1. Oktober 2017

Fernweh: “Sunny Scotland – Edinburgh”

Hallo fremder Mann!

Falsches Haus, falscher Mann. Es ist kurz vor 9 Uhr und ich stehe in Stockbridge völlig übermüdet in einer fremden Wohnung – meinen riesigen Koffer in der einen, einen Kaffee-Pappbecher in der anderen Hand und meinen vollbepackten Rucksack auf dem Rücken. Fünf Stockwerke bis hoch unter das Dach habe ich den ganzen Krempel geschleppt. Und nun das: „Nein, ich vermiete kein Airbnb-Zimmer“, sagt mir der zunächst noch unbekannte Mann und muss dann lachen. „Komm aber rein, wir schauen zusammen, wo du hinmusst.“ Es ist eine sehr nette Begegnung, die ich gleich zu Beginn in dem hübschen Stadtviertel in Edinburgh habe – und es wird nicht die letzte bleiben.

 

Weiterlesen »

keine Kommentare
30. August 2017

Heimat: “Ein Abend im Café NUN”

Alle Fotos: Café NUN

Ein Wohnzimmer für die Oststadt: Das Café NUN öffnet wieder

Es ist eine kleine, grüne Oase zwischen all dem Asphalt und Beton: Manuel und ich sitzen an diesem Spätsommerabend vor dem Cafe NUN in der Gottesauerstraße 35 auf Holzstühlen – umgeben von Beeten, in denen Zucchini und Radieschen munter vor sich hin wachsen, und großen Grünpflanzen, die die Autos, die gelegentlich vorbei sausen, verdecken und so vergessen lassen, dass wir uns inmitten der Stadt befinden.

Am 29. September, 11 Uhr, eröffnet das Café NUN wieder – nach zwei Jahren Pause. Selten habe ich mich so sehr über eine Nachricht aus dem Karlsruher Stadtleben gefreut. Deshalb habe ich Manuel geschrieben, wollte mich mit ihm treffen, um zu erfahren, was nun alles geplant ist. Es hört sich wunderbar an: Konzerte, DIY-Workshops, Ausstellungen und feste Öffnungszeiten von mittwochs bis samstags – das Café NUN kommt mit einem bunten Angebot zurück. Die erste kulturelle Veranstaltung ist am 3. Oktober mit dem Kabarett von „Die Wahrhaft Schwachen“ anlässlich der Karlsruher Literaturtage. Weiterlesen »

keine Kommentare
28. Dezember 2016

Fernweh: “Abenteuerliches Athen – 6 Tage in Exarchia”


Ein Besuch in Exarchia

Streetart, verriegelte Häuser, viele Künstler und Studenten: Es war im Zuge der Flüchtlingskrise, als ich das erste Mal von Athens Stadtteil Exarchia hörte. Dort hatten Aktivsten aus der linken Szene Häuser besetzt und sie als Unterkünfte an geflüchtete Menschen übergeben. Was verbirgt sich hinter diesem Stadtteil, aus dem sich die Polizei weitgehend zurückgezogen hat, in dem sich Menschen aber gegenseitig helfen, eine eigene Gesundheitsversorgung aufgebaut haben und sich in Cafés zum Austausch treffen? In dem die Kultur boomt, viele Akademiker wohnen, aber auch Mülltonnen brennen und der Drogenhandel auf öffentlichen Plätzen stattfindet.

Ich wollte mir selbst ein Bild davon machen, fragte eine Freundin, ob sie mitkommen möchte – und sie sagte ja. Über Airbnb suchten wir uns dann Anfang November eine Unterkunft in Exarchia. Es war das Angebot von Romanos, das uns beiden sofort zusagte. Bunte Möbel, zentral und mit tollen Bewertungen. https://www.airbnb.de/rooms/905315

Weiterlesen »

keine Kommentare
31. Juli 2016

Fernweh: “Crazy in love: Barcelona II”

IMG_6663

Ein Herz für Wermut <3

Wermut! Es verging ehrlicherweise kaum ein Abend in Barcelona, an dem ich nicht in einer Kneipe oder einer Bar landete und mich durch verschiedene Varianten probierte – manchmal gab es nur Martini Rosso für fünf Euro das Glas, in zahlreichen Läden in Raval aber auch die Haus-Sorten für weniger als drei Euro. Sehr leckeren Wermut gab es beispielsweise in den Bars “La Monroe” oder “KINO”.

