16. April 2018

Kurioses: “Flirt-Fieber”

Illustre Flirttypen

Wer Single ist und wieder knutschen will, muss aktiv werden. Das heißt: flirten. Der Weg zum Ziel kann aber ganz schön holprig sein – je nachdem auf welche Spezies Mann man trifft. Hier eine kleine Auswahl an illustren Flirttypen.

1. Der Narzisst

„Mein Haus, mein Auto, mein Pferd.“ Alternativ: „mein Kunstprojekt“. Der Narzisst packt bereits in den ersten 15 Minuten des Gesprächs alles auf den Tisch. Im Handball war er Jugendmeister, im Debattierclub der Beste. Außerdem: Schon im Kindergarten hat er die schönsten Bilder gemalt.

Der Narzisst ist eine Mogelpackung. Er blendet mit seinem Schein und tut zunächst alles, um zu gefallen – letztlich geht es aber immer nur um ihn. Seine charmante Art, seine fancy selbstgekochten Menüs, seine scheinbar zugewandte Art, alles Fassade. Der Narzisst lechzt nach Bewunderung. Was kannst du, wen kennst du? Wie kann ich von dir profitieren? Das sind Kriterien, die für ihn zählen.

Schwächen? Gibt der Narzisst nie zu. Lieber tut er so, als hätte er eine Frage einfach nie gehört. Wie war gleich der Name des italienischen Präsidenten?

Stille.

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Dass Gaudís Werke in Paris stehen und „Die Zeit“ zum Springer Verlag gehört, das behauptet er mit einer Selbstsicherheit, die ihresgleichen sucht. Widerspricht man zunächst leise, dann vehementer, glaubt er einem nicht. Er fehlbar? Nein, auf gar keinen Fall. Er muss das beweisen, zieht das Smartphone aus der Tasche, fragt Google und oh. Oh. OH.

Error.

Fail.

Romantik am Tiefpunkt.

Der Narzisst mag es bequem und unkompliziert. Kränkungen? Erträgt er nicht. Probleme?

Er ist dann mal weg…. Weiterlesen »

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15. Juni 2017

Kurioses: “Homie”

 

Lieber C.,

du bist seit sechs Monaten mein liebster Homie. Bevor du auf die Welt kamst, haben deine Mama und ich ganz schön viel Schabernack getrieben – und einige schräge Vögel kennengelernt. Damit meine ich nicht diese Tiere, die durch die Luft flattern, nein, ich meine komische Männer, die nicht wissen, wie man sich Damen gegenüber verhält.

Da wir uns beide ja sehr regelmäßig sehen, ist es mir ein Anliegen, dass du mal nicht zu diesen Chaoten gehörst – sondern zu den Guten. Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich dich dabei unterstützen kann:

1) Die Welt braucht nicht nur Checker!

Du musst keine überdrehten Sprüche reißen und cool sein, um einer Dame zu imponieren. Es gibt ganz schön viele Frauen, die mögen auch leise Männer. Ihnen kannst du von Büchern erzählen, von Musikbands oder von Dingen, die du im Leben beobachtet hast. Interessiert sie das alles nicht, bist du keineswegs falsch, sondern es passt einfach nicht zwischen euch. Mach dir dann keinen Kopf, es kommt bestimmt bald die Nächste.

Wenn du aber keineswegs schüchtern bist, sondern gerne laut und mit viel Freude Witze und Geschichten erzählst, ist das natürlich auch okay. Dann hau raus. Es ist immer nur wichtig, du selbst zu sein, Eine aufmerksame Lady merkt es nämlich, wenn du ihr wochenlang etwas vorspielst. Und außerdem: Das ist ganz schön anstrengend. Weiterlesen »

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22. November 2013

Flimmerkasten: “Glaube”

Liebe – Glaube – Hoffnung: die Trilogie von Ulrich Seidl

Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl hat mit seiner Paradies-Trilogie drei Filme geschaffen, die provokanter kaum sein könnten und das Maß des Erträglichen mehrmals überschreiten. Trotzdem sind sie sehr empfehlenswert. Weiterlesen »

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17. November 2013

Schmöker: “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert”

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Eine Buchhändlerin hat mir vor wenigen Wochen den Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ ans Herz gelegt. Von einer Mischung aus Gesellschaftsroman, spannendem Krimi und Liebesgeschichte sprach sie – voller Begeisterung. Mein Interesse war geweckt. Als ich sah, dass es derzeit noch knapp 23 Euro kostet, zögerte ich kurz, war dann aber doch so neugierig und kaufte es. Zum Glück.

