22. November 2020

Flimmerkasten: “Borgen – Gefährliche Seilschaften”

 

Eine spannende Serie aus Dänemark: “Borgen”

Premierministerin und glückliches Familienleben – geht das gut? Die dänische Serie „Borgen“ zeigt genau diesen Spagat. Und lässt darüber hinaus einen Blick zu hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Es wird deutlich, wie nützlich Netzwerke sein können, wie Intrigen entstehen und welche Rolle die Medien dabei spielen. Das ist spannend und sehr unterhaltsam.   Weiterlesen »

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5. November 2015

Kurioses: “Das Missverständnis”

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Jenseits von Smartphone, Fernsehen und Internet: Seit geraumer Zeit bin ich Kulturlotsin am Badischen Staatstheater. Einmal im Monat unternehme ich etwas mit einem Mädchen, das 13 Jahre alt ist. Ein Alter, das nicht ganz so einfach ist. Ein Theaterbesuch steht da nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich versuche aber stets mein Bestes. Wir haben uns schon “Tschick” angeschaut und “Fucking Amal”, ein Stück über zwei schwedische Mädchen, die ineinander verliebt sind. Erst wird schräg gesungen, dann geknutscht. Der ganze Saal war voll mit Pubertierenden. Meiner 13-jährigen Begleitung hat es gefallen. Ich freute mich danach über frische Luft. Wir standen auch mal zusammen bei einer Kochshow in der “Insel” auf der Bühne und zauberten ein Überraschungsmenü für eine Jury. Das war ein wenig experimentell. Es lief nicht alles ganz nach Plan. Der Couscous war schuld. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nun soll es am Sonntag eine Oper sein. Ich muss gestehen: In diesem Gebiet bin ich keine Expertin. Lotsen wird da schwierig. Aber es ist ein Tipp der Projektleiterin. Ich schaute im Internet nach und nahm wahr: Dauer 4,2 Stunden. Das ist lange. Ich schrieb dem Mädchen und seiner Mutter – mit dezentem Verweis auf Beginn und Ende. Das schreckte sie nicht ab. Okay. Dann eben 4,2 Stunden Oper. Wahrscheinlich steckt das Mädchen das besser weg als ich. Weiterlesen »

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9. August 2015

Fernweh: “Ein Besuch in der Fondation Beyeler in Basel”

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The Painter © Marlene Dumas Foto: Peter Cox, © 2015, ProLitteris, Zürich

Marlene Dumas: The Image as Burden

Sie wirkt verletzlich, aggressiv, schuldig und unschuldig zugleich: “Die Malerin” (The Painter) von Marlene Dumas ist ein kleines nacktes Mädchen. Trotzig sieht ihr Gesichtsausdruck aus, ihr Körper ist bemalt, die Handgelenke in Farbe getaucht. Grenzen verschwimmen – zwischen Painter und Painting.

“The Painter” ist bereits am Anfang der Marlene Dumas Ausstellung “The Image as Burden” in der Fondation Beyeler in Basel zu sehen. Das Modell ist keine reine Fiktion: Die Künstlerin hat darauf 1994 ihre kleine Tochter Helena festgehalten. Es ist eine Momentaufnahme, die über Nacht entstand. Fesselnd und eindrucksvoll. Anlässlich der Bloggerreise Karlsruhe-Basel hatte ich die Möglichkeit, einen genaueren Blick auf die ganze Ausstellung zu werfen – und bin sehr angetan. “The Image as Burden” läuft noch bis zum 6. September.  Weiterlesen »

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21. Februar 2015

Flimmerkasten “Submarine”





“Submarine”: Ich liebe diesen Film!

Oliver Tate hat es nicht leicht: Sein Vater leidet an Depressionen, seine Mutter bandelt mit dem neuen Nachbarn, einem New-Age-Guru, an. Und dann ist er auch noch zum ersten Mal verliebt: In Jordana, die alles andere als einfach zu verstehen ist. Der 15-jährige Waliser stolpert so von einer skurillen Situation zur anderen – mit Dufflecoat und unbewegter Miene. Weiterlesen »

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19. Februar 2015

Fernweh: Krakau/Auschwitz

Auschwitz I

Ein Besuch in Auschwitz!

