12. Juli 2018

Heimat: “Ein Nachmittag mit den Werken von Sean Scully in der Kunsthalle Karlsruhe”

© Liliane Tomasko

Sean Scully in der Kunsthalle Karlsruhe: Streifen, vertikal und horizontal, in leuchtenden Farben!

Minen treiben im Wasser, das Schiff kommt vom Kurs ab. Als Sean Scully im Alter von vier Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie von Irland nach England übersiedelt, drohte große Gefahr. Tief haben sich diese stürmischen Erinnerungen in seinem Kopf festgesetzt – in seiner Reihe „Passenger“ hat er sie verarbeitet.

Das Besondere: Jedes einzelne Gemälde der „Passenger“-Reihe hat ein Inset. Das heißt, ein kleines Bild ist in ein größeres integriert, ja, noch mehr: geborgen. Es ist eine Anlehnung, wie ihn seine Mutter damals als „precious“, als kostbare Fracht, auf dem Schiff beschützte.

Passenger Night

Ein Bild aus der Serie, „Passenger Night“, ist noch bis zum 5. August anlässlich der Ausstellung „Vita Duplex“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen – sowie weitere etwa 130 Arbeiten des Künstlers. Darunter Öl- und Acrylgemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Skizzenbücher und Fotografien.

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17. November 2015

Heimat: “Tweet-up zur Ausstellung ,Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie’”

Campi_Die Ricotta-Esser

“Die Ricotta-Esser” von Vincenzo Campi © Lyon MBA – Foto Alain Basset

 

Selbstporträt mit Freunden

Ein strahlendes Lächeln ist das nicht. Die Zähne der “Ricotta-Esser” sind gelblich verfärbt, ungepflegt, verwahrlost. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Werk von Vincenzo Campi. Er selbst hat sich darauf mit Freunden festgehalten, er ist der Herr neben der einzigen Frau. In vollen Zügen genießen sie den saftigen, weißen Käse. Doch der fröhliche und ausgelassene Schein trügt, der Ricotta-Käse gleicht mit den runden hineingelöffelten Löchern einem Totenschädel, eine Fliege krabbelt außerdem darüber. Carpe Diem paart sich mit Vergänglichkeit. (Quelle: Antenna International)

Rembrandt, Dumas, Ai Weiwei

Das Werk von Vincenzo Campi ist eines von 140 Selbstporträts, die anlässlich der Ausstellung “Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie” derzeit in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sind. Sie stammen von 100 Künstlern aus sechs Jahrhunderten. Darunter: Selbst-Darstellungen in alten und neuen Medien – von intimen Zeichnungen bis zum Selfie im Internet. Die Ausstellung ist Teil des trinationalen Kulturereignises “Ich bin hier. Europäische Gesichter”, das die Staatliche Kunsthalle mit Einrichtungen in Lyon und Edinburgh konzipiert hat. Beim “Tweet-up” führte Kurator Alexander Eiling durch die Räume in Karlsruhe. Der komplette Tweet-up ist bei Twitter unter #iamhere nachzulesen. Weiterlesen »

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15. November 2014

Heimat: “Twittersalon – Durch die Nacht mit Degas”

Ausschnitt: Edgar Degas "Selbstporträt mit erhobenem Hut", um 1863 - © Calouste Gulbenkian Foundation, Lisbon M.C.G., Foto: Catarina Gomes Ferreira

© Calouste Gulbenkian Foundation, Lisbon M.C.G., Foto: Catarina Gomes Ferreira

Der erste “Tweetup” in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Elegant sieht er aus. Den Zylinder hält er in der Hand, ein schwarzer Gehrock und eine Weste kleiden ihn. Mit kühlem Blick mustert Edgar Degas den Betrachter. Im “Selbstporträt mit erhobenem Hut” zeigt sich der Künstler als eleganter Bourgeois. 30 Jahre ist er alt und ein Liebhaber der Ballettszene sowie der modernen Pariser Lebenswelt. “Die Komposition dieses Selbstporträts erinnert an die italienische Renaissance-Malerei aus dem 16. Jahrhundert. Durch die klar umrissene Körpersilhouette sowie die feine Modellierung von Gesicht, Händen und Gesicht werden aber auch Einflüsse der klassizistischen Porträtkunst deutlich”, erläutert Kurator Alexander Eiling anlässlich des ersten „Tweetups“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. „Twittersalon – Mit Degas durch die Nacht” so der Titel der Veranstaltung, die von den „Kulturkonsorten“ aus München mitorganisiert wurde. #degasskk Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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