20. September 2020

Heimat: “Ein Nachmittag mit beschriftet”

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Das sind Jörg, Simon, Dominik, Johanna, Thomas und Aleksej (hinten von links) sowie Annegret und Daniela (vorne von links).

beschriftet: Junge Straßenliteraten mit Texten to go

Sie ziehen durch die ganze Stadt – an vier Tagen, ausgerüstet mit Mikrofon und ganz schön vielen Worten. Die Autorengruppe beschriftet bringt vom morgigen Donnerstag bis Sonntag unter dem Motto „Unterwegs“ moderne Literatur mitten auf öffentliche Plätze in Karlsruhe – zweimal täglich, jeweils 20 Minuten lang.

„Diese Teaser-Lesungen sind Werbung für unsere zweistündige Hauptveranstaltung im Kinosaal in der ,Kurbel’ am Montag, 26. September,“, sagt Daniela Waßmer, ein Mitglied der beschriftet-Gruppe. Diese Hauptlesung ist ab 19 Uhr und läuft unter dem Motto „Angekommen“. Eingebettet sind die Veranstaltungen von „beschriftet“ in die Karlsruher Literaturtage 2016. Weiterlesen »

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11. September 2020

Heimat: “Ein Nachmittag mit dem HopOn/HopOff-Bus”

HopOn/HopOff-Bus Karlsruhe

Mit dem HopOn/HopOff-Bus durch Karlsruhe

Eigentlich kannte ich den roten Doppeldecker nur aus Großstädten. Berlin, London, Istanbul. Wer Sightseeing bequem und gebündelt haben möchte, kann sich in die Busse setzen und bekommt Information in passender Sprache ins Ohr gequasselt. Super easy, wenn auch nicht billig und eben für die Masse gemacht. Insider-Tipps exklusive.

Nun also auch Karlsruhe. Ich muss gestehen, ich war irritiert, als ich davon hörte, verdrehte die Augen und dachte: Was bitte bietet Karlsruhe alles für Stopps für eine zweistündige (!) Rundfahrt?! Ich mag Karlsruhe ja wirklich ganz gerne, aber dieses Projekt fand ich überdimensioniert. Große Sehenswürdigkeiten sind in der Stadt Mangelware, das kann man sich nur begrenzt schön reden. Nun wollte ich aber nicht lästern, ohne mir selbst ein Bild zu machen. Also fuhr ich einmal mit. Weiterlesen »

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30. Januar 2020

Heimat: “4 x Happy Birthday, Karlsruhe”

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Melle Munz

“Happy Birthday, Karlsruhe. Mich hat es 2014 nach sechs schönen Jahren in Mainz wieder zurück in meine Heimatstadt Karlsruhe gezogen. Ich fühlte mich in Mainz zwar immer sehr wohl. Aber gerade weil ich jetzt so lange nicht in Karlsruhe lebte, genieße ich die Rückkehr um so mehr.

Mit diesem Abstand zurückzukommen, hat den Vorteil, dass ich viele Dinge plötzlich viel intensiver wahrnehme. Vor allem auf dem Werderplatz hat sich in den sechs Jahren viel getan. Ich wohne direkt in der Südstadt, arbeite dort auch in einem Atelier und habe es dann zu einem Feierabend-Sekt mit netten Menschen nicht weit.

Wenn ich ein bisschen Abstand zum Stadttrubel brauche, finde ich in meinem Geburtsort Durlach immer ein schönes, ruhiges Plätzchen. Ich liebe den Markt dort. Und die Turmbergbahn erinnert mich immer an meine Kindheit: Für mich ist das der beste Sonntagsausflug.

Auch im Nachtleben hat sich in Karlsruhe einiges getan. Mit der ,Venus’ habe ich ein zweites Wohnzimmer gefunden, in dem auch Schote, Curlyman oder anderer guter Karlsruher Rap aus den Lautsprechern kommt. Denn das mag ich auch an der Fächerstadt: Karlsruher Rap.”

