28. April 2021

Krimskrams: Ein Nachmittag im “intro CAFÉ”

intro Café Karlsruhe

Neues am Kronenplatz Karlsruhe: Das “intro CAFÉ” öffnet

Einige Variablen sind noch unbekannt, die Zuversicht ist trotzdem groß: Am kommenden Samstag, 1. Mai, öffnet das “intro CAFÉ” zum ersten Mal offiziell seine Türen – in den Räumen der ehemaligen “Coffeebox” direkt am Kronenplatz. Mitten in der Corona-Pandemie, noch ohne genaue Aussicht, ab wann es für die Gastronomie wieder Lockerungen gibt. Alles nur zum Mitnehmen, lautet deshalb vorerst die Maxime.

Als ich eine Woche zuvor mein Fahrrad auf dem Kronenplatz abschließe und die “intro CAFÉ”-Crew besuche, spüre ich schnell, wie riesig die Vorfreude ist.

Insgesamt sieben junge Karlsruher*innen haben sich für das “intro CAFÉ” zusammengetan und extra die “Schmons-GmbH” dafür gegründet. “Wir haben die Zusage, dass wir das Café betreiben dürfen, bereits seit Sommer 2020, wir wollen nun nicht mehr länger warten”, sagt Simon (Schmon) Englert. Der Tatendrang ist groß.

intro Café Karlsruhe
Das sind Herbert, Kristin und Schmon (von links)
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5. April 2021

Fernweh: Heiter bis wolkig – vier Tage in Leipzig

Alte Spinnerei Leipzig

Ein grauer Empfang in Leipzig

Leipzig empfängt uns stürmisch. Als wir an einem Samstagnachmittag im Oktober am Hauptbahnhof ankommen, prasseln die Regentropfen mit voller Wucht vom Himmel. Die Pfützen auf dem grauen Betonboden bilden kleine Seen, lassen sich mit den Rollkoffern nur schwer umrunden.

Ein dichter Grauschleier liegt über der Stadt. In der S-Bahn, die uns in den Stadtteil Plagwitz bringt, sind die Scheiben so milchig beschlagen, dass uns erst mal ein Blick nach draußen verwehrt bleibt. Leipzig ziert sich, gibt sich geheimnisvoll.

Vier Tage Leipzig, fünf Tage Füssen. Erst der Osten, dann der Süden Deutschlands – so ist der Plan für unseren Urlaub. Groß war der Wunsch gewesen, von Leipzig nach Lissabon zu fliegen, doch die Inzidenz-Werte in Portugal stiegen in die Höhe, wir blieben am Boden.

Nun also ein Zug-Trip – zuerst zu einer Freundin, die in Leipzig am Theater arbeitet, danach zu den hübschen Seen und Bergen Bayerns, von denen ich seit dem Wanderurlaub rund um den Walchensee so angetan bin.

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20. Februar 2021

Krimskrams: “Ein Nachmittag im iaro”

iaro Karlsruhe
iaro Karlsruhe (Foto: Elias Siebert)

Qualität und Liebe zum Detail: Das iaro in Karlsruhe

Es ist ein Lichtblick inmitten der tristen Corona-Pandemiezeit: Nabila und Armin Zandieh sitzen am Valentinstag strahlend in ihrem Café iaro. Sie haben sich getraut und trotz der derzeit widrigen Umstände am 18. Dezember 2020 ihren Laden eröffnet – vorübergehend mit einer kleinen Karte und alles nur zum Mitnehmen.

Es duftet nach Kaffee und frisch gebackenem Bananenbrot, als wir uns im hinteren Teil des Cafés hinsetzen. Im Ofen sind gerade noch Croissants, die langsam aufgehen und golden schimmern.

Eine Plane trennt diesen hinteren Bereich von dem Verkaufsraum, der nach außen verglast ist. Die Schlange davor ist lang – am Tag meines Besuchs, aber auch ansonsten. „Wir sind überglücklich, dass die Nachfrage so schnell so groß ist“, sagt Nabila. „Es hätte nicht besser laufen können“, ergänzt Armin.

Nabila und Armin Zandieh I iaro Karlsruhe
Das sind Nabila und Armin (Foto: Dagmar Kominek)
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7. Februar 2021

Krimskrams: Ein Interview mit Vanessa von „Life is better with Buttercream“

Life is better with Buttercream I Vanessa Dettenberg
Das ist Vanessa. Alle Fotos sind von Katja Sievers.

„Life is better with Buttercream“: vegane Köstlichkeiten!

