelczyk zum Galerientag 2019”

Karlsruher Galerientag 2019: Kooperation von Die Anstoß und theartape

Es sind die Augen des Fabelwesens, die sofort meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie sind weit aufgerissen, blicken zu zwei Beinen am Boden. Auch der Mund des kleinen Monsters ist offen. Die auseinanderstehenden und leicht schrägen Zähne sind dadurch deutlich sichtbar. Hat es etwa einen Menschen getötet? Oder sich nur beim Anblick eines Schlafenden oder Verletzten erschreckt? Was genau passiert ist, bleibt offen, es gibt viel Raum für Spekulation.

Das ist Malte. (Credit: Sebastian Heck)

Das faszinierende Bild von Tenki Hiramatsu ist auf dem Flyer zu sehen, den mir Malte Pawelczyk an diesem sonnigen Nachmittag in die Hand drückt. Neben dem Werk des Japaners ist auf dem Handzettel außerdem eine Arbeit von Santiago Ydáñez abgedruckt. Weiße und blaue Farbfelder erinnern an einen Horizont, wecken Sehnsucht und Hoffnung.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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