14. Juni 2016

Heimat: Ein Abend mit Hannah Gahlert”

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Das ist Hannah. Von ihr sind auch alle Bilder.


Voller Energie!

Malerei, Mode, Makeup. Es ist unmöglich, Hannah Gahlert in eine Schubalde zu stecken. Sie ist ein Tausendsassa. Seit Ende April hat die 28-Jährige nun ihre erste eigene Ausstellung – bei KULØR, dem Laden von Sabrina Kuhn auf dem Werderplatz. Zu sehen sind etwa 25 Arbeiten: Illustrationen und großflächige Kunstwerke, vereint unter dem Titel „Zwischen Gestern und Gesten“.

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26. Januar 2016

Heimat: “Ein Wiedersehen mit Valentin Hennig”

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Szene aus “The Straw that Broke”

“The Straw that Broke”

Klirrend kalt ist es, als mich Valentin Hennig am Stuttgarter Hauptbahnhof abholt. Es ist unser drittes Aufeinandertreffen. Bereits zweimal schrieb ich über seine Kunst-Projekte: über seinen Kurzfilm “Tiefschluchtengrottenfummel” und die Ausstellung “VIVANT”. Nun geht es um seine neueste Filmproduktion: “The Straw that Broke” lautet der Titel des Science-Fiction-Films, den der 29-Jährige gerade mit einem 16-köpfigen Team in Stuttgart dreht. 80 Minuten soll er lang werden. Basis dafür ist ein Roman des amerikanischen Autors Tom Whalen.

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Das ist Valentin.

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3. Oktober 2015

Heimat: “Ein Abend mit dem UND#8-Team”

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Das UND#8-Team von links: Jonathan Zacharias, Kaleki Witte, Therese Keßler, Maren Pfeiffer, Betty Dragan und Constanze Zacharias

Kulturfestival in der Dragonerkaserne

Wo einst eine Tankstelle für Druckerpatronen ihr einsames Dasein fristete, ist nun wieder Leben eingekehrt: Das Orga-Team der „UND#8” hat sich in der Fritz-Erler-Straße 7 ein Planungszentrum eingerichtet. Ein langer Zeitplan erstreckt sich in Papierform über die Wand, die gestalteten UND#8-Poster hängen daneben und auf Knopfdruck zeigt sich in einem Teil des Raums weißer Rauch, der sich zu einer Wolke formiert. Hinter der UND#8 steckt eine Plattform für freie Kunst, Karlsruher Kulturinitiativen und internationale Gäste, die sich bei einem Festival von 15.-18 Oktober in der Dragonerkaserne (Kaiserallee 12, Haltestelle Yorckstraße) präsentiert.

 

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13. Juli 2014

Heimat: “Ein Kaffee mit Aaron Schmitt”

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Foto: Aaron Schmitt

Auf einer Couch im „Bento“ hat es sich Aaron Schmitt gemütlich gemacht, als ich ihn an diesem sonnigen Samstagabend treffe. Ein WM-Spiel läuft auf der großen Leinwand im Hintergrund, die Stimme des Kommentators schallt immer wieder kurz auf, emotional, toreslustig. Ansonsten ist nur das Rattern der Kaffeemaschine zu hören. „Ich bin gerne im Bento“, sagt Aaron. 2012 lebte er für ein Jahr lang in Karlsruhe, studierte an der Kunstakademie, gründete mit Stefan Unser die Lesebühne. Danach zog er nach Braunschweig. Nun ist der Wortakrobat für ein Wochenende in die Fächerstadt zurückgekehrt. Zwei Poetry Slam-Auftritte sind der Anlass dafür.

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Foto: Arno Helfer

Gewöhnliche Fragen mag der 26-Jährige nicht, das wird schnell klar. „Von was lässt du dich inspirieren?“ Die Antwort ist knapp: „vom Leben“. Ein skeptischer Blick in meine Richtung folgt. Weitere Ausführungen bleiben aus. Ok, es geht um das große Ganze, Eindimensionalität unerwünscht. Ein gewöhnliches Wohlfühl-Porträt soll es nicht werden, muss es auch nicht.

Die ersten Texte schrieb Aaron, als er neun oder zehn Jahre alt war, ganz genau weiß er es nicht mehr. „Ich bastelte mir in diesen Geschichten meine eigene Welt – mit Fabelwesen.“ Er hielt sie fest auf weißem Papier, auf einzelnen losen Blättern, die er ordnete.

Jahre später entstand sein erstes Gedicht, die Wörter malte er an seine Zimmerwand, sie war danach voll: mit Substantiven, Verben und Adjektiven. Ist Schreiben seine Leidenschaft? „Es ist ein innerer Drang, hat etwas Passives, Erleidendes“, sagt er. In einem Teeladen, wo sich Literaten trafen, trug er sein Gedicht vor. Da war er 18 oder 19 Jahre alt und lebte noch in der Nähe von Darmstadt.