Von der Buchhandlung zu Hause angekommen, fing ich direkt an zu lesen und konnte gleich am ersten Abend drei Stunden lang nicht mehr damit aufhören. In kürzester Zeit war ich gedanklich nach Aurora, einer Stadt in New Hampshire, gereist. Dort spielt sich die Geschichte von Joel Dicker zum größten Teil ab.

Im Mittelpunkt stehen Marcus, ein aufstrebender Schriftsteller, und sein alter Professor sowie Freund Harry. Es ist das Jahr 2008, kurz vor der US-Präsidentschaftswahl: Marcus lebt in New York, leidet an einer Schreibblockade, kommt mit seinem zweiten Roman nicht voran. Sein Verlag sitzt ihm im Nacken, er ist verzweifelt.

Alles ändert sich schlagartig, als Harry in Aurora plötzlich verhaftet wird. Der Vorwurf: Er soll im August 1973 die damals 15-jährige Nola ermordet haben. Marcus glaubt fest an Harrys Unschuld, reist in die Kleinstadt, um seinem alten Freund zur Seite zu stehen und die Wahrheit herauszufinden.

Das Besondere an dem Buch ist, dass die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird. Vielmehr bringt Joel Dicker dem Leser über verschiedene Zeitsprünge die tragische Liebesgeschichte von Harry und Nola näher. Sehr viel Freude und Vergnügen hatte ich dabei auf jeder einzelnen der mehr als 700 Seiten. Ich konnte und wollte das Buch nicht mehr weglegen, schleppte es in meiner Tasche überall mithin, las in jeder freien Sekunde. Das Werk des schweizerischen Schriftstellers ist einfach, aber nicht trivial geschrieben und lässt einen nicht mehr los. Unbedingt wollte ich wissen, ob Harry schuldig ist oder nicht.

Außerdem ist Joel Dicker durch seine facettenreichen Protagonisten und der genauen Beschreibung ihrer Lebensgeschichten ein sehr mitreißender Gesellschaftsroman gelungen, der mich oft an die Werke von Jonathan Franzen erinnerte.

Im letzten Drittel des Buches überschlagen sich zwar ein wenig die Ereignisse und ein bisschen weniger Geschehen und verzwickte Zusammenhänge wären von Vorteil gewesen, gleichwohl: „Die Wahrheit über den Fall Quebert“ liest sich wunderbar, ein fabelhaftes Buch für triste Herbsttage.

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30. März 2013

Flimmerkasten: “Amour/Liebe”

Ein bewegender Film: Amour/Liebe

Sie altern gemeinsam in Würde: Anna und George, beides sehr kultivierte Musikprofessoren im höheren Alter, besuchen Konzerte, lauschen Radio, lesen. Einen sehr liebe- und respektvollen Umgang haben sie miteinander. Eines Tages sitzt Anna jedoch völlig apathisch am Essenstisch, die Halsschlagader ist verstopft, eine Operation unumgänglich. Sie missglückt. Die Klavierlehrerin ist halbseitig gelähmt und ein Pflegefall. George kümmert sich zwar rührend um sie, doch Annas Zustand verschlechtert sich rapide. Weiterlesen »

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27. Februar 2013

Schmöker: “Ich habe sie geliebt” von Anna Gavalda

Die große Liebe: Mathilde

Es ist aus. Chloé ist am Boden zerstört. Ihr Mann liebt eine andere. Verzweifelt packt sie ihre Koffer und fährt mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrem Schwiegervater in die Berge. Pierre ist eigentlich ein wortkarger, kühler Mann. In der Abgeschiedenheit öffnet er aber sein Herz und erzählt Chloé eine Geschichte – die Geschichte von seiner großen Liebe Mathilde.

“Ich habe sie geliebt” kaufte ich vor Jahren unmittelbar nachdem ich “Zusammen ist man weniger allein” von Anna Gavalda gelesen hatte. Anna Galvaldas leichte, aber sehr gefühlvolle Art zu schreiben, ihre sympathischen, oft aber auch verqueren Charaktere – ich war angetan und wollte mehr von diesem wunderbaren Lesevergnügen. “Ich habe sie geliebt” verschlang ich an einem nur einzigen Abend. Ich konnte einfach nicht mehr davon lassen. Pierres Geschichte von Mathilde wuchs mir so sehr ans Herz, ich wollte wissen, was passiert, was er tut, wie es endet. Und ich litt schrecklich mit ihm. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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