13. März 2017

Heimat: “Ein Besuch bei ,Inschrift Heimat'”


Wie klingt Heimat?

Es piepst, summt und klingelt auf die verschiedensten Arten. Hoch, tief, mehrmals hintereinander. Dann ist die Stimme eines jungen Manns zu hören. Er beginnt zu erzählen, von whatsapp und Instagram, den Apps, mit denen er sein Leben organisiert. Für die er viel Zeit aufwendet, die zu seinem Leben dazu gehören, die Verknüpfungspunkt zu seinen Freunden sind. „Nur Facebook ist bei uns inzwischen out“, sagt er. „Da sind auch meine Eltern angemeldet.“

Foto: Kai Rußwurm

Die Stimme des jungen Herrn tönt aus einer kleinen schwarzen Box, die in einer Unterführung auf dem Schlachthofgelände hängt. Insgesamt neun solcher Lautsprecher mit MP3-Player sind dort verteilt. Aus jeder einzelnen Box strömen an diesem Abend Geschichten und Klänge, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

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26. Februar 2017

Heimat: “Ein Mittag bei ,SOUP DU JOUR'”

Das sind Melina, Katharina und Sarah vom Verein “SOUP DU JOUR”.

Austausch mit Suppe

Langsam schiebt der ältere Herr seinen Rollator über das Kopfsteinpflaster am Werderplatz, es ruckelt leicht, sein Vorankommen ist schleppend, doch zielorientiert: Er möchte zum Pavillon des Vereins “SOUP DU JOUR”. Dort gibt es an diesem Samstag Suppe – auf Spendenbasis, nach dem Prinzip: Jeder bezahlt soviel er kann und möchte. „Darf ich einen Nachschlag haben“, fragt der ältere Herr nun Sarah von Keudell, die an diesem Morgen hinter der Theke gerade die Bestellungen entgegennimmt. „Klar, sehr gerne“, antwortet sie ihm, nimmt seinen Pappteller entgegen und dreht sich um zu dem großen Warmhaltebehälter, in dem sich 80 Liter dampfende Wirsing-Kartoffel-Möhrensuppe befinden.


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24. März 2016

Heimat: “Ein Abend mit Sabrina Kuhn im KULØR-Laden”

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Das ist Sabrina. (Foto: Barbara von Woellwarth)

Ein Geschenk für Karlsruhe

Raus aus dem Hinterhof, mitten auf den Werderplatz: Sabrina Kuhn von „KULØR“ eröffnet am Samstag, 26. März, in der Werderstraße 29 ihren ersten Laden. Und zwar genau dort, wo bis vor wenigen Monaten noch Planet Velo hippe Fahrräder im Angebot hatte. Auf mehr als 80 Quadratmetern hat die 27-Jährige nun Platz, ihre Keramikprodukte herzustellen, zu lagern und zu verkaufen. „Ich bin sehr glücklich darüber und hoffe, dass die Karlsruher den Laden gut annehmen.” Die „KULØR“-Laden-Eröffnung mit Sekt und Smørrebrød ist am Samstag von 12 bis 18 Uhr.

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Zweite Begegnung!

Sabrina empfängt mich in ihrem Laden wenige Tage vor der Eröffnung. Es ist unsere zweite Begegnung. Vor etwa mehr als zwei Jahren traf ich mich zum ersten Mal mit ihr, als sie kurz vor ihrem Abschluss an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe stand. Damals erzählte sie mir, wie es überhaupt zum Label kam: https://dieschreibmaschine.net/2014/01/31/heimat-ein-nachmittag-mit-sabrina-kuhn-von-kulor/ „Viel ist seither passiert“, sagt sie.  Weiterlesen »

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6. Dezember 2014

Heimat: “Ein Abend bei Kopf & Kragen”

Das sind Lisa und Benjamin.

Das sind Lisa und Benjamin.

