13. März 2017

Heimat: “Ein Besuch bei ,Inschrift Heimat'”


Wie klingt Heimat?

Es piepst, summt und klingelt auf die verschiedensten Arten. Hoch, tief, mehrmals hintereinander. Dann ist die Stimme eines jungen Manns zu hören. Er beginnt zu erzählen, von whatsapp und Instagram, den Apps, mit denen er sein Leben organisiert. Für die er viel Zeit aufwendet, die zu seinem Leben dazu gehören, die Verknüpfungspunkt zu seinen Freunden sind. „Nur Facebook ist bei uns inzwischen out“, sagt er. „Da sind auch meine Eltern angemeldet.“

Foto: Kai Rußwurm

Die Stimme des jungen Herrn tönt aus einer kleinen schwarzen Box, die in einer Unterführung auf dem Schlachthofgelände hängt. Insgesamt neun solcher Lautsprecher mit MP3-Player sind dort verteilt. Aus jeder einzelnen Box strömen an diesem Abend Geschichten und Klänge, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

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11. September 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit dem HopOn/HopOff-Bus”

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Bequem durch Karlsruhe

Eigentlich kannte ich den roten Doppeldecker nur aus Großstädten. Berlin, London, Istanbul. Wer Sightseeing bequem und gebündelt haben möchte, kann sich in die Busse setzen und bekommt Information in passender Sprache ins Ohr gequasselt. Super easy, wenn auch nicht billig und eben für die Masse gemacht. Insider-Tipps exklusive.

Nun also auch Karlsruhe. Ich muss gestehen, ich war irritiert, als ich davon hörte, verdrehte die Augen und dachte: Was bitte bietet Karlsruhe alles für Stopps für eine zweistündige (!) Rundfahrt?! Ich mag Karlsruhe ja wirklich ganz gerne, aber dieses Projekt fand ich überdimensioniert. Große Sehenswürdigkeiten sind in der Stadt Mangelware, das kann man sich nur begrenzt schön reden. Da helfen auch keine Filter. Nun wollte ich aber nicht lästern, ohne mir selbst ein Bild zu machen. Ich suchte mir eine nette Begleitung, los ging es. Weiterlesen »

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29. März 2014

Heimat: “Vivant”

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Das sind Kan, Flo, Valentin und Vincent (von links)

Es ist ein zweiminütiger Trickfilm, der ganz am Ende des Gangs über einen Monitor flimmert. Sechs Meter müssen vom Eingang bis zu diesem Bildschirm zurückgelegt werden – kriechend. Die Installation „Vivant“, die ab heute, 20 Uhr, bis 19. April in Durlach beim Kunstverein Letschebach (Blumentor 12) zu bestaunen ist, ist eine physische Herausforderung für die Besucher. Sie ohne Anstrengung zu konsumieren – nicht möglich. Der Fokus von „Vivant“ liegt auf Perspektivwechsel. „Wir wollen, dass unsere Kunst bewusst wahrgenommen wird, nicht selbstverständlich erscheint“, erläutert Valentin Hennig. Er steht mit Vincent Wikström, Florian Fischer und Tao Kan Xu hinter dem facettenreichen Erlebnis. Kuratiert wird die Ausstellung von Mareen Wrobel und Andrea Bianchin.

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Auf knapp 40 Quadratmetern Fläche haben die vier Künstler ihr interaktives, multimediales Werk aufgebaut. Unterteilt ist die große Holzkonstruktion in verschiedene Bereiche, in denen der Besucher unterschiedliche Dinge erleben kann. In einem ganz kleinen Raum, links von dem Bildschirm, auf dem der Trickfilm flimmert, steht ein Sessel samt Tischchen. Ein roter Buzzer wartet auf Drückfreudige. Wer darauf haut, kann einer Diskussion zwischen Mann und Frau lauschen. Themenschwerpunkt: Schuhe.
„Die erste Idee zu ,Vivant‘ kam uns vor neun Monaten“, sagt Valentin, der an der Kunstakademie Karlsruhe sein Diplom machte. Gemeinsam mit seinen beiden Kommilitonen Flo und Kan sowie Vincent, der an der Hochschule für Musik studiert, feilte er neun Monate lang an einem Konzept – bis feststand: Das Werk soll Elemente der Videokunst, Architektur, Sensorik und Klanggestaltung kombinieren

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Viel Holz musste für die Konstruktion in den vergangenen Wochen nach Durlach gekarrt werden. Die vorbereitenden Arbeiten waren intensiv. „Deshalb haben wir uns für das Atelier vom Kunstverein Letschebach entschieden“, erläutert Valentin. Dort können die vier Künstler auf dem Gelände einer alten Brauerei 24 Stunden ohne Unterbrechung werkeln. „Unsere Schwerpunkte sind dabei klar unterteilt“, erläutern sie. Kan ist der Koordinator, Flo baute hauptsächlich die Installation, Vincent ist für Sensorik und die Tonarbeiten zuständig und Valentin für die filmischen Aspekte. „Wir ergänzen uns perfekt.“

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Das ist Vincent.

Sophie vom Kunstverein Letschebach leistete den vier Jungs beim Aufbau Gesellschaft, unterstützt sie. Seit 2011 besteht der Letschebach-Zusammenschluss, neun Personen gehören ihm derzeit an. Sie bieten in dem charismatischen Hinterhof Künstlern Ausstellungsfläche. Aber auch Lesungen oder kleinere Konzerte veranstalten sie. „Wir wollten Kreativen so eine Plattform bieten, um sich austauschen und Kontakte knüpfen zu können“, sagt Sophie. Anlässlich der Ausstellung findet am 16. April, 19 Uhr, ein öffentliches Künstlergespräch mit Dr. Laurence Rickels statt, Finissage ist am 19. April, 19 Uhr mit einem Konzert.

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Das sind Sophie und Valentin.

Weitere Infos unter www.vivantvivant.de und https://www.facebook.com/events/496755380436406/?fref=ts

Mehr zu Vincent: http://wp.me/p3915e-tw
Mehr zu Valentin: http://wp.me/p3915e-lq

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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