Seither steht Aaron regelmäßig vor Publikum, reist durch ganz Deutschland, trägt seine Geschichten vor. Zehn Texte gehören zu seinem festen Repertoire, er hat sie alle im Kopf. Welchen er wählt, hängt von der Stimmung ab. „Ich entscheide das spontan, intuitiv.“

Viele gute Abende hat er in den vergangenen Jahren erlebt. An das Poetry Slam-Jahresfinale 2012 in Ravensburg erinnert er sich noch. „Das war eine Veranstaltung in einem alten Theater, es war ausverkauft und die Stimmung war toll.“ Leute kamen danach auf ihn zu. „Der Austausch und das Feedback ist mir wichtig.“ Ehrlich und authentisch soll es sein, das bereichert.

Nach Karlsruhe kehrt er immer wieder gerne zurück. „Mein Fahrrad ist noch hier“, sagt er. Ob er jemals wieder hier leben werde, das weiß er nicht. Aber bei der baden-württembergischen Poetry Slam-Meisterschaft am 18. September im Tollhaus ist er auf jeden Fall dabei.

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16. Juli 2013

Heimat: “Ein Abend bei Luis Leu”

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Es sind eigentlich alltägliche Handlungen, die auf den Gemälden von Alex Feuerstein zu sehen sind. Zwei Personen, die auf einem Fahrrad sitzen, zwei Frauen, die ineinander verschlungen, versuchen, etwas vom Tisch zu holen. Oder Jugendliche, die sich um eine Feuerstelle versammeln. Doch Feuersteins Gemälde und Linolschnitte sind nicht auf den ersten Blick zu erfassen, vielmehr sind die Arbeiten vielschichtig, der Interpretationsspielraum riesig. Eine Auswahl von Feuersteins Arbeiten, die im Jahr 2013 entstanden sind, zeigt nun die experimentelle Kunstplattform “Luis Leu”. „keine Installation, keine Performance, keine Neuen Medien“ lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 19. Juli in in der Luisenstraße 32 zu sehen ist.

Es ist die erste Einzelschau des aus Heidelberg stammenden Künstlers. Nach einer Ausbildung als Graphiker studierte der 31-Jährige Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Die Leidenschaft für die Kunst begleitet ihn seit der Jugend. „In der Schule zeichnete ich ständig während des Unterrichts“, erinnert sich Feuerstein. Was vorne an der Tafel passierte, das zog an ihm vorüber. „Meine Stifte wurden deshalb vom Lehrer eingesammelt und ich musste in die erste Reihe, direkt vor das Pult sitzen“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Seine Liebe für das Zeichnen und Malen linderte das nicht, im Gegenteil, er malte in jeder freien Sekunde weiter.

Feuerstein ist Teil des Künstlerkollektivs „Nordbecken“, in dem 800 Quadratmeter großen Atelier im Rheinhafen hat er seinen Arbeitsplatz – dort setzt er seine Ideen um. Zusammenkünfte von Menschen und Alltagsgeschehnisse werden von ihm dabei als mysteriöse Phänomene dargestellt, heißt es in einem Schreiben über die Ausstellung. „Das Banale wird zu fast religiös aufgeladenen Szenen verklärt“, weiter. „Die Orte, an denen sich die Handlungen abspielen, sind ungewiss.“

Diese Mehrdeutigkeit der Gemälde fasziniert Boris Berber, der hinter dem Projektraum in der Luisenstraße steht. Was passiert da? Diese Frage lasse sich auch nach langem und mehrmaligem Hinschauen nicht definitiv beantworten, meint Berber. Er ist Dozent an der Kunstakademie und bot Feuerstein die Möglichkeit, seine Werke in dem Projektraum auszustellen.

„keine Installation, keine Performance, keine Neuen Medien“ ist die zweite Ausstellung, die in dem Projektraum in der Karlsruher Südstadt zu sehen ist. Im April war die Eröffnung, es gab damals einen Krimiabend. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich verschiedene Künste begegnen“, sagt Therese J. Keßler, Co-Partnerin von „Luis Leu“. Ihre Vorstellung: Künstler der Hochschule für Gestaltung, der Kunstakademie und des ZKM sollen hier Platz finden, um ihre Arbeiten zeigen zu können. „Es wäre schön, wenn Schnittpunkte dadurch entstehen, ein Austausch stattfindet“, sagt Keßler. Berber, der Wurzeln in Jugoslawien hat, möchte darüber hinaus auch einmal im Jahr Künstler aus Belgrad einladen.

Die Werke können bis zum 19. Juli jeden Abend zwischen 18 und 20.30 Uhr angeschaut werden.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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