21. Juli 2019

Schmöker: “Die Geschichte der Balimores” von Joël Dicker

Die Geschichte der Baltimores: Ein spannender Roman über eine Familie

Es gibt Autoren, denen vertraue ich blind. Von ihnen kaufe ich Romane, ohne eine geringste Ahnung davon zu haben, um was es geht. Jonathan Franzen, Siri Hustvedt, Hanya Yanghiara oder Benedict Wells gehören dazu – und Joël Dicker. Von ihm las ich vor einigen Jahren „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“. Ein Buchhändler hatte mir den spannenden Wälzer empfohlen. In Rekordtempo verfolgte ich den Fall um die vermisste Nola, erzählt aus der Perspektive des Protagonisten Marcus Goldmann. Ich versank komplett in diese gut konstruierte Geschichte.

Marcus Goldmann ist nun auch im Nachfolgewerk „Die Geschichte der Baltimores“ Dreh- und Angelpunkt. Wieder spielt das Geschehen in den USA. Dieses Mal an verschiedenen Schauplätzen: in Baltimore (Maryland), in Montclair, einer mittelgroßen Stadt in New Jersey, und im sonnigen Florida, in der Stadt Boca Raton.

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14. Mai 2019

Schmöker: “Der größere Teil der Welt” von Jennifer Egan

Eine wilde Reise durch Zeit & Raum

Als ich „Der größere Teil der Welt“ zu lesen begann, ahnte ich nicht, auf welch wilde Reise mich Autorin Jennifer Egan mitnehmen wird. Innerhalb weniger Tage schwirrte ich von den 1970er-Jahren in die Zukunft, von San Francisco nach Neapel und dann ging es auch noch in die Wüste. Meine Reiseführer: Bernie Salazar, ein Musikproduzent sowie Ex-Punk und Sasha, seine adrette Assistentin mit kleptomanischen Zwängen.

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24. Februar 2019

Schmöker: “Der Trafikant” von Robert Seethaler

Ein Juwel in Buchform

Fast wäre „Der Trafikant“ in meinem Bücherchaos untergegangen. Bereits vor Jahren hatte ich ihn gekauft, auf meinen Stapel an ungelesenen Werken gelegt – und vergessen. Immer wieder kam ihm ein anderer Roman zuvor, verdrängte ihn. „Der Trafikant“ rutschte tief, tiefer und verschwand nahezu, bis ihn seine Verfilmung im vergangenen Jahr schlagartig in mein Gedächtnis zurückbrachte.

Zum Glück.

Innerhalb weniger Tage habe ich das Buch mit dem minimalistischen Cover nun gelesen, Satz für Satz aufgesaugt. „Der Trafikant“ ist voll mit wunderbaren Beschreibungen, Witz und einer Leichtigkeit der Sprache, die der Grausamkeit der Geschehnisse kurz vor dem Zweiten Weltkrieg diametral gegenübersteht – und dadurch erst recht eine Intensität entwickelt. Der Roman erfasste mich mit voller Wucht. Er ist ein funkelnder Juwel in Buchform.

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9. Dezember 2018

Schmöker: “Das Café am Rande der Welt” von John Strelecky

Schreiben: Mein Existenz-Zweck!

Es war ein riesiges Glück, dass ich meinen Zweck der Existenz bereits mit 22 Jahren fand. Ich saß eines Abends in einer Straßenbahn. Es war bereits dunkel draußen, schemenhaft rauschten Bäume am Fenster vorbei. Mein Blick wanderte durch den hell erleuchtenden Innenraum des Wagons, blieb an dem Mann hängen, der mir gegenüber saß, Zeitung las. In diesem Moment blitzte plötzlich eine Idee in meinem Kopf auf: Schreiben, das ist das, was ich machen möchte. Ich war mir sicher.

Es war eine absurde Situation, die aber mein komplettes Leben veränderte.

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18. Februar 2018

Schmöker: “Unorthodox” von Deborah Feldman

 

Flucht aus einer streng religiösen Gemeinschaft

Keine englischen Bücher, kein Fernseher, keine Jeans: Deborah Feldman wächst im New Yorker Stadtteil Williamsburg in einer chassidischen Satmarer-Gemeinde auf – einer der strengsten ultraorthodoxen jüdischen Gruppen überhaupt. Ihr Leben ist von religiösen Regeln durchzogen, Freiheiten gibt es keine. Das heißt: Frauen müssen sich strikt unterordnen, Bildung spielt keine Rolle, Ehen werden arrangiert. In „Unorthodox“ erzählt Deborah Feldman nun ihre persönliche Geschichte, von der Kindheit bis zu ihrer Flucht als Erwachsene aus der Gemeinde.

Ihre Autobiografie ist aber keineswegs eine wütende Abrechnung, sondern eine mitreißende Geschichte, die sehr präzise das Leben der chassidischen Menschen beschreibt. Deborah Feldman wertet nicht, vielmehr lässt sie die Fakten nüchtern für sich sprechen. Das genügt, um sich ein Bild zu machen, wie eng die Welt der Satmarer ist – und wie unfassbar mutig die Autorin war, ihre Koffer zu packen und auszubrechen. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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