15. September 2016

Flimmerkasten: “Tschick”

Meine Erwartungen waren so hoch, Fatih Akin hat sie alle erfüllt

Als von K.I.Z. „Hurra die Welt geht unter“ erklingt, ist die Reise von Tschick und Maik fast zu Ende. Sie haben mit Kuhherden gekämpft, ihren Hunger besiegt und Benzin geklaut. Sie haben gelacht, geflucht und zu den Melodien von Richard Clayderman gesummt. Immer vereint, gegen all die Widrigkeiten der Welt. Es ist eine Freundschaft, die tief geht.

Dreimal habe ich bereits den Roman von Wolfgang Herrndorf gelesen, zweimal das Theaterstück gesehen – und trotzdem hat mich die Geschichte um die zwei 14-jährigen Außenseiter auf der Leinwand erneut so sehr berührt. Regisseur Fatih Akin ist etwas gelungen, was ganz selten vorkommt: Er hat einen Roman-Bestseller auf der Leinwand so fabelhaft visualisiert, dass es pure Freude ist, zuzuschauen. „Tschick“ als Film ist laut, lärmt, ist krawallig, aber auch wunderbar zart, authentisch, traurig und klug. Ich bin verzückt.

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29. Januar 2015

Heimat: “Ein Abend mit Hannah”

Schönes Projekt des Staatstheaters

Dicke Schneeflocken purzeln vom Himmel, als Hannah und ich unsere „Kulturlotsen“-Premiere haben. Die Theateraufführung von „Tschick“ soll es sein. Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf. „Eigentlich mag ich lieber Ballett“, erzählt die Zwölfjährige. Der Nussknacker, Dornröschen, Giselle, Momo – mit ihrer alten Kulturlotsin besuchte Hannah fast ausschließlich filigrane Tanz-Aufführungen. „In Schwanensee war ich sogar dreimal“, sagt sie und grinst. Mit mir soll es nun mehr Schauspiel sein. Hannah blickt noch skeptisch.

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22. Februar 2013

Schmöker: “Tschick” von Wolfgang Herrndorf

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Auf zur Walachei

Zwei 14-jährige Jungs, ein geklautes Auto und eine spannende Reise: Andrej Tschichatschow, alias Tschick, sitzt nach den Osterferien plötzlich in der Klasse von Maik Klingenberg. Die Jungs kommen aus unterschiedlichen Welten. Tschick ist mit seiner Familie aus Russland übergesiedelt und haust in einem der heruntergekommenen Hochhäuser in Hellersdorf. Maik residiert mit seinen Eltern in einer Villa – Liebe und Aufmerksamkeit sind jedoch Mangelware. Da Tschick in den Sommerferien Langeweile hat und Maik ohnehin alleine zu Hause ist (Mutter auf Entzug, Vater mit der Geliebten auf Geschäftsreise), machen sich die beiden Jungs mit einem gestohlenen, klapprigen Lada auf die Reise. Ihr Ziel: Die Walachei. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen Roadtrips.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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