Weiterlesen »

keine Kommentare
24. Oktober 2015

Fernweh: “7 Tage Portugal – Porto II”

DSC_1746

Porto Tag 3

Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, in Porto an einem Sonntagmorgen ein schönes Café zum Frühstücken zu finden. Nachdem wir schon am vorherigen Tag zwar billig, aber in eher steriler Atmosphäre aßen, wollen wir nun etwas Hübsches. Zweite Bedingung: Es soll nicht so weit weg sein. Kaffee schnell nach dem Aufstehen ist indiskutabel. Also blättern wir gezielt unseren Reiseführer durch – und stellen erstaunt fest: Alle Cafés, die in 20-Minuten-Fußweg-Umgebung liegen, haben sonntags nicht geöffnet. Schade. So landen wir in der Santa Catarina wieder in einem Laden, der zwar unfassbar billig ist, aber in dem wir ewig warten müssen – und dann auch noch andere Dinge als bestellt bekommen. Aber Hauptsache: endlich Kaffee, Toast und Sandwiches. Weiterlesen »

keine Kommentare
24. September 2013

Fernweh: “Roadtrip V – Insel Møn”

2. Stopp: Insel Møn

DSC_0891

Krimskrams und ein idyllischer Park

Ein Trödelmarkt und zahlreiche Sozialkaufhäuser – nach dem Frühstück in Tiendegarden machten wir uns auf nach Stege, dem Hauptort der Insel Møn. Hauptort klingt riesig, Stege ist jedoch sehr überschaubar. Weniger als 4000 Menschen leben dort. Gleichwohl fanden wir in der Hauptstraße, der Storegarde, einige kleine Geschäfte, in denen wir unter anderem Porzellan und Seifenspender kauften. Außerdem ergatterte Catharina experimentelle Kleidung.

Weiterlesen »

keine Kommentare
28. März 2013

Heimat: “Café Vanguarde”

 

DSC_0430

Nora Braun

DSC_0437

 

 

 

 

 

DSC_0462

DSC_0468

Schnell dreht sich die Mühle in Nora Brauns Hand. Aus den braunen Bohnen wird in Sekundenschnelle feines Pulver. Laut rattert kurz darauf die Kaffeemaschine, die heiße Flüssigkeit schießt in die weiße Porzellantasse, füllt sie aus. Es duftet angenehm im Café Vanguarde.

Wo am Wochenende Hip-Hop und elektronische Klänge ertönen, getanzt wird bis in die frühen Morgenstunden, dort ist seit Mitte März tagsüber auch ein Cafébetrieb. Zwischen 10 und 17 Uhr steht Nora Braun hinter der Theke, bedient die Gäste, sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Auch an diesem Tag stehen Tulpen auf den Vintagemöbeln. Ihre Blüten sind orangefarben, rot und weiß. Magazine warten auf Holztischen auf Leser.

Ein Co-Working-Space: Hinter dem Kulturraum Vanguarde steht Jakob Siegmund. Ihm war es bereits bei der Eröffnung im September wichtig, einen Ort zu schaffen, wo junge Kreative und Selbstständige arbeiten und sich austauschen können. So gibt es im Café nun außer Kaffee, Tee und Fritz-Cola auch freies W-Lan. Oben auf der Galerie hängen an den Wänden noch bis zur ersten Aprilwoche die Werke von David Bruchmann.

Zu Essen gibt es bislang noch nichts. “Wir haben keine Küche”, erläutert Nora Braun. Mittelfristig soll es aber Snacks geben. Bis es soweit ist, dürften beispielweise Sachen zum Frühstücken mitgebracht werden. “Ich sorge dann für die Getränke”, meint die Karlsruherin schmunzelnd. Normalerweise ist das Café am Wochenende geschlossen. Eine Ausnahme ist nun über Ostern. “Sowohl am Karfreitag als auch Ostersonntag ist offen”, erzählt Nora Braun. Über zahlreichen Besuch freue sie sich.