Ihre veganen Törtchen und Cupcakes sehen aus wie Kunstwerke. Sie funkeln, glitzern und sind mit Perlen, Salzbrezeln oder Schokolade verziert. Vegan-Cake-Artist Vanessa Dettenberg hat vor zwei Jahren das Unternehmen „Life is better with Buttercream“ ins Leben gerufen.

Das Besondere: Ihre Kreationen sind alle vegan. Es gibt sie inzwischen in verschiedenen Läden sowie Cafés in Karlsruhe zu kaufen – und auch darüber hinaus in anderen Städten.

Wie es dazu kam und was derzeit die größten Herausforderungen für Vanessa sind, habe ich sie im Interview gefragt. Hier kommen die Antworten.

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28. Dezember 2020

Fernweh: “Abenteuerliches Athen – 6 Tage in Exarchia”

Exarchia
Reisen: Ein paar Tage im Athener Stadtteil Exarchia

Streetart, verriegelte Häuser, viele Künstler und Studenten: Es war im Zuge der Flüchtlingskrise, als ich das erste Mal von Athens Stadtteil Exarchia hörte. Dort hatten Aktivsten aus der linken Szene Häuser besetzt und sie als Unterkünfte an geflüchtete Menschen übergeben. Was verbirgt sich hinter diesem Stadtteil, aus dem sich die Polizei weitgehend zurückgezogen hat, in dem sich Menschen aber gegenseitig helfen, eine eigene Gesundheitsversorgung aufgebaut haben und sich in Cafés zum Austausch treffen? In dem die Kultur boomt, viele Akademiker wohnen, aber auch Mülltonnen brennen und der Drogenhandel auf öffentlichen Plätzen stattfindet.

Ich wollte mir selbst ein Bild davon machen, fragte eine Freundin, ob sie mitkommen möchte – und sie sagte ja. Über Airbnb suchten wir uns dann Anfang November eine Unterkunft in Exarchia. Es war das Angebot von Romanos, das uns beiden sofort zusagte. Bunte Möbel, zentral und mit tollen Bewertungen. https://www.airbnb.de/rooms/905315

Exarchia

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10. November 2020

Fernweh: “Liebenswertes Ljubljana”

 Ljubljana

Alleine Reisen: ein Ausflug nach Ljubljana

Wer im Alltag ein wenig Langweile hat, sollte im tiefsten Winter alleine mit dem Flixbus von Karlsruhe nach Ljubljana fahren – und sich dort in eine Schein-WG einmieten. Ich garantiere: Noch viele Monate später wirken die Erinnerungen nach.

Äußerst spontan hatte ich mich im vergangenen Jahr für einen Urlaub in Slowenien entschieden. Die Kündigung für meinen damaligen Job war gerade abgeschickt, der Vertrag beim neuen Arbeitgeber bereits unterschrieben. Am 1. Januar sollte es losgehen. Den kompletten Dezember hatte ich dadurch frei. Was tun in den vier Wochen? Zürich! Das stand zuerst mit zwei Freundinnen auf dem Plan. Danach wollte ich aber nochmals alleine weg. Nur wohin so kurz vor Weihnachten?

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30. August 2020

Heimat: “Ein Abend im Café NUN”

Alle Fotos: Café NUN

Ein Wohnzimmer für die Karlsruher Oststadt: Das Café NUN öffnet wieder

Es ist eine kleine, grüne Oase zwischen all dem Asphalt und Beton: Manuel und ich sitzen an diesem Spätsommerabend vor dem Cafe NUN in der Gottesauerstraße 35 auf Holzstühlen – umgeben von Beeten, in denen Zucchini und Radieschen munter vor sich hin wachsen, und großen Grünpflanzen, die die Autos, die gelegentlich vorbei sausen, verdecken und so vergessen lassen, dass wir uns inmitten der Stadt befinden.

Am 29. September, 11 Uhr, eröffnet das Café NUN wieder – nach zwei Jahren Pause. Selten habe ich mich so sehr über eine Nachricht aus dem Karlsruher Stadtleben gefreut. Deshalb habe ich Manuel geschrieben, wollte mich mit ihm treffen, um zu erfahren, was nun alles geplant ist. Es hört sich wunderbar an: Konzerte, DIY-Workshops, Ausstellungen und feste Öffnungszeiten von mittwochs bis samstags – das Café NUN kommt mit einem bunten Angebot zurück. Die erste kulturelle Veranstaltung ist am 3. Oktober mit dem Kabarett von „Die Wahrhaft Schwachen“ anlässlich der Karlsruher Literaturtage. Weiterlesen »

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13. April 2020

Fernweh: “Valencia”

Valencia

Sechs Tage alleine in Valencia

Valencia. Zutiefest verwirrt komme ich in der spanischen Stadt an, klar sortiert verlasse ich sie wieder. Nur wenige Wochen vor dieser Reise bin ich in einen neuen Job gestartet, voller Freude, Energie und Tatendrang. Die Ernüchterung kommt schnell. Innerhalb kürzester Zeit weiß ich: Dort kann ich nicht bleiben, auf gar keinen Fall. Nur: Was dann?

