27. Oktober 2019

Flimmerkasten: “Ich war noch niemals in New York”

Böse Kombination: Udo Jürgens + Musicals

Die Warnlichter blinkten rot, knallrot. Ein Musical-Film mit Songs von Udo Jürgens.

Musicals.

Udo Jürgens.

Eigentlich zwei Gründe für mich, um schreiend davonzulaufen.

“Starlight Express” hat mich verdorben

Mein Musical-Trauma begann bereits in der achten Klasse. Damals ging es anlässlich eines exklusiven Ferienprogramms zu „Starlight Express“. Es war wenige Tage nach dem Tod von Lady Di – und meine Freundinnen und ich saßen auf der Rückbank des Reisebusses, blätterten durch die „Bravo“, sahen die zu Tränen rührende Berichterstattung und standen dem armen William in Gedanken bei.

Wenige Stunden später hätte ich dringend Beistand benötigt. „Starlight Express“. Das bedeutete: Zwei Stunden und 40 Minuten singende Darsteller auf Rollschuhen, grellleuchtende Lichter – und eine Geschichte, an die ich alle Erinnerungsfetzen aus dem Kopf geworfen habe. Es war schlichtweg eine Qual, ich rutschte auf dem Samtsitz hin und her, zählte die Minuten. Als ich den Saal verließ, wusste ich genau: Das wars. In ein Musical möchte ich nicht mehr gehen.

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22. Juli 2016

Flimmerkasten: “Toni Erdmann”

Große Neugierde!

Es gibt wenige Filme, auf die ich so hinfieberte, wie auf „Toni Erdmann“. Seit das Werk von Maren Ade beim Filmfestival in Cannes Premiere feierte und von den Kritikern durchgehend überwältigendes Lob bekam, war ich neugierig. Weiterlesen »

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17. Januar 2015

Flimmerkasten: “St. Vincent”

Grumpy old Man

Zigaretten, Rum und Pferdewetten: Vincent McKenna (Bill Murray) führt alles andere als ein solides Leben. Das Geld ist knapp, in seinem Haus herrscht Chaos. Stets ist er mürrisch, ein grumpy old man. Für kurzzeitiges Vergnügen sorgt lediglich Daka, eine „Dame der Nacht” (Noami Watts), die regelmäßig bei ihm vorbeischaut. Als ihn seine neue Nachbarin Maggie bittet, nachmittags auf ihren Sohn aufzupassen, willigt er zunächst nur widerwillig ein. Doch der kleine, sensible Junge (Jaeden Lieberher) wächst ihm ganz schön schnell ans Herz. Weiterlesen »

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15. April 2013

Flimmerkasten: “Der Vorname”

Interessant und vielschichtig

Eigentlich soll es ein netter Abend werden. Elisabeth, genannt Babou, hat marokkanisch gekocht. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre wartet sie nun auf die Gäste: Auf ihren Bruder Vincon, dessen schwangere Freundin Anna und auf ihren langjährigen Freund Claude. Als Vincon erzählt, wie sein Sohn heißen soll, gerät alles außer Kontrolle. Tief verborgene Geheimnisse kommen ans Licht, aufgestaute Dinge werden ausgesprochen. Irgendwann liegt Claude auf dem marokkanischen Büfett –  mit blutender Nase. Weiterlesen »

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2. April 2013

Flimmerkasten: “Mademoiselle Populaire”

Kinostart: 11. April

Wenn es einen Film gäbe, der nur für mich gemacht wurde, dann ist das wohl  “Mademoiselle Populaire”.

Frankreich 1958: Die etwas tolpatschige Rose möchte raus aus dem Dorf, hinein in die Stadt. Ihre Talente sind begrenzt, aber eins kann sie ungeheim gut: auf der Schreibmaschine tippen. Das macht sie zwar etwas unkonventionell, das Zehn-Finger-System beherrscht sie nicht, das macht aber nix. Denn sie ist wahnsinnig schnell.  Der smarte Versicherungsagent Louis stellt sie deshalb als Sekretärin ein. Eine Woche auf Probe.
Rose kann mit ihren beruflichen Kompetenzen letztlich nicht überzeugen. Zu schusselig ist sie. Louis erkennt aber ihr Potenzial im Maschinen-Schnellschreiben und meldet sie bei einem Wettbewerb an. Sein sportlicher Ehrgeiz ist geweckt und er animiert sie zum üben, üben und üben….Liebesverwicklungen inklusive.

“Mademoiselle Populaire” ist angelehnt an die typische Hollywood-Komödie der 1950er-Jahre. Da ist der große, charmante Herr (Roman Duris) und das junge, blonde Mädchen (Déborah Francois). Wie es ausgeht, ist schnell voraussehbar. Das ist aber völlig egal. Der Retro-Film überzeugt mit seiner wunderbaren Nostalgie-Ausstattung. Allein die vielen schönen Outfits der Damen und die tollen Schreibmaschinen ließen mein Herz schneller schlagen.

Regissieur Régis Roinsard schafft es in seinem Debüt eine gelungene Mischung aus viel Humor, Ironie, aber auch Gefühlen herzustellen. Ein wenig Kitsch gehört wohl dazu. Aber das macht den Film letztlich auch aus. Wunderbares französisches Popcorn-Kino, das ein rundum Wohlfühlgefühl erzeugt.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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