Weitere Informationen unter www.vanguar.de

DSC_0447

DSC_0452

DSC_0466

DSC_0450

Werke von David Bruchmann

DSC_0453DSC_0445

keine Kommentare
28. März 2013

Heimat: “Pâtisserie Ludwig”

 

Miriam Kungl

Das ist Miriam Kungl.

Es ist wie eine Reise in ein kleines französisches Café: Eclairs und Macarons liegen hübsch drapiert in der Glasvitrine, Croissants, Brioches und Pain de Chocolat warten in Körbchen auf Hungrige und Genießer. Am 22.Februar hat Konditormeister Sven Ludwig mit seiner Freundin Miriam Kungl in der Amalienstraße 39 sein kleines Geschäft eröffnet – eine Kombination aus Pâtisserie, Confiserie und Café. (Anmerkung: Inzwischen ist die Patisserie Ludwig in die Waldstraße 85 umgezogen).

DSC_0401

Nur wenige Wochen nach der Eröffnung herrscht bereits ein munteres Treiben in dem kleinen Lädchen. “Die Resonanz ist toll”, sagt Konditorin Miriam Kungl erfreut. Sie kümmert sich an diesem Morgen um den Verkauf und berät die Kunden. An sieben kleinen Tischen ist Platz, um in der Pâtisserie einen Kaffee zu trinken und eine kleine Köstlichkeit zu probieren.
Sven Ludwig steht wenige hundert Meter weiter im Karlshof in der Backstube und sorgt mit Josia Ockert für Nachschub. “Wir machen alles selbst”, betont Miriam Kungl. Von der Schokolade über die Konfitüre bis hin zu leckeren Keksen. Sven Ludwig wurde für seine Arbeit mit dem Titel “Deutscher Meister im Konditorenhandwerk” belohnt.

DSC_0428

Auch die Osterhasen, die im weißen Holzregal stehen, sind selbst kreiert – sowohl von der Optik als auch vom Geschmack. Ein Knickohr und große Kulleraugen machen sie besonders. Neben ihnen liegen Pralinenostereier. “Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen”, verrät die 23-jährige Konditorin. Unter anderem in Himbeer/Rosé/Litchi und in Passionsfrucht/Karamell.

Keine Mogelpackung: “Der Geschmack ist uns sehr wichtig”, sagt sie. Die Törtchen sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch gut sein. Sie arbeiteten viel mit saisonalen Lebensmitteln. “Im Sommer beispielsweise mit Erdbeeren und Himbeeren.” Außerdem wird es selbstgemachtes Eis geben. “Wir bereiten kleine Schächtelchen mit zwei verschiedenen Sorten und Soße vor und bieten sie dann in einem Kühlschrank zum Verkauf an”, erläutert sie.

Kennengelernt haben sich Miriam Kungl und Sven Ludwig bei der Arbeit in Köln. Selbstständig machen wollten sie sich aber in Karlsruhe. “Ich mag die Stadt”, sagt Miriam Kungl. Auch die Nähe zu Frankreich schätze sie sehr.

Wer selbst einmal versuchen möchte, Törtchen, Macarons oder Pralinen zu backen, kann freitagabends bei einem Kurs in der Pâtisserie teilnehmen. Die Dauer beträgt zwischen drei und vier Stunden. Mitgebracht werden muss nichts – außer guter Laune, sagt Miriam Kungl schmunzelnd. Eine Anmeldung ist erforderlich. Auf der Homepage sind außerdem Rezepte abrufbar: www.patisserie-ludwig.de.

Schön, dass es sowas in Karlsruhe gibt. Ein Besuch lohnt!

Die Pâtisserie hat auch am Karfreitag und Ostersonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Ansonsten sind die Öffnungszeiten von dienstags bis samstags von 9 bis 18 Uhr. Sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen.

DSC_0417

DSC_0413

DSC_0421

DSC_0420

DSC_0418DSC_0402

1 Kommentar

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@mademoiselle_miriam