28. Oktober 2021

Krimskrams: “Ein Mittag mit Julia Kahl von Slanted Publishers”

Julia Kahl I Slanted
Das ist Julia.

Karlsruhe: Slanted Publishers produziert internationale Magazine & Bücher

Das Büro von Slanted Publishers in der Karlsruher Südstadt platzt aus allen Nähten. Bücher, Magazine, Kisten. Es gibt keine Ecken, die Verlegerin Julia Kahl und ihr Team ungenutzt gelassen haben. „Bei uns ist gerade einiges los“, sagt die Grafikdesignerin mit einem Lachen, als sie mich begrüßt.

Zielsicher greift sie in einen der braunen Pappkartons, zieht die neueste “Slanted”-Magazin-Ausgabe heraus. „Colours“ lautet ihr Titel. Das bunte Cover leuchtet im Wettstreit mit der Herbst-Tristesse, gewinnt mühelos. Auf knapp 300 Seiten sind farbenfrohe und knallige Arbeiten zu sehen, ergänzt durch thematisch passende Interviews mit Expert*innen, gedruckt auf hochwertigem Papier. Es ist ein haptisches und visuelles Vergnügen, durch die „Slanted“ zu blättern.

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30. September 2021

Krimskrams: “Ein Abend mit Irma Chacall”

Irma Chacall
Das ist Irma. Dieses Foto hat Sebastian Heck gemacht. Die anderen Fotos sind alle von Irma.

Irma Chacall: Eine Künstlerin, die Sprache und Fotografie verbindet

Es gibt eine Frau, die Irma Chacall in ihrem Denken, Handeln und bei ihren künstlerischen Arbeiten besonders prägt: Simone de Beauvoir. Von der französischen Philosophin, die mit Jean-Paul Satre und Albert Camus zu den Hauptvertretern des Existentialismus gehört, hat die in Karlsruhe lebende Künstlerin jedes Werk gelesen. Von de Beauvoirs feministischen Ansichten ließ sie sich ebenso inspirieren, wie vom Stil sich zu kleiden.

Irma trägt Schwarz, als wir uns in ihrem Atelier in der Viktoriastraße 12 (V12) treffen. Ihre rotgefärbten Locken tanzen auf dem Kragen ihres Rollkragens, wenn sie beim Sprechen den Kopf bewegt. An den Wänden sind ihre Arbeiten zu sehen: Schwarz-Weiß-Fotografien mit intimen Nahaufnahmen von menschlichen Körpern, reduzierte Zeichnungen von Frauen, Aquarelle und einzelne gerahmte Buchseiten, bei denen sie mit verschiedenen Farben und Formen die meisten Wörter durchgestrichen hat. Übrig geblieben ist ein bedeutungsschwangerer Satz, der losgelöst vom Kontext ist. Text-Cancelling nennt sie dieses Projekt.

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3. April 2020

Heimat: “Sarah Hähnle”

Das ist Sarah. Sie hat netterweise alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Das ist Sarah. Sie hat auch alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Sarah Hähnle: Atelier “Hinterhaus” in Mannheim

Etwa 13 Jahre war Sarah Hähnle alt, als sie von ihrem Vater ihre erste Spiegelreflex-Kamera geschenkt bekam. Aus Interesse wurde schnell Leidenschaft. Urlaube, Spaziergänge, Partys und Ausflüge mit Freunden: „Überall hatte ich die Kamera dabei“, erzählt die 30-Jährige. Klick. Unzählige Male drückte sie auf den Auslöser, ließ die Fotos entwickeln, klebte sie in Alben. Zahlreiche Erinnerungen hielt sie dadurch aufrecht.

Der Zeitvertreib wurde zum Beruf. Seit Anfang Februar hat Sarah Hähnle in der Uhlandstraße 7 in Mannheim ihr eigenes Atelier. „Hinterhaus“ heißt es. Dort bietet sie in regelmäßigen Abständen Workshops an. Die nächsten Kurse zu „Grundlagen und Geschichte der Fotografie“ sind am Samstag, 13., und Sonntag, 21. April. Weiterlesen »

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22. Dezember 2018

Flimmerkasten: “Das Salz der Erde”

 

“Das Salz der Erde”: Eine Doku von Wim Wenders, die sprachlos macht

Völlig ausgemergelt liegen sie da, alles Leben ist aus ihnen gewichen. Nur noch Haut und Knochen sind übrig. Die Schwarzweiß-Fotografien von Sebastiao Salgado über das menschliche Leid in Afrika bewegen, verstören, rufen tiefstes Mitgefühl aus. Wim Wenders zeigt in „Das Salz der Erde“ das Lebenswerk und die Arbeiten des Brasilianers. Ein Film, so voller Wucht, dass ich mit permanenter Gänsehaut im Kino saß. Noch nie hat mich etwas auf der Leinwand so sprachlos gemacht. Weiterlesen »

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6. Dezember 2017

Heimat: “Ein Abend mit Paul Gärtner von Typ x Tatse”

Das ist Paul.

Das ist Paul.

Paul Gärtner: Eine Liebe für den KSC und Sneakers

Es war auf der Haupttribüne des KSC-Stadions, wo sich die Wege von Paul und Marco von „Typ x Tatse“ zum ersten Mal trafen. 2004 war das. Beide hatten bei den Spielen immer ihren Fotoapparaten in der Tasche, hielten die spannenden Situationen auf dem Rasen fest. Die Euphorie der Fans, die Freude, den Frust. Sie kamen ins Gespräch, knipsten gemeinsam.

„Es gab nur keine Plattform, wo wir unsere Fotos nach den Spielen hochladen konnten“, erzählt Paul an einem spätsommerlichen Abend im „Bento“. „Marco und ich beschlossen deshalb, eine eigene Plattform zu gründen.“ Das Projekt „Typ x Tatse“ entstand. Auf ihrer Internetseite zeigen die beiden Karlsruher seit rund zwei Jahren unter anderem Bilder aus dem Stadion sowie von ihrer zweiten Leidenschaft: Sneakers.

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Foto: Typ x Tatse

Rund 60 ihrer Fotografien sind nun anlässlich der Ausstellung „Raum einnehmen“ von Mittwoch, 8. Oktober, bis Freitag, 10. Oktober, im Kulturraum Vanguarde zu sehen. Der Künstler Ralf Nikolai Gudat präsentiert dort außerdem eine Auswahl seiner Werke. Am Freitag ist zum Abschluss der Ausstellung ab 23 Uhr „Die tighteste Party der Stadt“, bei der vier DJs Indie Hip-Hop, Drum ‚n‘ Bass und Heavy Bass Music auflegen.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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