30. August 2017

Heimat: “Ein Abend im Café NUN”

Alle Fotos: Café NUN

Ein Wohnzimmer für die Oststadt: Das Café NUN öffnet wieder

Es ist eine kleine, grüne Oase zwischen all dem Asphalt und Beton: Manuel und ich sitzen an diesem Spätsommerabend vor dem Cafe NUN in der Gottesauerstraße 35 auf Holzstühlen – umgeben von Beeten, in denen Zucchini und Radieschen munter vor sich hin wachsen, und großen Grünpflanzen, die die Autos, die gelegentlich vorbei sausen, verdecken und so vergessen lassen, dass wir uns inmitten der Stadt befinden.

Am 29. September, 11 Uhr, eröffnet das Café NUN wieder – nach zwei Jahren Pause. Selten habe ich mich so sehr über eine Nachricht aus dem Karlsruher Stadtleben gefreut. Deshalb habe ich Manuel geschrieben, wollte mich mit ihm treffen, um zu erfahren, was nun alles geplant ist. Es hört sich wunderbar an: Konzerte, DIY-Workshops, Ausstellungen und feste Öffnungszeiten von mittwochs bis samstags – das Café NUN kommt mit einem bunten Angebot zurück. Die erste kulturelle Veranstaltung ist am 3. Oktober mit dem Kabarett von „Die Wahrhaft Schwachen“ anlässlich der Karlsruher Literaturtage. Weiterlesen »

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26. Februar 2017

Heimat: “Ein Mittag bei ,SOUP DU JOUR'”

Das sind Melina, Katharina und Sarah vom Verein “SOUP DU JOUR”.

Austausch mit Suppe

Langsam schiebt der ältere Herr seinen Rollator über das Kopfsteinpflaster am Werderplatz, es ruckelt leicht, sein Vorankommen ist schleppend, doch zielorientiert: Er möchte zum Pavillon des Vereins “SOUP DU JOUR”. Dort gibt es an diesem Samstag Suppe – auf Spendenbasis, nach dem Prinzip: Jeder bezahlt soviel er kann und möchte. „Darf ich einen Nachschlag haben“, fragt der ältere Herr nun Sarah von Keudell, die an diesem Morgen hinter der Theke gerade die Bestellungen entgegennimmt. „Klar, sehr gerne“, antwortet sie ihm, nimmt seinen Pappteller entgegen und dreht sich um zu dem großen Warmhaltebehälter, in dem sich 80 Liter dampfende Wirsing-Kartoffel-Möhrensuppe befinden.


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19. Januar 2016

Heimat: “Das Ehrenamt”

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Langweilige Sonntage!

Es war im Herbst 2014, als ich ins Ehrenamt hineinrutschte. Ich war gerade Single und überlegte mir, was ich mit diesen verdammten Sonntagen nun eigentlich anfangen soll. Denn, ganz ehrlich, als Single können Sonntage ganz schön ätzend sein. Schön reden? Nur begrenzt möglich. Pärchen-Freunde sind meist miteinander beschäftigt, machen Spaziergänge, schauen den ganzen Tag Serien oder kochen mehrgängige Menüs. Zu zweit ist man eben weniger allein.

 

20 Schritte in zwölf Stunden

Die ersten Wochen machte es mir noch Spaß, den ganzen Sonntag nur zwischen Bett, Sofa, Laptop und Fernseher hin und her zu wandern. Der Schlafanzug blieb natürlich an. Ich schaffte maximal 20 Schritte in zwölf Stunden und sprach kein Wort mit jemanden. Eine Premium-Tiefkühlpizza gabs zum Abendessen. Manchmal blickte ich noch aus dem Fenster und goss die Blumen. Doch nach ein paar Wochen bekam ich einen Knall. Ich wollte etwas tun, was Freude macht, sinnvoll ist, und für das es sich lohnt, den Schlafanzug auch mal auszuziehen.

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29. Januar 2015

Heimat: “Ein Abend mit Hannah”

Schönes Projekt des Staatstheaters

Dicke Schneeflocken purzeln vom Himmel, als Hannah und ich unsere „Kulturlotsen“-Premiere haben. Die Theateraufführung von „Tschick“ soll es sein. Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf. „Eigentlich mag ich lieber Ballett“, erzählt die Zwölfjährige. Der Nussknacker, Dornröschen, Giselle, Momo – mit ihrer alten Kulturlotsin besuchte Hannah fast ausschließlich filigrane Tanz-Aufführungen. „In Schwanensee war ich sogar dreimal“, sagt sie und grinst. Mit mir soll es nun mehr Schauspiel sein. Hannah blickt noch skeptisch.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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