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25. Juni 2019

Heimat: “Ein Besuch bei Goldzünglein Karlsruhe”

Das sind Marcel und Daniel (von links)

Goldzünglein Karlsruhe: Zack, Boom, überrannt.

Es klackert, klirrt und kracht ganz leise: Knapp drei Minuten dauert es, bis Daniel und Marcel in ihrem Eiscafé „Goldzünglein“ ein gerolltes Eis in den Becher zaubern. Mit einer silbernen Spachtel verteilen sie dazu eine cremige Masse auf einer kalten Platte, werfen Oreo-Kekse oder Früchte dazu, hacken sie klein, verteilen die Masse erneut – solange, bis am Ende alles gefroren ist.

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14. Mai 2018

Kurioses: “Dates”

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Karlsruhe ist die Single-Hölle

Das Leben als Single ist in Karlsruhe nicht ganz so einfach. Es gibt Stimmen, die sagen: Karlsruhe ist die Single-Hölle. Ich widerspreche dem nie, ich nicke meist, minutenlang.

Als ich vor acht Jahren zum Arbeiten in die Fächerstadt zog, war ich zunächst nicht auf Männer-Suche. Deshalb fielen mir die Unterschiede zu Heidelberg erst gar nicht auf. Dort hatte ich studiert, Soziologie mit Politik und Psychologie. Ich muss sagen: Meine männlichen Kommilitonen waren nicht verkehrt. Freigeister, zu Diskussionen geneigt, weltoffen. Mit diesem Männerbild kam ich nach Karlsruhe – und wohnte in Wohngemeinschaften mit Maschinenbauern, Informatikern, Verfahrenstechnikern. Ich lernte dort schnell: Diese alleinstehenden Männer mögen Maultaschen und Pesto. Und sie ziehen Blockbuster Art-House-Filmen vor. Weiterlesen »

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25. September 2017

Heimat: Ein Nachmittag mit Mojique, Sarah, Nele und Janosch”

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Das ist Mojique Herrmann.

VW-Bus mitten in Rom geklaut

Mit Wasserflaschen und Milchbeuteln stand Mojique Herrmann mitten auf einer Straße in Rom, schaute erst nach links, dann nach rechts, aber was er sah war: nichts. Sein dunkelgrüner VW-Bus war weg. „Ich hatte ihn auf einem regulären Parktplatz am Straßenrand abgestellt, um im Supermarkt kurz Lebensmittel zu kaufen“, erinnert er sich. Nur wenige Minuten war er in dem Laden, doch die Diebe waren schnell.

In Mojiques Kopf begann es zu rattern, die Gedankenblitze fügten sich zusammen, dann war ihm klar: Der Familienurlaub mit seiner Frau und den beiden Kindern in Italien ist vorbei. Vorbei, bevor er richtig anfangen hat. „Ich war fassungslos“, erzählt er. Gefühle kamen auf, die sich in Worten nur schwer ausdrücken lassen. Panik, Angst und Wut. „Was nun?“ Mojique zückte sein Handy, rief die Polizei. Währenddessen stand seine Frau Sarah mit den beiden Kindern Nele und Janosch am Flughafen in Rom und wartete auf ihn. Vergeblich. Weiterlesen »

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18. März 2017

Kurioses: “WG – der Beginn”

Der Beginn.

Meine WG-Zeit war ein wenig wild. Wenn ich heute darauf zurückschaue, ist viel Melancholie in mir. Ja, ich werde richtig wehmütig, wenn ich an die tollen Sommerabende auf dem Balkon mit Kanister voller Wein, die Küchenpartys und die vielen netten Gespräche denke. Ach.

Top-Lage, schräges Haus!

Die erste WG in Karlsruhe war in der Kronenstraße. Sie lag zwischen einer Fußball-Kneipe mit Biergarten und einem alternativen Club. Unter meinem Fenster versammelten sich nachts Ultras und Punks, grölten, feierten Siege und trösteten sich bei Niederlagen. Es war immer etwas los. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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