19. Juni 2017

Melodien: “Ein Nachmittag mit Nicolas Sturm”

Credit: Max Zerrahn

Angst!

Als sich die politische Situation in Deutschland vor drei Jahren zuspitzte, Pegida-Anhänger voller Wut und Hass durch die Straßen Leipzigs und Dresdens stapften, setzte sich Nicolas Sturm an seinen Schreibtisch und begann, Songtexte zu schreiben. Über eine verängstigte Gesellschaft, die sich trotz ihres Luxus’ fürchtet, nicht aus Fehlern lernt, in ihrer Doppelmoral gefangen ist und sich ständig um sich selbst kreiselt. „Ich konnte nicht mehr schweigend zusehen“, erzählt er mir, als wir uns an einem sonnigen Nachmittag auf dem Werderplatz treffen. Zehn Songs landeten auf „Angst Angst Overkill“, einem Album geprägt von poppigem 80er-Jahre-Gitarrensound gepaart mit sprachlich ausgefeilten Texten. Zu hören sind sie am kommenden Freitag bei seinem Konzert im Kohi Kulturraum.

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18. März 2016

Schmöker: “Ein Abend mit Benedict Wells im Kohi”

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Foto: Bogenberger/autorenfotos

“Vom Ende der Einsamkeit”

Ein Autounfall wirbelt alles durcheinander. Die Geschwister Jules, Liz und Marty verlieren ihre Eltern, sind plötzlich Vollwaisen. Vorbei ist ihre wohlbehütete Kindheit, das Internat in der Provinz wartet – und der harte Kampf mit dem Alltag.

Autor Benedict Wells hat die Lese-Reihe zu seinem neuesten Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ jüngst im Kohi in der Karlsruher Südstadt gestartet. Ein ehrlicher und authentischer Abend. „Der Roman hat mich heruntergezogen, die Themen haben mich belastet“, gesteht der Autor aus München. Aber mit diesem Buch sei er nun endlich angekommen. Die Veranstaltung fand anlässlich der Reihe “Lesung Süd” statt. Weiterlesen »

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8. März 2014

Melodien: “Ein Abend mit Arthur Gepting”

Arthur

Arthur Gepting sah ich im vergangenen Herbst zum ersten Mal beim Songslam im Kulturraum „Kohi“. Ganz in Schwarz gekleidet stand er mit seiner Akustikgitarre auf der Bühne, stimmte im Halbfinale sein Lied „Beaugency“ an. Vom ersten Takt an hatte er meine gesamte Aufmerksamkeit. Melancholisch, voller Gefühl. Sehnsucht. Arthur Gepting berührte mich mit diesem Lied. Er schaffte es ins Finale. Und blieb in meinem Kopf. Als ich vor wenigen Wochen eine Email von ihm in meinem Postfach entdeckte, beschloss ich, mich mit ihm zu treffen.

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Seine neue EP hat der 24-Jährige an diesem verregneten Abend dabei, schiebt sie mir über den Tisch. Fünf Songs sind darauf, inklusive Intro und Outro. „Friend, Foe And Lover“ lautet der Titel. „Produziert hat sie Dr. Robin von Both“, erzählt Arthur. Jedes Lied erzählt eine Geschichte, aufgeteilt in verschiedene Akte, quasi eine Tragödie. „Die CD ist eine Herausforderung, als Hintergrundmusik eignet sie sich nicht“, sagt er. Dem Text lauschen: unabdingbar. Es sind sehr intime Aufnahmen geworden.

Außer der Musik macht Arthur gerade sein Diplom an der Kunstakademie. Bis zum Sommer möchte er damit fertig sein. „An der Akademie hatte ich 2009 auch meinen ersten Auftritt in Karlsruhe“,  erinnert er sich. Es war auf einer Semesterparty und die Resonanz war toll. „Das motivierte mich, weiterzumachen.“

Arthurs Ursprünge liegen im Punk. „Mit 15 Jahren hatte ich meine erste Band.“ Damals lebte er noch in einem kleinen Dorf im Odenwald, eckte in dem scheinbar friedlichen Idyll mit seinem dunklen Aussehen und der lauten Musik an. „Es war schwierig für uns, dort Auftritte zu bekommen“, sagt er mit Blick zurück.

