18. November 2016

Heimat: “Ein Abend mit Paul Gärtner und dem Karlsruhe Kalender”

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Ein Kalender aus und für Karlsruhe!

Pink mischt sich mit Gold, erleuchtet die Nacht, dreht sich. Es war bereits zu später Stunde, als Fotograf Paul Gärtner das Riesenrad auf dem Messplatz in Karlsruhe entdeckte, seine Kamera zückte, abdrückte. “Dieses Foto ist nun eines von zwölf Motiven, die ich für meinen Karlsruhe Kalender ausgewählt habe”, erzählt mir der 26-Jährige. Ein Jahr ist es nun her, dass er seinen Job in einer Agentur kündigte, alles auf eine Karte setzte und sich mit seiner Fotografie selbstständig machte. “Der Kalender ist nun mein bislang größtes und wichtigtes Projekt”, sagt Paul. Gespannt ist er, wie es angenommen wird.

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Das ist Paul. Von ihm sind auch alle Bilder.

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22. Dezember 2014

Flimmerkasten: “Das Salz der Erde”

Ein Film, der sprachlos macht
Völlig ausgemergelt liegen sie da, alles Leben ist aus ihnen gewichen. Nur noch Haut und Knochen sind übrig. Die Schwarzweiß-Fotografien von Sebastiao Salgado über das menschliche Leid in Afrika bewegen, verstören, rufen tiefstes Mitgefühl aus. Wim Wenders zeigt in „Das Salz der Erde“ das Lebenswerk und die Arbeiten des Brasilianers. Ein Film, so voller Wucht, dass ich mit permanenter Gänsehaut im Kino saß. Noch nie hat mich etwas auf der Leinwand so sprachlos gemacht. Weiterlesen »

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15. November 2014

Heimat: “Twittersalon – Durch die Nacht mit Degas”

Ausschnitt: Edgar Degas "Selbstporträt mit erhobenem Hut", um 1863 - © Calouste Gulbenkian Foundation, Lisbon M.C.G., Foto: Catarina Gomes Ferreira

© Calouste Gulbenkian Foundation, Lisbon M.C.G., Foto: Catarina Gomes Ferreira

Der erste “Tweetup” in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Elegant sieht er aus. Den Zylinder hält er in der Hand, ein schwarzer Gehrock und eine Weste kleiden ihn. Mit kühlem Blick mustert Edgar Degas den Betrachter. Im “Selbstporträt mit erhobenem Hut” zeigt sich der Künstler als eleganter Bourgeois. 30 Jahre ist er alt und ein Liebhaber der Ballettszene sowie der modernen Pariser Lebenswelt. “Die Komposition dieses Selbstporträts erinnert an die italienische Renaissance-Malerei aus dem 16. Jahrhundert. Durch die klar umrissene Körpersilhouette sowie die feine Modellierung von Gesicht, Händen und Gesicht werden aber auch Einflüsse der klassizistischen Porträtkunst deutlich”, erläutert Kurator Alexander Eiling anlässlich des ersten „Tweetups“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. „Twittersalon – Mit Degas durch die Nacht” so der Titel der Veranstaltung, die von den „Kulturkonsorten“ aus München mitorganisiert wurde. #degasskk Weiterlesen »

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6. Oktober 2014

Heimat: “Ein Abend mit Paul Gärtner von Typ x Tatse”

Das ist Paul.

Das ist Paul.

KSC und Sneakers

Es war auf der Haupttribüne des KSC-Stadions, wo sich die Wege von Paul und Marco von „Typ x Tatse“ zum ersten Mal trafen. 2004 war das. Beide hatten bei den Spielen immer ihren Fotoapparaten in der Tasche, hielten die spannenden Situationen auf dem Rasen fest. Die Euphorie der Fans, die Freude, den Frust. Sie kamen ins Gespräch, knipsten gemeinsam. „Es gab nur keine Plattform, wo wir unsere Fotos nach den Spielen hochladen konnten“, erzählt Paul an einem spätsommerlichen Abend im „Bento“. „Marco und ich beschlossen deshalb, eine eigene Plattform zu gründen.“ Das Projekt „Typ x Tatse“ entstand. Auf ihrer Internetseite zeigen die beiden Karlsruher seit rund zwei Jahren unter anderem Bilder aus dem Stadion sowie von ihrer zweiten Leidenschaft: Sneakers.

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Foto: Typ x Tatse

Rund 60 ihrer Fotografien sind nun anlässlich der Ausstellung „Raum einnehmen“ von Mittwoch, 8. Oktober, bis Freitag, 10. Oktober, im Kulturraum Vanguarde zu sehen. Der Künstler Ralf Nikolai Gudat präsentiert dort außerdem eine Auswahl seiner Werke. Am Freitag ist zum Abschluss der Ausstellung ab 23 Uhr „Die tighteste Party der Stadt“, bei der vier DJs Indie Hip-Hop, Drum ‚n‘ Bass und Heavy Bass Music auflegen.

