8. Dezember 2020

Fernweh: “Limoncello in Limone am Gardasee”

Limone

Ein Ausflug nach Limone

Das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, kam mir nachts um 4 Uhr. Es war ein kalter Februartag, dick eingepackt lag ich in meinem Bett, nur das matte Laternenlicht von der Straße fiel in mein dunkles Zimmer. Wo ist dieser Bahnhof in Limone? In meinem Kopf ratterte es. Ich tastete nach meinem Handy auf dem Nachttisch, deaktivierte den Schlafmodus, setzte meine Brille auf und schrieb meiner Freundin eine Nachricht: „Wir müssen unsere Zugverbindung nochmals checken, ich habe ein ganz komisches Gefühl – wirklich, ein ganz komisches.“

Pool, Pizza und Pasta

Die Schnapsidee, eine Woche lang als Profi-Touris am Gardasee zu chillen, war uns zu später Stunde beim Abendessen in einem italienischen Restaurant gekommen. „Lass uns irgendwo hinfahren, wo es gemütlich ist“, hatte ich zu meiner Freundin gesagt. “Cose della vita”. Eros Ramazzotti trällerte im Hintergrund seine Schnulzen, ließ unser Kopfkino anspringen. Gemeinsam überlegten wir: Wie wäre ein entspannter Urlaub in Norditalien. Ohne Partys. Einfach nur Pool, Pizza und Pasta?

Limone
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27. Dezember 2018

Schmöker: “Meine geniale Freundin” von Elena Ferrante

“Meine geniale Freundin”: Zurecht so hochgelobt?

„So etwas haben Sie noch nie gelesen.“ Wenn der Guardian solche Sätze über ein Buch verliert, werde ich neugierig. Was steckt hinter soviel Lob? Auch zahlreiche andere Medien überschlugen sich mit positiven Kommentaren. „Die Zeit“ war sich sicher, dass der Romanzyklus über zwei Freundinnen in die Literaturgeschichte eingehen wird. Ich wollte es genauer wissen und lief sofort zur Buchhandlung, als im Herbst nun auch in Deutschland „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante herauskam.

Nun bin ich ein wenig hin und hergerissen. Der erste Teil des insgesamt vierbändigen Romanzyklus ist äußerst interessant und macht Freude zu lesen, aber an die Superlativen mag ich mich trotzdem (noch) nicht anschließen. Weiterlesen »

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25. September 2017

Heimat: Ein Nachmittag mit Mojique, Sarah, Nele und Janosch”

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Das ist Mojique Herrmann.

VW-Bus mitten in Rom geklaut

Mit Wasserflaschen und Milchbeuteln stand Mojique Herrmann mitten auf einer Straße in Rom, schaute erst nach links, dann nach rechts, aber was er sah war: nichts. Sein dunkelgrüner VW-Bus war weg. „Ich hatte ihn auf einem regulären Parktplatz am Straßenrand abgestellt, um im Supermarkt kurz Lebensmittel zu kaufen“, erinnert er sich. Nur wenige Minuten war er in dem Laden, doch die Diebe waren schnell.

In Mojiques Kopf begann es zu rattern, die Gedankenblitze fügten sich zusammen, dann war ihm klar: Der Familienurlaub mit seiner Frau und den beiden Kindern in Italien ist vorbei. Vorbei, bevor er richtig anfangen hat. „Ich war fassungslos“, erzählt er. Gefühle kamen auf, die sich in Worten nur schwer ausdrücken lassen. Panik, Angst und Wut. „Was nun?“ Mojique zückte sein Handy, rief die Polizei. Währenddessen stand seine Frau Sarah mit den beiden Kindern Nele und Janosch am Flughafen in Rom und wartete auf ihn. Vergeblich. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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