Schlagwort: Schauburg

  • Flimmerkasten: „Three billboards outside Ebbing, Missouri“

    „Three billboards outside Ebbing, Missouri“: Ein fantastischer Film, der weh tut! „Vergewaltigt, als sie starb. Und immer noch keine Verhaftungen. Wie kann das sein, Chief Willoughby?„ Drei Sätze, festgehalten in großen schwarzen Buchstaben auf knallrotem Hintergrund: Die drei Werbetafeln kurz vor der Ortseinfahrt der Kleinstadt Ebbing sind an den örtlichen Sheriff gerichtet. Mildred Hayes (Frances McDormand) hat sie für ein…

  • Filmkritik: „Toni Erdmann“

    Toni Erdmann: Komödie mit Tiefgang! Es gibt wenige Filme, auf die ich so hinfieberte, wie auf „Toni Erdmann“. Seit das Werk von Maren Ade beim Filmfestival in Cannes Premiere feierte und von den Kritikern durchgehend überwältigendes Lob bekam, war ich neugierig.

  • Filmkritik: „Paterson“

    „Paterson“ „Paterson“: eine Wohltat, dieser Film! Der Busfahrer Paterson (Adam Driver) dichtet am liebsten an einem Wasserfall. Dort setzt er sich auf eine Bank, holt ein kleines Notizbuch aus seiner klobigen Tasche, zückt einen Stift und schreibt seine poetischen Gedanken nieder. Er denkt an Laura (Golshifteh Farahani), seine Frau und Muse. Mit ihr führt er ein beschauliches Leben in einer…

  • Filmkritik: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“

    Filmkritik: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“

    Herzreißend und voller Wucht: Capernaum – Stadt der Hoffnung Es ist der schräge Kakerlakenmann aus dem Vergnügungspark, der in „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ für einen kurzen Moment für Humor sorgt. Der ältere Herr im rosa Ganzkörperanzug setzt sich im Bus zu dem zwölfjährigen Zain, der verzweifelt und planlos aus Beirut weg will. Mutterseelenallein. Nur einen blauen Müllsack hat er…

  • Filmkritik: „St. Vincent“

    Filmkritik: „St. Vincent“

      Grumpy old Man: Bill Murray in „St. Vincent“ Zigaretten, Rum und Pferdewetten: Vincent McKenna (Bill Murray) führt alles andere als ein solides Leben. Das Geld ist knapp, in seinem Haus herrscht Chaos. Stets ist er mürrisch, ein grumpy old man. Für kurzzeitiges Vergnügen sorgt lediglich Daka, eine „Dame der Nacht“ (Noami Watts), die regelmäßig bei ihm vorbeischaut. Als ihn…

  • Filmkritik: „La Mélodie – Der Klang von Paris“

    Filmkritik: „La Mélodie – Der Klang von Paris“

      „La Mélodie – Der Klang von Paris“: Sozialprojekt mit Geigen Der Ton untereinander ist rau, die Stimmung explosiv. Als der Musiker Simon Daoud in eine Pariser Brennpunktschule kommt, um einer Klasse Geigenunterricht zu geben, stößt er schnell an seine Grenzen. Statt zuzuhören, kommentieren die Schüler alles desinteressiert, beschimpfen sich gegenseitig – und auch Simon Daoud bekommt die Häme zu…

  • Flimmerkasten: „Only Lovers Left Alive“

    Flimmerkasten: „Only Lovers Left Alive“

    „Only Lovers Left Alive“: Der neue Film von Jim Jarmusch Zu Jim Jarmusch-Filmen habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Während mich „Broken Flowers“, „Coffee and Cigarettes“ oder auch „Night On Earth“ sehr gut unterhielten, war „Dead Man“ eine nicht zu bewältigende Herausforderung. Gleich zwei Mal versuchte ich ihn auf DVD anzuschauen, jedes Mal schlief ich ein. Nun lief am Donnerstag das…

  • Filmkritik: „Die Entdeckung der Unendlichkeit“

    Filmkritik: „Die Entdeckung der Unendlichkeit“

      Ein sehr sehenswerter Film: „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ Auf einer Party lernen sie sich kennen: Stephen, ein schlacksiger Physiknerd, und Jane, eine hübsche Sprachwissenschaftlerin. Anfang 20 sind sie da. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie kommen sich näher, alles scheint gut zu werden. Bis Stephen kurze Zeit später an der Autoimmunkrankheit ALS erkrankt. Seine Lebenserwartung: zwei Jahre.…

  • Flimmerkasten: „Aus dem Nichts“

    NSU-Drama „Aus dem Nichts“: Langweile kommt keine auf! Hmmm. Hin- und hergerissen sitze ich beim Abspann von „Aus dem Nichts“ in meinem Kinosessel. Mit einem großen Wumm endet der neue Film von Fatih Akin – und auch die 106 Minuten davor sind voller Dynamik und Spannung. „Aus dem Nichts“ berührt, erschüttert und lässt mich am Ende erschlagen und nachdenklich zurück.…

  • Filmkritik: „Magic in the Moonlight“

    Der neue Film von Woody Allen: Magic in the Moonlight Er sägt Frauen auseinander und lässt Elefanten verschwinden: Der Brite Stanley (Colin Firth) ist in den 1920er-Jahren ein erfolgreicher Magier. An Übersinnliches und Mystik glaubt er gleichwohl nicht, dem Rationalen ist er zugewandt. So scheint er der Richtige zu sein, um einem guten Freund zur Hilfe zu ereilen und eine Hellseherin…