21. August 2015

Heimat: “Ein Abend mit zwei KA300-Volunteers”

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Das sind Julia und Marek

 

Von Berlin nach Karlsruhe

Marek Baaß fasste die Entscheidung blitzschnell. Als er im Internet las, dass für den Stadtgeburtstag noch Volunteers gesucht werden, klickte er sich durch die Seiten, bewarb sich, zack, dabei. „Ich wohne seit mehr als 15 Jahren hier, fühle mich wohl und möchte der Stadt nun auf diesem Weg etwas zurückgeben”, sagt er an diesem sonnigen Abend im Schlossgarten. Einen Ka300-Hut hat er auf, dazu ein blaues Volunteers-T-Shirt und ein laminiertes Namensschild baumelt an einem Band vor seiner Brust. Im Vergleich zu seiner Heimatstadt Berlin schätze er vor allem die überschaubare Größe Karlsruhes, die verlässliche Art der Badener und die vielen Grünflächen, sagt der 35-Jährige.

Mehr als 300 freiwillige Helfer

Marek ist einer von mehr als 300 Volunteers, die unter der Leitung von Cathrin Batzner bei den Veranstaltungen rund um den 300. Stadtgeburtstag aktiv sind. Sie stehen bei Fragen im Schlossgarten zur Verfügung, helfen bei Stadtteilfesten aus und empfangen neue Besucher am Hauptbahnhof. Auch Julia Wolf gehört zum Team. Die 30-Jährige hatte das Glück, bei einer Veranstaltung mit Bundespräsidenten Joachim Gauck und Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann an der Garderobe helfen zu dürfen. „Es gab fast niemand seine Jacke ab”, erinnert sie sich. So konnte Julia das Geschehen im Pavillon in Ruhe beobachten. „Eine tolle Erfahrung.”

Großer Zusammenhalt im Team

Mareks Einsatzzahl ist inzwischen schon zweistellig. „Bei einem Konzert des Senioren-Orchesters half ich die Instrumente auf die Bühne tragen”, erzählt er. Oder bei den Schlosslichtspielen erklärte er Interessierten, wie sie beim interaktiven Computerspiel mitmachen können. „Es ist ein tolles Gefühl, Teil des Volunteers-Teams zu sein”, sagt er. Der Zusammenhalt sei groß. Das empfindet auch Julia so. „Ich bin gerne ein Gesicht des Stadtgeburtstags”, sagt sie. Wenn sie mit ihrer Volunteers-Kleidung durch den Schlossgarten läuft, sprechen sie Besucher an, fragen etwas, kommen mit ihr ins Gespräch.

Kein Ende in Sicht

Das Ende des Festivalsommers rückt nun immer näher. Kommt da schon wenig Wehmut auf? „Ein bisschen schon”, sagt Julia. Aber da das Volunteers-Team auch über den Stadtgeburtstag  hinaus bei Veranstaltungen eingesetzt werden soll, ist ein Ende ihres freiwilligen Engagements erstmal nicht in Sicht.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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