2. April 2017

Heimat: “Ein Nachmittag mit Romy und Lisa von ,Slow Sunday'”

Das sind Romy und Lisa (von links). Die Bilder sind alle von Sebastian Heck.

“Slow Sunday” in der Fettschmelze

Es zischt leise, dann versinken die Karottenspiralen im wilden Öl-Strudel. Sie tauchen für einen kurzen Moment in der brodelnden Flüssigkeit ab, dann wieder auf – bis sie Romy Marquart aus dem großen Topf holt. „Ich bin gespannt, wie die frittierten Gemüsenudeln zu Salaten und Suppen schmecken“, sagt sie zu Lisa Gewecke, die neben ihr in der Küche steht.

Die beiden Mädels testen an diesem sonnigen Samstag in Romys Wohnung verschiedene Rezepte aus: Passt selbst gemachte Salzbutter zu Radieschen? Schmeckt ein Hefekranz auch mit Mandelmilch, Bärlauch, Petersilie, Ruccola und Feta? Das kreative Tüfteln hat einen Grund: Am kommenden Sonntag, 9. April, laden Romy und Lisa wieder zu „Slow Sunday“ in der Fettschmelze – zu einem Frühstücks- und Brunchbüffet voller besonderer Leckereien. Weiterlesen »

keine Kommentare
31. Januar 2014

Heimat: “Ein Nachmittag mit Sabrina Kuhn von KULØR”

Sabrina

Das ist Sabrina.

Becher, Vasen, Schmuck sowie Lichtschalen in klarer und schlichter Formsprache – der Ursprung von KULØR liegt in Dänemark. Konkret: in Kopenhagen. Sabrina Kuhn hatte im Jahr 2012 die skandinavische Stadt ausgewählt, um dort ihr Auslandssemester zu verbringen. An der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG) ist die 25-Jährige seit 2008 in Produktdesign eingeschrieben, arbeitete bereits seit dem ersten Semester  gerne mit Porzellan. „Das Material ist fragil, eigenwillig, zerbrechlich, aber auch hart – typisch feminine Eigenschaften eben“, sagt sie und lacht.  Die Hochschule in Kopenhagen habe sie deshalb besonders gereizt, da dort die Fachrichtung „Keramikdesign“ angeboten wird.

IMG_1245

kul4

Die Idee hinter der Kollektion: „Geschirr und kleine Dinge, die den Alltag ein wenig schöner machen, faszinieren mich“, erklärt Sabrina. Bereits mit 14 Jahren kaufte sie auf Flohmärkten billige Teller, zerschlug sie Zuhause und setzte die Stücke neu zusammen. „So entstanden meine ersten selbst gefertigten Gegenstände.“ Große Freude verspüre sie dabei, Dinge mit der Hand herzustellen, ein konkretes Ergebnis zu produzieren.  „Dass ich etwas im kreativen Bereich studieren möchte, war mir früh klar.” So fiel die Entscheidung nach dem Abitur auf die HfG.

Die Design-Hochschule in Kopenhagen erschien ihr als die perfekte Ergänzung zu dem Studium in Karlsruhe. „Ich schickte 2011 die Bewerbung los, zitterte und bangte.“ Die Studentin hatte Glück, wurde angenommen. Sie zog nach Dänemark, lernte die Sprache und  war voller Vorfreude auf die bevorstehenden Erfahrungen.

kul 2

Sabrina wurde nicht enttäuscht, die Arbeitsbedingungen waren traumhaft, die Inspiration groß: „In einer großen Keramikwerkstatt experimentiere ich viel, hatte tolle Professoren um mich“, erzählt die gebürtige Ludwigsburgerin. Die Idee für KULØR (zu Deutsch: Farbe) kam auf. „Um zu testen, wie die Sachen ankommen, mietete ich mir einen Stand auf einem Markt in Kopenhagen.“ Die Resonanz war toll gewesen, erinnert sie sich. „Besonders den persönlichen Kontakt mit den Kunden und deren direktes Feedback waren eine wichtige Erfahrung.“

kul3

2013 kam Sabrina wieder zurück nach Deutschland. „Mir fehlte zwar ein wenig die umfangreiche Ausstattung, aber ich wollte meine KULØR-Kollektion unbedingt fortsetzen.”  “Lametta”, “Support The Underground”, “Schöne Bescherung” – auf  verschiedenen Kunsthandwerkermärkten in der Region war die 25-Jährige in den vergangenen Monaten anzutreffen. „Es läuft alles fabelhaft an, vor allem das Weihnachtsgeschäft war gut”, sagt Sabrina glücklich.