In meinem Kopf schlagen zu dieser Zeit die Gedanken Purzelbäume. Wo möchte ich mich bewerben? Wie stelle ich mir meine Zukunft überhaupt vor? Soll ich nochmals in eine andere Stadt?

Schnell wird mir klar: Ich muss für eine Woche raus, alleine sein, in Ruhe nachdenken und die ersten Bewerbungen schreiben. Aber was für eine Stadt passt gut für dieses Bedürfnisse? Wo gibt es Meer, schöne Cafés, Museen und ein buntes Angebot zur Zerstreuung?

Da fällt mir ein: Eine Freundin war kurze Zeit davor in Valencia, hatte mir Fotos geschickt, von Orangenbäumen, vom Meer, von einem strahlend blauen Himmel. Über Airbnb finde ich bei einem Herrn namens Alex ein schönes WG-Zimmer, ein Schnäppchen für 18 Euro die Nacht, von Frankfurt aus geht wenige Tage später ein Flug. Ich buche, packe meinen Koffer – und ziehe los.

Es war die perfekte Entscheidung, die sechs Tage alleine in Valencia haben mein Leben wieder in die richtige Bahn gelenkt – auch dank der Bekanntschaft eines illustren Herrn. Aber alles der Reihe nach.

Valencia
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6. Februar 2020

Heimat: “Ein Morgen mit Craig Judkins im Electric Eel”

Das ist Craig. (Foto: Sebastian Heck)

Ein fester Anker am Werderplatz Karlsruhe: das Electric Eel

Sonntagmorgen. Die Kaffeemaschine läuft gerade auf Hochtouren, als ich im Electric Eel ankomme. Es klackt und brummt leise. Auf dem Plattenspieler dreht eine Vinylscheibe ihre Runden, entspannte Musik summt aus den Lautsprechern. Besitzer Craig Judkins steht gutgelaunt hinter der Theke, eine schwarze Wollmütze bändigt seine graumelierten Haare. „Alles gut bei dir?“, fragt er mich auf Englisch. Ich nicke und setze mich.

Vor etwa 2,5 Jahren eröffnete der gebürtige Amerikaner die Bar am Werderplatz. Wo einst bemalte Fliesen und Vintagemöbel dem Vorgänger Bento eine gemütliche, aber auch raue Atmosphäre gaben, zogen stilvolle Möbel ein – in warmen Braun- und Goldtönen. Die handgeschriebene Getränkeliste an der Wand verschwand, eine mehrseitige Karte mit außergewöhnlichen Drinks liegt nun auf dem Tisch. Darauf zu finden: hausgemachte Limonaden mit Rosmarin oder Blaubeeren, Espresso Tonic, Craft Beer und Cocktails mit Namen wie Roses are free. Die Veränderung war enorm, die Skepsis vor allem bei Bento-Stammgästen zunächst groß. Sie hat sich aber inzwischen gelegt. Das Electric Eel ist fest am Werderplatz etabliert.

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24. Oktober 2019

Fernweh: “7 Tage Portugal – Porto II”

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Urlaub in Porto: Wo frühstücken wir?

Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, in Porto an einem Sonntagmorgen ein schönes Café zum Frühstücken zu finden. Nachdem wir schon am vorherigen Tag zwar billig, aber in eher steriler Atmosphäre aßen, wollen wir nun etwas Hübsches. Zweite Bedingung: Es soll nicht so weit weg sein. Kaffee schnell nach dem Aufstehen ist indiskutabel. Also blättern wir gezielt unseren Reiseführer durch – und stellen erstaunt fest: Alle Cafés, die in 20-Minuten-Fußweg-Umgebung liegen, haben sonntags nicht geöffnet. Schade. So landen wir in der Santa Catarina wieder in einem Laden, der zwar unfassbar billig ist, aber in dem wir ewig warten müssen – und dann auch noch andere Dinge als bestellt bekommen. Aber Hauptsache: endlich Kaffee, Toast und Sandwiches. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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