New Things will come
Altes raus, Neues rein: Bei Kopf & Kragen sind Zeiten der Veränderungen angebrochen. „Statt großer Marken möchten wir ab März 2015 nur noch Produkte von regionalen Designern anbieten“, erläutert Lisa Groß, die hinter dem kombinierten Friseur- und Kleiderladen in der Südstadt steht. Fest steht bereits, dass es unter anderem T-Shirts und Pullis vom Label „Zur Anprobe“ geben wird sowie Accessoires von „A Kind of Jackthing“ und vom „Family Tree Shop“. Außerdem hat Friseurmeisterin Lisa Groß seit Anfang dieser Woche männliche Verstärkung im Friseurbereich erhalten: Der Karlsruher Benjamin Mayer arbeitet dort. „Wir bauten deshalb den Laden um und haben nun insgesamt fünf Arbeitsplätze zur Verfügung“, erzählt die 26-Jährige. Ab 2015 soll es bei Kopf & Kragen außerdem „Styling-Abende“ geben. Weiterlesen »

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20. Januar 2014

Heimat: “Ein Abend im Iuno”

 

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Sonntagabend. Der Wochenendansturm ist bewältigt, Andi Schwetz kann ein wenig durchatmen. Entspannt steht sie im Iuno hinter der Theke, plaudert mit zwei Stammgästen, erzählt ihnen von ihrer neuesten Gin-Entdeckung, dem „Bathtub“ aus New York. Ganz neu habe sie ihn im Sortiment, sagt sie. Das Interesse danach sei groß. „Innerhalb von nur zwei Abenden war die Flasche leer.“ Die Männer wollen testen.

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Das ist Andi.

Eine Kneipe mit Hamburger-Flair mitten auf dem Karlsruher Werderplatz: Seit 2009 führt Andi zusammen mit ihrer Kollegin Patricia das Iuno. Ein Gastronom aus der Hansestadt hatte die Bar im Jahr 2005 eröffnet, damals noch unter dem Namen “Gloria Süd”. Astra und Fritz-Kola landeten auf der Getränkekarte, eine Retro-Einrichtung mit schönem Schnickschnack sorgte für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre. Das Pendant zur Gloria Nord in Eimsbüttel war geschaffen.

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Andi stand bereits im Gloria Süd als Aushilfe hinter der Theke. Ihr Soziologie-Studium hatte sie gerade abgeschlossen, suchte nach dem passenden Job. Keine Sekunde zögerte sie deshalb, als sie das Angebot bekam, mit der damaligen Geschäftsführerin Patricia die Kneipe komplett zu übernehmen. Die Einrichtung, das Team, die Gäste: „Es passte einfach alles“, sagt sie heute.

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„Viel veränderten wir damals nicht“, erinnert sich Andi. Lediglich die Wände strichen sie in einem Orange-Farbton, passten die Deko an. „Wir hatten Glück, die Leute kamen von Beginn an gerne zu uns.” Zahlreiche Stammgäste sitzen so seit Jahren  an der Theke. Darunter sind viele bekannte Gesichter aus der Karlsruher Kreativszene – Künstler, Schauspieler, Freigeister, meist zwischen 25 und 35 Jahre alt, sagt sie. Auch Robert Stadlober schaute bereits zweimal vorbei, der Techno-DJ  Âme war jüngst an Weihnachten da. „Das Iuno ist für viele zu einem Wohnzimmer geworden.“

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Lesungen, Live-Bands, DJs am Samstag: „Wir versuchen unseren Gästen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten“, sagt Andi. So spielten bereits Perry O’Parson und Tom Mess im Iuno sowie Joe Astray. Eine Jazz-Combo von der Hochschule für Musik trat außerdem auf. „Wir sind offen für alles“, meint die Karlsruher Barfrau. Auch bei den Getränken. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Kombinationen, versuche innovativ zu sein“, fügt sie hinzu. Derzeit sei „Rosemary‘s Baby“ bei den Gästen sehr beliebt – eine Mischung aus Hendricks Gin, Holunderblütenlikör, Rosmarin-Elixier und Zitronensaft.

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Etwa 80 Gäste finden im Iuno Platz, sobald der Frühling ausbricht, nochmals weitere 120 auf den Bierbänken, die auf dem Werderplatz aufgestellt werden. „Wir veranstalten dort dieses Jahr bei der Fußball-Weltmeisterschaft wieder ein Public Viewing“, verrät Andi. Bratwürste werden dazu auf einem Grill gebrutzelt, Salate für Vegetarier angeboten.

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Insgesamt sechs Mädels und sechs Jungs arbeiten derzeit in der Bar am Werderplatz, sorgen dafür, dass die Gäste unterhalten werden, ihre Getränke bekommen. „Die Harmonie stimmt – das ist uns sehr wichtig“, sagt Andi. Besonders freue sie sich schon auf den fünften Iuno-Geburtstag, der am 30. April mit einer großen Party gefeiert wird. “Dann werden wieder die Tische und Stühle auf die Seite geschafft; so gibt es Platz zum Tanzen.” Das wird toll, sagt sie mit einem Funkeln in den Augen.

