9. Oktober 2017

Flimmerkasten: “Körper und Seele”

Die Welt steht still

Es ist der Moment, in dem Mária (Alexandra Borbély) in ihrer Wohnung auf die Taste des CD-Players drückt, die Stimme von Sängerin Laura Marling erklingt und die Kamera langsam durch das Zimmer wandert, an einer ausgefallenen roten Deckenleuchte hängen bleibt, verharrt. In diesem Moment bleibt für mich die Welt kurz still stehen: die Musik, die Bilder, die Stimmung, ich bin verzaubert, der Film “Körper und Seele” zieht mich komplett in seinen Bann. Weiterlesen »

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23. Januar 2017

Flimmerkasten: “La La Land”

Kein Fan von Musicals

Nach etwa 30 Minuten „La La Land“ hatte ich wenig Hoffnung, dass ich diesen Film bis zum Ende sehen kann. Dieser überdrehte und knallbunte Bilder- und Soundmix machte mich in der ersten Hälfte fix und fertig.

Aber: Als Jazzpianist Seb (Ryan Gosling) Mia (Emma Stone) dann mit in eine Bar nimmt, ihr seine Lieblingsmusik näher bringt und ihr von seinem Traum erzählt, selbst einen Jazz-Club eröffnen zu wollen, fängt sich die Hollywood-Romanze einigermaßen. Auch dank John Legend, der auftaucht. So blieb ich sitzen. Nur: Musicals sind einfach nicht meins, daran ändert nun auch „La La Land“ nichts – trotz zahlreicher positiver Kritiken und einer großen Preisflut. Weiterlesen »

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26. November 2016

Flimmerkasten: “Paterson”

Eine Wohltat, dieser Film!

Busfahrer Paterson (Adam Driver) dichtet am liebsten am Wasserfall. Dort setzt er sich auf eine Bank, packt ein kleines Notizbuch aus seiner klobigen Tasche, zückt einen Stift und schreibt seine poetischen Gedanken nieder. Er denkt dabei an Laura (Golshifteh Farahani), seine Ehefrau und Muse. Mit ihr führt er ein beschauliches Leben in einer amerikanischen Kleinstadt, die ebenfalls Paterson heißt. Sieben Tage lang zeigt Regisseur Jim Jarmusch in seinem neuesten Film „Paterson“ das Leben des poetischen Busfahrers. Vom frühen Aufwachen kurz nach sechs Uhr bis hin zum Gute-Nacht-Bier in der Kneipe. Das ist an Handlungsarmut kaum zu überbieten, eine Dramaturgie ist nur rudimentär vorhanden. Das macht aber gar nichts: „Paterson“ ist ein wunderschöner Film, der trotz der fehlenden Dynamik keineswegs langatmig ist. Im Gegenteil: Es ist eine große Wohltat, dieses entschleunigte und so liebevoll gestaltete Werk von Jim Jarmusch zu schauen. Weiterlesen »

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15. September 2016

Flimmerkasten: “Tschick”

Meine Erwartungen waren so hoch, Fatih Akin hat sie alle erfüllt

Als von K.I.Z. „Hurra die Welt geht unter“ erklingt, ist die Reise von Tschick und Maik fast zu Ende. Sie haben mit Kuhherden gekämpft, ihren Hunger besiegt und Benzin geklaut. Sie haben gelacht, geflucht und zu den Melodien von Richard Clayderman gesummt. Immer vereint, gegen all die Widrigkeiten der Welt. Es ist eine Freundschaft, die tief geht.

Dreimal habe ich bereits den Roman von Wolfgang Herrndorf gelesen, zweimal das Theaterstück gesehen – und trotzdem hat mich die Geschichte um die zwei 14-jährigen Außenseiter auf der Leinwand erneut so sehr berührt. Regisseur Fatih Akin ist etwas gelungen, was ganz selten vorkommt: Er hat einen Roman-Bestseller auf der Leinwand so fabelhaft visualisiert, dass es pure Freude ist, zuzuschauen. „Tschick“ als Film ist laut, lärmt, ist krawallig, aber auch wunderbar zart, authentisch, traurig und klug. Ich bin verzückt. Weiterlesen »

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22. Juli 2016

Flimmerkasten: “Toni Erdmann”

Große Neugierde!

Es gibt wenige Filme, auf die ich so hinfieberte, wie auf „Toni Erdmann“. Seit das Werk von Maren Ade beim Filmfestival in Cannes Premiere feierte und von den Kritikern durchgehend überwältigendes Lob bekam, war ich neugierig. Weiterlesen »

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28. Mai 2016

Flimmerkasten: “Sing Street”

Singen für die Liebe!

Juhu. Ein neuer Musik-Film von John Carney. Seit ich vor Jahren „Once“ sah, bin ich uneingeschränkter Fan von ihm – die Kombi von toller Gitarren-Musik mit bewegender Liebesgeschichte mitten in Dublin berührte mich sehr. Der Nachfolger „Can a Song save a Life“ konnte mit seinem Vorgänger zwar leider nicht mithalten, war der Drehort New York samt Keira Knightley und Maroon 5-Sänger Adam Levine doch viel zu glatt und mainstreamig. Nun kehrt John Carney mit „Sing Street“ aber zum Glück wieder ins raue Irland zurück. Eine kluge Entscheidung, „Sing Street“ hat Witz, tolle Schauspieler, verrückte Outfits – und wieder wunderbare Musik. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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