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26. Dezember 2013

Heimat: Steffen Weber

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Das ist Steffen.

Es war ein Zoobesuch in Hamburg, der Steffen Weber zu seiner Zwischenwelten-Ausstellung inspirierte. Lange stand er vor dem Zebragehege, inspizierte die Tiere genau, nahm seine Kamera aus der Tasche, klick. Wieder zu Hause in Landau ließ der 30-Jährige das Foto im Großformat entwickeln, bearbeitete es mit Pigmenttusche, Acryl- und Ölfarben, modifizierte das Motiv. So entstand das Werk „Frau in Zebraleggins“ – das unter anderem im „Schauraum“ in Karlsruhe sowie im Kulturraum „Vanguarde“ zu sehen war.

Frau in Zebraleggings - Beliebtestes Bild

Früh entdeckte Steffen Weber seine Leidenschaft für die Kunst. „Als Kind malte ich stundenlang“, erzählt er heute. Meist auf einer Minileinwand neben seinem Opa, der auf einer weitaus größeren Fläche mit Ölfarben experimentierte. „Ich war fasziniert von ihm, imitierte die Bewegungsabläufe.“ Jahre später fertigte er Porträts von seinen Schulfreunden an – schenkte sie ihnen zu Geburtstag. „Von Lehrern erstellte ich Karikaturen und Comics.“

Trotzdem entschloss sich Steffen Weber nach dem Abitur zunächst für ein Studium in München mit Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“. „Relativ schnell merkte ich aber, dass mich das nicht richtig ausfüllt“, sagt er. Als er eines Tages auf dem Campus an einem Kunstatelier vorbei kam, die Leinwände sah, den Duft von Farbe und Lack roch, stand seine Entscheidung fest: „Ich muss mein Studienfach wechseln“.

Er brach sein Studium in München ab, zog nach Landau, schrieb sich dort für Kunst und Geschichte ein – auf Lehramt. „Es war die richtige Entscheidung“, sagt er heute. „Während meines Studiums begann ich verstärkt mit Fotografien zu arbeiten.“ Außer seinen „Zwischenwelten“-Werken fertigte er bunte Foto-Quilts an.

quilt 2Viel Zeit verbrachte Steffen Weber in den vergangenen Jahren außerdem mit verschiedenen Zeichentechniken, übte stundenlang „Ein Selbstporträt erschuf ich auf verschiedene Weisen – mit der rechten und linken Hand sowie mit geschlossenen Augen.“ Den Arbeitsverschleiß dokumentierte er fotografisch.

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Mehrere Ausstellungen folgten. In Karlsruhe, Landau und Nürnberg. „Bei meinen Werken ist mir wichtig, dass Spielraum für den Betrachter bleibt.“ Welche Informationen kann ich daraus ziehen? Das wolle er nicht restriktiv vorgeben.

Seit September unterrichtet  Steffen Weber an einem Gymnasium in Schifferstadt. „28 Stunden die Woche nur Bildende Kunst, das ist perfekt“, sagt er mit einem Lachen. Das Referendariat im vergangenen Jahr habe ihm viel Zeit und Energie geraubt, fügt er hinzu. “Nun bin ich aber wieder im Schaffensprozess – und auf der Suche nach neuen Locations für Ausstellungen.“
Pienzessin kleinwww.webersteffen.com
https://www.facebook.com/steffenweber.kunst?fref=ts

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3. April 2013

Heimat: “Sarah Hähnle”

Das ist Sarah. Sie hat netterweise alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Das ist Sarah. Sie hat auch alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Mit der Kamera durch die Welt

Etwa 13 Jahre war Sarah Hähnle alt, als sie von ihrem Vater ihre erste Spiegelreflex-Kamera geschenkt bekam. Aus Interesse wurde schnell Leidenschaft. Urlaube, Spaziergänge, Partys und Ausflüge mit Freunden: „Überall hatte ich die Kamera dabei“, erzählt die 30-Jährige. Klick. Unzählige Male drückte sie auf den Auslöser, ließ die Fotos entwickeln, klebte sie in Alben. Zahlreiche Erinnerungen hielt sie dadurch aufrecht.

Der Zeitvertreib wurde zum Beruf. Seit Anfang Februar hat Sarah Hähnle in der Uhlandstraße 7 in Mannheim ihr eigenes Atelier. „Hinterhaus“ heißt es. Dort bietet sie in regelmäßigen Abständen Workshops an. Die nächsten Kurse zu „Grundlagen und Geschichte der Fotografie“ sind am Samstag, 13., und Sonntag, 21. April. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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