In dem Gemeinschaftsbüro „Fettschmelze“ auf dem alten Schlachthofgelände fand sie inzwischen einen festen Arbeitsplatz außerhalb der HfG und verkauft dort auch ihre Produkte. „Ich habe hier ein tolles Netzwerk.“ Große Unterstützung erfährt sie außerdem von der Berlinerin Saskia Hohengarten, die ihr bei der optischen Gestaltung des Logos, der Flyer und der Visitenkarten half.

Ku 1

In diesen Tagen beschäftigt sich Sabrina hauptsächlich mit ihrer Diplomarbeit: „Die KULØR-Kollektion wird um Lampen erweitert“, verrät sie. Im Juli wird die Präsentation stattfinden. „Ich bin gespannt, was die nächsten Monate mit sich bringen”, sagt die Designerin. Sie freue sich sehr auf alles, was kommt.

 IMG_1241

Weitere Infos und Kontakt unter:
info@kuloer.com
www.kuloer.com
www.schlachtshop.de
https://www.facebook.com/pages/KUL%C3%98R/224825321009207?fref=ts

keine Kommentare
15. Dezember 2013

Heimat: “schlachtshop.de”

IMG_1241

KULØR

Ein Bart aus 380 Süßwasserperlen, ein ganz schön rasanter Salzstreuer und handgefertigte Porzellanvasen – es ist ein breitgefächertes Spektrum an kreativen Objekten, was an diesem Wochenende bei der Ausstellung in der Fettschmelze auf dem Gelände des Alten Schlachthofes in Karlsruhe zu bestaunen ist.

Die Ausstellung ist der Startschuss für die neue Online-Plattform schlachtshop.de, hinter der Christian Klotz und Markus Gläser stehen. „Wir möchten mit unserem Webshop Künstlern aus der Region die Möglichkeit bieten, ihre Produkte zu präsentieren und zum Verkauf anzubieten“, erklären sie die Idee.

IMG_1256

Turnbeutelfraktion Germany

14 verschiedene Labels sind derzeit auf der Internetseite zu finden – von der Turnbeutelfraktion Germany bis hin zu Steckwerk und Maschenware. Mit Bildern und Kurztexten werden die Künstler und ihre Produkte auf schlachtshop.de vorgestellt – ein „Infotainmentshop“ ist dadurch entstanden. „Bislang fehlte in Karlsruhe ein Netzwerk für die Kreativbranche, diese Lücke wollen wir nun durch unser Angebot schließen“, erklärt Markus Gläser.

IMG_1267

Gompf Kehrer

Christian Klotz und Markus Gläser lernten sich bei ihrem Studium für Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung (HfG) kennen, arbeiten nun zusammen in dem Gemeinschaftsbüro auf dem Schlachthof-Gelände, haben selbst kreative Projekte, die sie auf ihrer neuen Plattform vorstellen. Christian Klotz rief mit Kristof Knauer das „undergrounddinner“ ins Leben. Markus Gläser steht hinter entenfang.org, konzipierte unter anderem den Fastfood-Salzstreuer.

saltshaker_mini

Fastfood-Salzstreuer von Markus Gläser

Mit schlachtshop.de soll eine offene Plattform entstehen, die kein eigenes Label wird, sondern Künstlern die Möglichkeit bietet, ihre Produkte direkt verkaufen zu können, erklären die beiden Designer. „Wir sind offen für weitere Labels und freuen uns über Anfragen und Austausch.“

Zur Seite: www.schlachtshop.de

IMG_1243

KULØR

 

keine Kommentare

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@mademoiselle_miriam