3. Mai 2021

Krimskrams: “Ein Nachmittag mit Laura Buschbeck”

Laura Buschbeck
Das ist Laura.

Laura Buschbeck: Kunst, die den Rahmen sprengt!

Laura Buschbeck liebt es, Chaos zu bändigen. Wenn sie mit einer neuen Arbeit beginnt, legt sie die Leinwand zunächst auf den Boden, greift zu Tusche und Wasser, schüttet beides darauf. Wo es von dort aus hingehen wird? „Das weiß ich am Anfang meist noch nicht, das ergibt sich erst im Prozess“, erklärt mir die Künstlerin, als ich sie im April an einem sonnigen Sonntagnachmittag in ihrem Atelier in der Viktoriastraße 12 (V12) besuche.

Mithilfe von Pinsel und Farbe bringt die 29-Jährige danach Struktur auf die Leinwand, fängt das Motiv wieder ein, kontrolliert es. Formt Elemente, die an Landschaften erinnern, an Wasserflächen, Vulkane, Berge und Blätter. Es sind abstrakte Werke, die der Fantasie freien Lauf lassen, eine Sogkraft haben, Lebendigkeit und Dynamik ausstrahlen, mich an den Urknall denken lassen.

Laura Buschbeck erhielt für ihre Arbeit bereits ein Stipendium der Baden-Württemberg Stiftung, den Preis der baden-württembergischen Landesstiftung „Humanismus heute“. Außerdem wurde sie 2019 mit dem Kunstpreis „Künstler in Baden-Baden“ ausgezeichnet. Sie ist die jüngste Künstlerin, die diesen Preis jemals erhielt.

„Es lief gerade alles so gut, dann kam Corona“, erzählt mir Laura bei meinem Besuch. Das bedeutet bis heute für sie: keine Ausstellung mehr, keine Möglichkeit, ihre Werke einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen. Eine frustrierende Situation. Nun ist zumindest eines ihrer Werke anlässlich des Kunstprojekts „Projekt F“ bis 8. Juni im „Kirchenfenster“ in der Erbprinzenstraße 14 zu sehen.

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15. April 2021

Karlsruhe: Stehen die Nordbecken Ateliers vor dem Aus?

Nordbecken Karlsruhe

Die Nordbecken Ateliers in Karlsruhe: mehr als Arbeitsräume!

Es war an einem Samstag im Juni 2013, als ich das erste Mal die große Lagerhalle der Ateliergemeinschaft Nordbecken betrat. Mit dem Fahrrad hatte ich mich auf den rund 25 Minuten langen Weg von der Innenstadt zum Rheinhafen gemacht. Hatte die hektische Stadt verlassen und war eingetaucht in das gemächliche Treiben des Industriegebiets am Wochenende. Ich kam vorbei an großen Containern, Schutt und Frachtschiffen. Sah die Windräder auf dem Energieberg monoton ihre Runden drehen.

Als mir Nemanja Sarbajic und Tobias Talbot damals die Tür zu ihrem Atelier öffneten, war ich vom ersten Moment an fasziniert. Leinwände, Pinsel, Farben, Grünpflanzen und sogar eine Schaukel. Wäre Kreativität ein Ort, stünde das Nordbecken exemplarisch dafür.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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