Als er nach dem Abitur nach Karlsruhe zum Studieren kam, machte er alleine weiter. Folk, Country und ganz viel Drama: Arthurs Musik wurde facettenreicher. „Gefühlsdusseligkeit versuche ich zu vermeiden“, betont er. Nicht weinerlich, sondern direkt soll es sein. „Was bewegt mich?“ Das spiegle sich in seinen Songs wider, sagt der 24-Jährige. Das Resultat: Lieder über Liebe, Freundschaft, Hass. Im Mai 2013 erschien seine erste EP mit vier Liedern. „Money For The Saints“ heißt sie.

Ein musikalischer Landstreicher auf Tour: Bereits 2010 trat Arthur im Kohi bei einem Songslam auf, gewann. Seither hatte er zahlreiche Auftritte, durfte im Herbst vergangenen Jahres in Karlsruhe den Support für die Band „Candellila“ machen. „Das lief so gut, dass ich mit ihnen auch in Passau spielte“, sagt Arthur. Ansonsten sei es in Karlsruhe ein wenig schwierig, an Auftritte zu kommen. „Bei der Liedermachernacht im Vanguarde wäre ich gerne dabei.“ Oder “Das Fest” reize ihn sehr.

Fest eingeplant ist dagegen schon die Tour mit Joe Astray. „Wir wollen im Herbst durch Deutschland reisen, eine gemeinsame EP soll es vorher noch geben“, verrät Arthur. Gerade seien sie dabei, Locations zu buchen sowie Flyer und Plakate zu entwerfen. „Ich freue mich auf die nächste Zeit, es bleibt spannend“, ist sich der 24-Jährige sicher.

Weitere Infos:
https://arthurgepting.bandpage.com/
https://www.facebook.com/arthurgepting

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8. April 2013

Heimat: “Poetry Slam Lesebühne”

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Poetry Slam Lesebühne “An WOrt und Stelle”

Lyrik, Kurzgeschichten und verdichteter Quatsch: In Karlsruhe gibt es mit der Poetry Slam Lesebühne  „An WOrt und Stelle“ eine neue Veranstaltungsreihe. Die Idee dahinter: „Wir möchten der Poetry Slam-Szene einen Spielraum geben und mit diesem Literatur- und Veranstaltungsformat außerdem ein szenefremdes Publikum gewinnen“, erläutert Veranstalter Stefan Unser. Er steht mit Aaron Schmitt hinter dem Konzept. Beide sind selbst Poetry Slammer. Stefan Unser organisiert unter anderem die Poetry Slam-Veranstaltungen im Kohi mit. Kooperationspartner der Lesebühne ist die Badische Bibliotheksgesellschaft. Die nächste Veranstaltung ist so auch in der Badischen Landesbibliothek am Dienstag, 16. April, Beginn 19 Uhr. Insgesamt sechs Veranstaltungen im Jahr sind geplant. Weiterlesen »

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24. Februar 2013

Heimat: “Song Slam im Kohi”

Interessante und schräge Abende beim Song Slam

Per Zufall bin ich mit Freunden im Sommer 2011 zum ersten Mal beim Song Slam im Kulturraum Kohi gelandet. Was mich dort erwartet, was für Musiker auftreten? Ich hatte keinen Plan, war aber sehr neugierg. Das Konzept klang spannend: Jeder Künstler hat sieben Minuten Zeit, einen eigenen Song vorzustellen. Das Publikum stimmt dann darüber ab, die Besten kommen eine Runde weiter. Am Ende müssen die zwei Finalisten in etwa 15 Minuten aus zehn Wörtern einen Song kreieren. Eine große Herausforderung, die so manchem Künstler schon Kopfzerbrechen bereitete. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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