24. Oktober 2015

Fernweh: “7 Tage Portugal – Porto II”

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Porto Tag 3

Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, in Porto an einem Sonntagmorgen ein schönes Café zum Frühstücken zu finden. Nachdem wir schon am vorherigen Tag zwar billig, aber in eher steriler Atmosphäre aßen, wollen wir nun etwas Hübsches. Zweite Bedingung: Es soll nicht so weit weg sein. Kaffee schnell nach dem Aufstehen ist indiskutabel. Also blättern wir gezielt unseren Reiseführer durch – und stellen erstaunt fest: Alle Cafés, die in 20-Minuten-Fußweg-Umgebung liegen, haben sonntags nicht geöffnet. Schade. So landen wir in der Santa Catarina wieder in einem Laden, der zwar unfassbar billig ist, aber in dem wir ewig warten müssen – und dann auch noch andere Dinge als bestellt bekommen. Aber Hauptsache: endlich Kaffee, Toast und Sandwiches.

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Trotz des erneuten Regens wollen wir danach zum “Ribeira” des Douro laufen. Ribeira setzt sich aus den beiden Worten “rio” und “beira” zusammen und bedeutet übersetzt “Flussufer”. Dort stehen in Porto die ältesten Häuser. Das Besondere: Ihre Granitfassaden sind in leuchtende Farben gestrichen. Außerdem ist dort das Wahrzeichen der Stadt: Ponte Dom Luis I. Die Eisenbrücke zwischen Porto und Vila Nova de Gaia ist von einem Schüler Gustav Eiffels gebaut. Auf dem Weg dorthin laufen wir durch viele kleine Straßen – mit interessanten Häusern, aber auch unfassbar vielen Tauben. Einige davon sind im Tiefflug unterwegs, ein Erlebnis, das ich nicht jeden Tag brauche.

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Von der Brücke haben wir eine tolle Aussicht.

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Wer über die Brücke läuft, verlässt Porto und landet auf der Südseite des Douro in einer neuen Stadt: Vila Nova de Gaia. Hier wird Portwein gelagert – und es gibt Führungen durch die Portweinhäuser. An diesem verregneten Sonntag ist es leider ein Slalomlauf am Ufer. Überall sind auf den schmalen Gehwegen Menschen mit Schirmen unterwegs, ein Vorankommen ohne Rempeln oder rechtzeitiges Ausweichen ist kaum möglich. Wir beschließen deshalb, uns einen Ort zu suchen, wo wir in Ruhe sitzen und ein paar Stunden lesen können. Wir machen uns auf zur Igreja und Torre dos Clérigos – und werde  dort in der Nähe fündig.

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DSC_1770Dort in der Nähe finden wir auch die Bushaltestelle, wo es am nächsten Tag nach Lissabon weitergehen soll. Sie befindet sich an der Rua das Carmelitas. Dort gibt es auch einen Schalter, wo die Fahrpläne aushängen und wir die Tickets kaufen können. Wir bezahlen insgesamt für Hin- und Rückfahrt 37 Euro.

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Am Abend suchen wir lange auf Tripadvisator nach einem Restaurant. Wir entscheiden uns für “eLeBe” – eine perfekte Entscheidung. Es ist für mich das beste portugiesische Essen im ganzen Urlaub – aber nicht nur das Fleisch schmeckt super, wir bekommen außerdem eine Vorspeise geschenkt, einen Portwein gratis nach dem Essen und dann noch einen Cocktail mit Zimtstange zum Abschied. Wer in Porto ist, sollte unbedingt dort vorbei.
http://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g189180-d6498548-Reviews-ELeBe_Baixa-Porto_Porto_District_Northern_Portugal.html

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Am nächsten Morgen haben wir dann auch wieder Glück mit den Cafés. In der Confeitaria do Bolhao finden wir im großen Saal Platz und können uns an der Theke etwas von den leckeren Köstlichkeiten aussuchen – und dann unsere Koffer Richtung Bushaltestelle ziehen. Endlich zeigt sich die Sonne und unsere Vorfreude auf Lissabon ist riesig.

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So war der erste Tag in Porto: https://dieschreibmaschine.net/2015/10/17/fernweh-7-tage-in-portugal-porto-i/

Und so geht es in Lissabon weiter: https://dieschreibmaschine.net/2015/11/03/fernweh-7-tage-portugal-lissabon-i/

 

 

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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