Schlagwort: Literatur

  • Buchkritik: „Erzähl mir alles“ von Elizabeth Strout

    Buchkritik: „Erzähl mir alles“ von Elizabeth Strout

    Elizabeth Strout berichtet in „Erzähl mir alles“ von Freundschaft, Liebe, Alter und den kleinen Dramen des Lebens. Mit Lucy Barton und Olive Kitteridge kehren bekannte Figuren zurück, dazu kommen viele neue Geschichten. Der Roman ist ruhig, klug und frei von Kitsch. Mir war er allerdings manchmal zu gemächlich und wenig überraschend – trotz eines Mordes.

  • Rezension: „Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner

    Rezension: „Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner

    Ein arbeitsloser Germanist, das schillernde Berlin der Weimarer Republik und eine Gesellschaft am Abgrund: Erich Kästners „Der Gang vor die Hunde“ wirkt heute erschreckend aktuell. Der Roman erzählt von Moral, Orientierungslosigkeit und dem Aufstieg extremistischer Kräfte. Doch lohnt sich die ungekürzte Originalfassung wirklich? Hier erfahrt ihr, warum dieses Buch bis heute beeindruckt.

  • Buchkritik: „4321“ von Paul Auster

    Buchkritik: „4321“ von Paul Auster

    Vier Leben, ein Mensch und unzählige Möglichkeiten: Paul Auster erzählt in „4321“ die Geschichte von Archie Ferguson gleich mehrrmals – und zeigt, wie kleine Zufälle ein ganzes Leben verändern können. Auf mehr als 1.200 Seiten entfaltet sich ein außergewöhnlicher Roman. Hier erfahrt ihr, warum dieses literarische Meisterwerk jede einzelne Seite wert ist.

  • Buchkritik: „Underground Railroad“ von Colson Whitehead

    Buchkritik: „Underground Railroad“ von Colson Whitehead

    Rezension: Ein Blick in das finstere Amerika: „Underground Railroad“ Erbarmungslos, grausam und an vielen Stellen kaum zum Aushalten: „Underground Railroad“ hat mich emotional fertiggemacht. Manche Absätze musste ich überspringen, weil die Beschreibungen über das Leben von Sklaven auf einer Baumwollplantage in Georgia so furchtbar waren, dass es mir den Magen zusammenzog, mich erschaudern ließ. Die Erzählungen von Autor Colson Whitehead…

  • Rezension: „Angerichtet“ von Herman Koch

    Rezension: „Angerichtet“ von Herman Koch

    Spannend bis zur letzten Seite: „Angerichtet“ von Herman Koch Selten hat mich ein Buch so nachhaltig beschäftigt wie „Angerichtet“, die Tragikomödie des Niederländers Herman Koch. Zu was sind Eltern in der Lage, um ihre Kinder zu schützen? Das ist die zentrale Frage. Herman Kochs Antwort ist erschütternd.

  • Buchkritik: „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt

    Buchkritik: „Was ich liebte“ von Siri Hustvedt

    Rezension zu „Was ich liebte“: vom netten Roman zum spannenden Thriller Es beginnt so harmlos. Als ich die ersten Seiten von „Was ich liebte“ zu lesen begann, dachte ich: „Ach, das liest sich aber schön.“ Bei den ersten rund 200 Seiten handelt es sich um einen netten Roman um zwei Künstler-Ehepaare, die in Brooklyn leben. Es geht um Leo und…

  • Buchkritik: „Blauwal der Erinnerung“ von Tanja Maljartschuk

    Buchkritik: „Blauwal der Erinnerung“ von Tanja Maljartschuk

    „Blauwal der Erinnerung“: Über einen ukrainischen Volkshelden und eine Frau mit Panikattacken Als sie unberechenbare Panikattacken überfallen, ihr das Herz bis in die Kehle drängt, Wörter an Bedeutung verlieren und der Gang aus dem Haus zu einer riesigen Überwindung wird, findet die namenlose Ich-Erzählerin zu Wjatscheslaw Lypynskyj. In einer alten ukrainischen Tageszeitung entdeckt sie eine Todesanzeige des ukrainischen Volkshelden. Im…

  • Buchkritik: „Die Stunden“ von Michael Cunningham

    Buchkritik: „Die Stunden“ von Michael Cunningham

    Wunderbares Buch: „Die Stunden“ von Michael Cunningham Es war ausgerechnet ein Netflix-Abend, der mich zu „The Hours“ von Michael Cunningham führte. Ich hatte wahllos nach unkomplizierter Unterhaltung gesucht und war dabei auf „The Hours“ gestoßen. 97 Prozent Übereinstimmung mit meinen Interessen, hatte der Streamingdienst errechnet. Okay. Der Algorithmus muss es ja wissen. Ich klickte auf Play – ohne zu ahnen,…

  • Schmöker: „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich

    Schmöker: „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich

    „Der Nachtwächter“: Über den Kampf eines Indianer-Stammes um Selbstständigkeit Bevor gleich irgendjemand aufschreit und mir rassistische Sprache vorwirft: Bis mir „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich in die Hände fiel, hatte ich selbst das Wort Indianer gemieden. Hatte von Ureinwohnern oder Native Americans gesprochen, also die politisch korrekte Bezeichnung gewählt. Als ich dann vor wenigen Wochen den Roman zu lesen begann,…

  • Schmöker: „Der Club“ von Takis Würger

    Schmöker: „Der Club“ von Takis Würger

    Spannend & zart zugleich: „Der Club“ von Takis Würger – Buchkritik Spannend wie ein Krimi, aber gleichzeitig so zart geschrieben, dass jeder Satz eine Wohltat ist: Den Roman „Der Club“ von Takis Würger habe ich innerhalb nur weniger Tage gelesen. Es ist ein Buch, das mich sanft, aber mit unglaublicher Kraft mitten rein ins Geschehen zog und gedanklich weit von…