9. Mai 2021

Schmöker: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

Ein eindringlicher Roman: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

Berlin 1940. Es ist ein Brief, der Otto und Anna Quangel die traurige Nachricht bringt: Ihr einziger Sohn ist im Krieg gefallen. Die Quangels sind fassungslos. Ihnen wird klar: Adolf Hitler und sein Regime bringen nur Unheil, es darf nicht so weitergehen.

Otto Quangel greift deshalb zu Tinte und Papier, schreibt eindringliche Warnungen. Heimlich verteilt er diese besonderen Postkarten im Berliner Stadtgebiet in den Häusern. Seine Frau Anna begleitet ihn fast immer, unterstützt ihn. Es ist ein mutiges Unterfangen – ohne Happy End.

Die Kerngeschichte von „Jeder stirbt für sich allein“ beruht auf wahren Ereignissen. Sie bezieht sich auf das Leben von Elise und Otto Hampel, die zwischen 1940 und 1942 Widerstand gegen das NS-Regime leisteten und dafür zum Tode verurteilt wurden. Bilder von ihnen und Original-Postkarten sind im Roman am Ende abgedruckt.

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25. März 2021

Schmöker: „Ministerium der Träume“ von Hengameh Yaghoobifarah

„Ministerium der Träume“: ein Roman, der Bilder erzeugt und Töne erklingen lässt

TRAUM(A)FABRIK. Es braucht nur einen einzigen Buchstaben, um einen Traum platzen zu lassen. Protagonistin Nasrin entdeckt das zusätzliche „a“ im Graffito auf dem Gebäude gegenüber ihres Balkons nur wenige Stunden nachdem ihre Schwester Nushin bei einem Autounfall starb. War es Schicksal, ein Selbstmord oder ein Mord? Es ist zunächst unklar.

Nushin war alleinerziehende Mutter. Ihr letzter Wille im Testament: Ihre Schwester Nasrin soll sich um die pubertierende Parvin kümmern, die Vormundschaft für sie übernehmen. Nasrin sagt ja, packt ihre Koffer und zieht in die Wohnung zu ihrer Nichte. Nach und nach entdeckt sie dort Hinweise, dass mit dem Unfall ihrer Schwester irgendetwas nicht stimmt. Nasrin begibt sich auf Spurensuche. Was ist mit Nushin passiert?

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27. Dezember 2020

Schmöker: “Corpus Delicti” von Juli Zeh

“Corpus Delicti”: Wie lebt es sich in einer Gesundheitsdiktatur?

Mit Mundschutz durch den Alltag: Was für die meisten Menschen in den westlichen Ländern vor einem Jahr noch völlig abwegig erschien, ist in „Corpus Delicti“ von Juli Zeh Normalität. Der 2009 erschienene Roman spielt in der nahen Zukunft, irgendwann Mitte des 21. Jahrhunderts.

Die parlamentarische Demokratie hat ausgedient, stattdessen hat sich eine Gesundheitsdiktatur etabliert: die METHODE. Die Menschen tragen einen Chip im Arm, um ihre Aktivitäten und Körperwerte zu messen. Alles nur erdenklich Schädliche ist in der Diktatur verboten. Das heißt: keine Süßigkeiten, keine Zigaretten, kein Alkohol. Sport gehört zum Pflichtprogramm. Die Intention dahinter:

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12. März 2020

Schmöker: “Der weiße Tiger” von Aravind Adiga

Ein Roman mit Herz: “Der weiße Tiger” von Aravind Adiga

Vom Sohn eines armen Rikschafahrers zum Denker und erfolgreichen Unternehmer: Der Inder Balram Halwai erzählt in sieben Nächten seine Lebensgeschichte – mittels Briefen an den chinesischen Ministerpräsidenten. Er berichtet, wie er als junger Mann den Sprung aus einem kleinen Dorf nach Delhi schaffte, dort reiche Männer im Honda durch die Großstadt fährt und dabei zum Mörder wird. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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