Auschwitz. Ein Ort des Schreckens. Als ich 2010 das Buch “Der Junge im gestreiften Pyjama” las, stand für mich fest: Ich möchte dorthin, mir ein Bild davon machen. Mich konfrontieren, nicht verdrängen, was damals im Zweiten Weltkrieg passierte. Weiterlesen »

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11. Oktober 2014

Flimmerkasten: “Gone Girl”





Erst lieben sie sich, dann streiten sie sich und am Ende herrscht Krieg – Waffen, Verletzungen und Terror inklusive. Nick (Ben Affleck) und Amy (Rosamund Pike) stehen im Mittelpunkt von „Gone Girl“, dem neuesten Werk von Regisseur David Fincher („Fight Club“, „House of Cards“). Der Thriller basiert auf dem gleichnamigen Buch von Gillian Flynn und ist perfekte Unterhaltung. 150 spannende Minuten, keine Sekunde Langweile. Einzig das Ende ist ein klein wenig enttäuschend. Weiterlesen »

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1. Oktober 2014

Heimat: “Ein Abend mit Nemanja Sarbajic und Tobias Talbot im Luis Leu Karlsruhe”

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Zwei Künstler, eine Leinwand

Es ist eine alte Radierung, die Tobias Talbot und Nemanja Sarbajic zum ersten Mal gemeinsam vor eine Leinwand brachte. Zehn Jahre ist das nun her. „Die Radierung stammte aus einer Kunstsammlung“, erzählt Tobias Talbot. Bewaffnete Römer waren darauf zu sehen. Pferde setzten zum Trab an.

Tobias Talbot stellte sich auf die linke Seite der Leinwand, Nemanja Sarbajic auf die rechte. Zusammen übermalten sie das Werk. Unter anderem mit blauen, roten und grünen Tönen. Ein Monster kam dazu, Berechnungen prangern nun an einer Hauswand, von den stolzen Vierbeinern blieben Schemen. Zwei Ausführungen sind von dieser einzigen gemeinsamen Arbeit der Karlsruher entstanden. „Eine kaufte sich der Sammler zurück“, sagt Nemanja Sabajic. Weiterlesen »

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21. September 2014

Flimmerkasten: “House of Cards”





“House of Cards” Eine mitreißende erste Staffel!

Er ist zynisch, eiskalt und bitterböse: Kevin Spacey spielt in „House of Cards“ den skrupellosen Politiker Francis Underwood. Die Serie von David Fincher ist eine Wucht. Messerscharfe und brillante Dialoge, überzeugende Schauspieler und eine Handlung, die spannend ist, mitreißt. Ich bin äußerst begeistert von der ersten Staffel  Weiterlesen »

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28. August 2014

Flimmerkasten: “Can a song save your life”





Große Erwartungen an “Can a song save your life”

Es gibt kaum einen Film, den ich so sehr liebe wie „Once“. Unzählige Male schaute ich die Low-Budget-Produktion von Regisseur John Carney. Die Geschichte um die beiden Musiker Glen Hansard und Marketa Irglova ist einfach herzreißend schön, der Soundtrack eine Wucht. Deshalb waren die Erwartungen groß, als ich gestern in der Vorpremiere von „Can a song save your life“, dem neuesten Werk von Carney, war. Weiterlesen »

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10. August 2014

Flimmerkasten: “Searching for Sugar Man”





Ein Pop-Märchen: Die Doku “Searching for Sugar Man”

Es ist ein wenig wie ein Pop-Märchen, ein schöneres Ende könnte es kaum geben: Der Dokumentarfilm „Searching for Sugar Man“ handelt von der Suche nach dem amerikanischen Sänger Rodriguez, der in den 1970er-Jahren in seiner Heimat erfolglos blieb, in Südafrika aber großen Erfolg hatte. Niemand wusste in dem zerrütteten Land mehr über ihn, Gerüchte über seinen Selbstmord auf der Bühne kursierten. Die beiden Südafrikaner Stephen „Sugar“ Segerman und Craig Bartholomew Strydom wollen nun wissen, was hinter dem Mythos „Rodriguez“ steckt. Sie beginnen zu recherchieren – mit überwältigenden Ergebnissen. „Searching for Sugarman“ bekam 2013 den Oscar als besten Dokumentarfilm. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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