6. Januar 2021

Fernweh: “Lissabon – Alfama & Bairro Alto”

Lissabon Alfama

Wunderhübsches Alfama.

Urlaub in Lissabon: Sehenswürdigkeiten in Alfama

Es reicht. Gegen 15 Uhr sitze ich einfach auf einer Bank in der Alfama, schaue die Gasse hinauf und will keinen Schritt mehr gehen. “Wir hätten es wie die Senioren machen sollen – mit der Tram hoch und dann zu Fuß runter und nicht umgekehrt”, sage ich zu Fabi. Sie ist dank ihres täglichen Sportprogramms noch sehr fit, lächelt aber mitfühlend. Es ist sehr warm an diesem Tag, die Sonne scheint und taucht den mittelalterlichen Teil Lissabons in magische Farben. Ein perfekter Tag, um die Stadt zu erkunden. Also hole ich kurz tief Luft und reiße mich noch einmal zusammen. Weiter geht’s.

Alfama ist ein Labyrinth aus kleinen Gassen, Treppen, Plätzen und imposanten Gebäuden. Viele Touristen treffen wir hier, aber es ist auch ein Arbeiterviertel. Überall wird gehämmert und gewerkelt. Es ist auch sehr dicht bebaut. Trotzdem macht es unglaublich viel Spaß, sich einfach durch die Straßen treiben zu lassen und alles zu bestaunen. Die Mauren haben ihre Spuren in Alfama hinterlassen.

Alfama Lissabon

Alfama Lissabon

Alfama Lissabon

Alfama Lissabon

Alfama LissabonAlfama Lissabon

Alfama Lissabon

Alfama Lissabon

Alfama Lissabon

Fado-Bars in Alfama

In Alfama gibt es auch viele Fado-Bars. Die Musik ist elegant und melancholisch und besteht aus einer Singstimme, einer spanischen und einer zwölfsaitigen portugiesischen Gitarre. Die Texte handeln von den Rätseln und Leidenschaften des Lebens. Leider schaffen wir es in den drei Tagen in Lissabon nicht, einen zu besuchen. Auch für die Burg und die hoch oben gelegene Kirche Sao Vicente bleibt an diesem Nachmittag keine Zeit und keine Kraft. Vier Stunden sind viel zu kurz für den mittelalterlichen Teil der Stadt. Ein Grund mehr, unbedingt wiederzukommen.

Bairro Alto LissabonBairro Alto Lissabon

Bairro Alto bei Nacht

Das Künstlerviertel Bairro Alto: Der zweite Grund, warum ich unbedingt noch einmal nach Lissabon möchte. Denn leider schaffen wir es nicht, tagsüber dorthin zu fahren und durch die kleinen Läden zu schlendern. Es gibt einfach zu viel Interessantes in Lissabon zu sehen – und wir müssen uns entscheiden. Da das Bairro Alto auch abends einen Besuch wert ist, beschließen wir, wenigstens dort essen zu gehen, ein Kompromiss.

An diesem Abend suchen wir das Restaurant “1 de Maio”. Eine Empfehlung unseres Reiseführers. Es ist fantastisch dort. Der Kellner kann die komplette Speisekarte auf Deutsch herunterbeten. Und er hat Charme. “Do you like reading and have a sense of humor?”, fragt er mich nach dem Essen. Ich schaue etwas irritiert. Was will er denn von mir? Dann sehe ich, dass er ein kleines Stück weißes Papier in der Hand hält. Mit ein paar geschickten Handgriffen zaubert er mir ein “Pornogami”. Was sich dahinter verbirgt? Wir haben später in der Bar ein Video damit gedreht. Ein sehr illustres Lesezeichen. In der Bar haben wir auch einen super leckeren Drink entdeckt: weißen Portwein mit Tonic Water.

Dann ging es zurück in unser Loft – für den nächsten Tag hatten wir einen Tagesausflug nach Belém geplant. Dort befindet sich die größte Touristenattraktion Lissabons: ein Hieronymuskloster.

So war unsere Ankunft in Lissabon: https://dieschreibmaschine.net/2015/11/03/fernweh-7-tage-portugal-lissabon-i/

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3 thoughts on “Fernweh: “Lissabon – Alfama & Bairro Alto”

  1. Michael sagt:

    Toller Artikel. Ich bin ebenfalls begeistert von dieser Stadt. Hast du in Belem die Original Törtchen probiert? Ein absoluter Traum. Komisch, eigentlich wollte ich im Internet nach einer Schreibmaschine stöbern, da ich gedenke, mir demnächst eine zuzulegen, doch dann stieß ich auf deinen Blog. Schicksal. ;-) Grüße! Micha

    1. Miriam Steinbach sagt:

      Hallo Micha,

      schön! Ja, haben wir probiert. Kommt dann im nächsten Teil!

      Herzliche Grüße!

  2. Beate Grenz sagt:

    Wir haben im April Portugal gebucht. Lesen deinen Bericht deshalb intensiv. Freuen uns über Tipps! Die Fotos Kassenbücher Herzen höher schlagen. Bin sehr gespannt!

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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