14. April 2016

Schmöker: “The Circle” von Dave Eggers

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Wie viel Realität steckt in “The Circle”?

Die Nachricht knatterte vor wenigen Tagen aus meinem Radio in der Küche: „Facebook bietet nun allen Nutzern die Funktion ,Live-Video’ an“, tönte es aus dem kleinen Ding. Das heißt, jeder kann nun sein Leben filmen und seinen Freunden über das soziale Netzwerk präsentieren. Mich fröstelte es. Meine Gedanken wanderten zu dem Buch „The Circle“ von Dave Eggers, das ich gerade zuvor zu Ende gelesen hatte. Ein eigentlich dystopischer Roman, der mir aber erschreckend real erscheint. Weiterlesen »

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26. September 2015

Schmöker: “Girl on the Train” von Paula Hawkins

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Dynamisch, kurzweilig, spannend

Ein Krimi, der bereits vor seiner Veröffentlichung als Bestseller vermarktet wird: Als ich im Juni den “Spiegel”-Artikel über “Girl on the Train” las, wurde ich neugierig. Kann ein Buch, das unter solchen kommerziellen Bedingungen entsteht, und der großen Masse gefallen soll, gut sein? Ich habe es nun gelesen und bin positiv überrascht. Dynamisch, kurzweilig und ein überaus gut gestrickter Plot – das Buch von Paula Hawkins ist gelungen. Einzige Einschränkung: die Konzeption der weiblichen Charaktere. Weiterlesen »

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28. Mai 2015

Flimmerkasten: “A most wanted Man”

Spannender Thriller mit Philip Seymour Hofmann

In der tiefschwarzen Nacht schwimmt er durch die Elbe. Issa Karpov sucht Asyl. Er betritt die Hansestadt Hamburg mit Narben am Rücken und mächtigem Bart. Der Tschetschene mit muslimischem Glauben wurde in russischen und türkischen Gefängnissen gefoltert. Doch auch in Hamburg ist er keineswegs sicher. Sowohl Verfassungsschutz, CIA als auch eine autonom operierende Anti-Terroreinheit haben ihn im Visier – und verfolgen dabei ihre ganz eigenen Strategien. „A most wanted Man“ mit Philip Seymour Hofmann ist ein äußerst spannender Thriller. Weiterlesen »

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7. Januar 2015

Flimmerkasten: “Die süße Gier”

Toller und spannender Film!

Es erwischt ausgerechnet den unschuldigen Kellner. Zu später Stunde wird er auf dem Nachhauseweg auf seinem Fahrrad von einem großen Auto erfasst, er stürzt, stirbt später. Wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte, wird in „Die süße Gier“ nun aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Film rund um die glitzernde Welt der Reichen und Schönen in Italien ist spannend sowie unterhaltsam. Er gehört gar zu den besten Sneak-Filmen, die ich in den vergangenen Jahren sah. Weiterlesen »

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3. Dezember 2014

Schmöker: “8 1/2 Millionen” von Tom McCarthy

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Philosophie trifft Thriller
Der Brite Tom McCarthy hat mit 8 ½ Millionen ein sehr außergewöhnliches und spannendes Buch geschaffen: einen Thriller mit philosophischem Hintergrund. Verfilmt wurde das literarische Werk nun mit Tom Sturridge. Titel des Films, der 2015 in die Kinos kommen soll: „Remainder“.

Ausgelöschte Erinnerungen
„Etwas fiel vom Himmel. Technologie. Teile, Bruchstücke.“ Sie befördern den Protagonisten ins Koma. Was danach bleibt, ist „eine Leerstelle. Ein weißes Blatt, ein schwarzes Loch“. Im Krankenhaus und in der Reha muss er jede Bewegung neu erlernen. 8 ½ Millionen Pfund bekommt der Londoner als Schmerzensgeld dafür zugesprochen. Das ist die Ausgangssituation. Weiterlesen »

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5. September 2014

Schmöker: “Sommerhaus mit Swimmingpool” von Herman Koch

Mal wieder ein Thriller

Eigentlich wollte ich keine Thriller mehr lesen. Viel zu viele verschlang ich zu Beginn meiner Studienzeit. John Katzenbach, Tess Gerittsen, Hakan Nesser. In meinen ersten Semesterferien machte ich oft tagelang nichts anderes, als auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen. Ich ließ mich von der Spannung völlig in den Bann ziehen. Wer war der Mörder? Wieso, weshalb, warum? Ich fieberte mit, fand oft nur schwer ein Ende. Bis ich 2005 zu Weihnachten „Zusammen ist man weniger alleine“ geschenkt bekam. Beim Lesen des Werks von Anna Gavalda wurde mir wieder bewusst, wie schön es ist, ein Buch in den Händen zu halten, in dem jeder Satz schön ist. Es nicht darum geht, schnell zum Ende zu kommen, sondern jede einzelne Seite zu genießen. Seither meide ich Krimis. Eigentlich. Weiterlesen »

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13. Oktober 2013

Schmöker: “Die Deutschlehrerin” von Judith W. Taschler

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Für eine Zugfahrt suchte ich mir aus meinem riesigen Stapel an ungelesenen Büchern etwas Kurzweiliges aus. Meine Wahl fiel auf „Die Deutschlehrerin“ von Judith W. Taschler. Zum Geburtstag hatte ich dieses Buch von Freundinnen geschenkt bekommen. Ein wenig wie „Tannöd“ sollte es sein, verriet mir Jenny. Ok, ich war gespannt.

„Die Deutschlehrerin“ ist besser, gar eines der spannendsten Bücher, das ich seit langem in der Hand hatte. Von der ersten Seite an entwickelte der Thriller so einen starken Sog auf mich, dass ich ihn nicht mehr weglegen konnte und in den vergangenen Tagen in jeder freien Minute las – regelrecht mitfieberte.

Das Besondere an dem Werk von Judith W. Taschler ist der verschachtelte Aufbau. Die Geschichte beginnt mit einem E-Mail-Dialog. Daran beteiligt ist Xaver, ein erfolgreicher Jugendbuchautor. Er soll an einer Schule eine Schreibwerkstatt veranstalten und nimmt dazu Kontakt mit der zuständigen Deutschlehrerin auf, Mathilda. Ist es Zufall oder Schicksal? Xaver und Mathilda kennen sich bereits. Sie waren 16 Jahre lang ein Paar. Eines Tages zog Xaver aber still und heimlich aus, ließ Mathilda verzweifelt und mit gebrochenem Herzen zurück.

Es gibt nun Rückblenden, wie sich Mathilda und Xaver bei ihrem Germanistik-Studium kennen lernten, ein Paar wurden und was dann schief lief. Es gibt Vorausblenden, wie ihr Wiedersehen läuft, was danach passiert und sie erzählen sich beide Geschichten. Die unterschiedlichen Schreibstile, Einschübe und zeitlichen Sprünge sorgen für eine große Dynamik.

Judith W. Taschler wirft einem als Leser immer wieder neue Puzzle-Stücke hin. Ständig tauchen neue Fragen auf, die Antworten sind kaum zu erwarten, ich las und las und las, gierte nach dem Gesamtbild. Zuviel der Handlung möchte ich gar nicht verraten, nur das: Xavers Sohn wurde entführt. Hat Mathilda etwas damit zu tun? Oder Xaver selbst? Diese Fragen sind die treibende Kraft.

Ich bin so begeistert von diesem Buch, dass ich es bedingungslos jedem ans Herzen lege – ein ungewöhnlicher Thriller, der einen alles um sich herum vergessen lässt.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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