Geöffnet hat das Iuno täglich ab 18 Uhr. Unter der Woche schließt es meist zwischen 1 und 2 Uhr. Am Wochenende gegen 4 Uhr. Weitere Infos unter https://www.facebook.com/iuno.karlsruhe?fref=ts

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10. September 2013

Heimat: “Kopf&Kragen”

Lisa-Marie

Braunes Packpapier klebt im Schaufenster des Geschäfts in der Werderstraße 39. Ein Blick von außen in das Innere zu werfen – das ist derzeit nicht möglich. Wo es bis vor kurzem Hörgeräte zu kaufen gab, da entsteht nun Neues: Am Samstag, 28. September, öffnet „Kopf&Kragen“, eine Kombination aus Friseurladen und Boutique.

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Hinter „Kopf&Kragen“ stehen Lisa-Marie und Isabelle. Lisa-Marie ist gelernte Friseurin und kümmert sich um Haare und Makeup. Isabelle ist Modedesignerin und wählt die Kleidung aus – es soll hauptsächlich skandinavische Marken geben wie „minimum“ oder „mbyM“.

„Es ist ein großer Traum, der in Erfüllung geht“, sagt Lisa-Marie. Die 25-Jährige öffnet an diesem sonnigen Morgen die Tür und gewährt einen Einblick in den rund 100 Quadratmeter großen Raum. Seit 1. August hat sich in dem ehemaligen Hörgerätegeschäft einiges getan. „Wir haben eine Wand herausgerissen und versetzt“, erzählt sie. Außerdem wurde braunes Parkett verlegt und alles hell gestrichen.

Lisa-Marie beschreibt weiter: Schneideplätze und Waschbecken werden bald geliefert, eine Theke sowie Umkleidekabinen und Kleiderständer angebracht. „Wir trennen die beiden Bereiche aber nicht streng voneinander“, sagt sie. Im Friseurwartebereich sollen beispielsweise auch Kleider zu finden sein. „So können sich Kunden mit Stöbern die Zeit vertreiben.“

Der 25-Jährigen ist es bei der Raumaufteilung wichtig, dass nicht alles eng aufeinander steht, sondern Freifläche bleibt. „Die Menschen sollen sich wohl fühlen, die Kleider Platz zum Wirken haben.“ So wie es auch bei den „Kauf dich glücklich“-Läden der Fall ist. „Uns geht es nicht um Masse, vielmehr wollen wir Lieblingsteile anbieten“, sagt Lisa-Marie, die sich schon sehr auf den 28. September freut. „Von 19 bis 22 Uhr gibt es einen Sektempfang, zu dem jeder herzlich willkommen ist.“

Weitere Infos unter www.kopf-kragen.de

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9. Mai 2013

Heimat: “Werders Wohnzimmer”

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Bildende und darstellende Kunst, Improvisationstheater sowie Musik und Literatur: “Werders Wohnzimmer” lädt ein am Samstag, 11. Mai, zu einer spannenden Reise mitten im Herzen der Südstadt. Ab 19 Uhr präsentieren sich am Werderplatz mehr als 30 Künstler. Sie verändern laut Organisatorin Leoni Erhard vier Wohnungen sowie Bars und Schaufenster in einen Ort voller kultureller Überraschungen. Vergangenes Jahr war die Resonanz groß: Rund 1000 Besucher schauten sich bei “Werders Wohnzimmer” um.

Eindrücke von 2012:

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Zu 2013:
Werders Wohnzimmer beginnt um 19 Uhr vor dem Bento mit einem Opening-Act von Brot & Kunst. Für Catering-Leckereien sorgen an diesem Samstagabend “Kitchen and Soul”. Bis 1 Uhr nachts können die Besucher die zahlreichen Räume besichtigen und vielleicht eine neue Facette der Karlsruher Südstadt entdecken…

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Hannah Cooke zeigt dann in der Wilhelmstraße 36 ihre Beobachtungen des nächtlichen Schattenspiels in/aus ihrem Schlafzimmer. Titel ihrer Arbeit: “HÜBSCHSTRASSE ECKE KRIEGSSTRASSE”.

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Und Laia Ventayol Garcia baut (ähnlich wie auf diesem Bild) “Ein Haus daheim” in einem WG-Zimmer in der Marienstraße 41….

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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