12. Dezember 2013

Flimmerkasten: “Imagine”

Über eine Blindeneinrichtung in Lissabon: Imagine

Er schnipst mit den Fingern, klatscht in die Hände und bahnt sich mithilfe des Echos seinen Weg durch Lissabon. Ian (Edward Hogg) ist blind. Zur Orientierung hat er sich seine ganz eigenen Methoden antrainiert. Auf einen Stock verzichtet er. Stattdessen schätzt er mithilfe von Geräuschen Entfernungen ein und versucht so, Hindernisse zu umgehen. Das gelingt ihm mal mehr, mal weniger. Zahlreiche Schrammen zieren sein Gesicht, Blutkrusten erinnern an Stürze und Kollisionen.

Ian kommt nun an eine private Blindeneinrichtung in Lissabon und soll dort den Kindern bei der Orientierung im Alltag helfen. Doch seine alternativen Methoden geraten an ihre Grenzen und sorgen für Ärger. Weiterlesen »

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10. Dezember 2013

Heimat: “Ein Nachmittag bei Harriet Deris”

Fernseh-Auftritte, Restaurant-Leitungen, eine eigene Modelinie – mit der Köchin Harriet Deris hatte ich vor kurzem bei der Arbeit zu tun. Es war ein sehr nettes Aufeinandertreffen. Der Artikel ist heute in den BNN im Teil “Südwestecho” nachzulesen.

Harriet

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8. Dezember 2013

Heimat: “Ein Tee bei hannafaktur in Karlsruhe”

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Ein Besuch im Atelier!

„Schnell, komm herein, es ist so kalt“, sagt Hanna, als ich an diesem eisigen Winterabend vor ihrer Ateliertür in der Morgenstraße stehe. Versteckt ist ihr Arbeitsraum in einem Hinterhof. Stempel, Kalender, Broschen, Postkarten – dort entsteht all das, was sie unter ihrem Label „hannafaktur“ verkauft.

Hanna bringt mir zunächst einen dampfenden Ingwer-Tee. Dann setzt sie sich an einen Tisch, wo bereits rotes und grünes Papier liegt. „Ich mache gerade neue Weihnachtskarten fertig“, erzählt die 31-Jährige und beginnt zu falten. Auf zahlreichen Kunsthandwerk-Weihnachtsmärkten in Deutschland verkauft sie die Karten – unter anderem auch am kommenden Freitag und Samstag (13. + 14. Dezember) bei der Lametta im Tollhaus. Weiterlesen »

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5. Dezember 2013

Heimat: “Ein Kaffee mit Alex Mizurov”

Mit dem deutschen Skateboardmeister, Alex Mizurov, habe ich mich vor wenigen Tagen für die BNN getroffen. Der Artikel ist heute erschienen.

Alex

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3. Dezember 2013

Flimmerkasten: “Inside Llewyn Davis”

Der neue Film der Coen-Brothers: Inside Llewyn Davis

Ein Film der Coen-Brothers über einen erfolglosen Folkmusiker – seit Wochen freue ich mich schon auf den Kinostart von „Inside Llewyn Davis“. Ungeduldig zählte ich bereits die Tage bis zum 5. Dezember, schaute gefühlte 30-mal den Trailer. Nun wurde meine Wartezeit verkürzt: Der Film flimmerte gestern Abend in der Sneak Preview über die Leinwand. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es ist ein wunderbarer Film. Die Schauspieler, die Musik, die Bilder, die Dialoge: Es passt einfach alles. Weiterlesen »

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28. November 2013

Schmöker: “Ein Abend mit Denis Scheck in Karlsruhe”

Wenn Denis Scheck mit „Druckfisch“ am späten Sonntagabend im Fernsehen zu sehen ist, schlafe ich meist schon. So freue ich mich immer, wenn er wie am gestrigen Abend in Karlsruhe vorbeischaut.

Romane, Krimis, Sachbücher und Comics: Die unterschiedlichsten Werke hat der Literaturkritiker auf seinem Tisch im Literaturhaus im Prinz Max-Palais drapiert. Dabei betont er gleich zu Beginn: „Niemand muss was gelesen haben.“

Sich bei der Bücher-Auswahl an der Bestseller-Liste zu orientieren, davon rät Denis Scheck kategorisch ab. „Dahinter verbergen sich nicht die besten, sondern nur die am meisten verkauftesten Werke.“

Dass die Masse scheinbar kein Geschmack hat, zeige sich unter anderem an den drei Bänden von „Shades oft Grey“. Das sei „Literatur für Neandertaler“, sagt Scheck. Wer einen richtig guten Porno lesen wolle, solle sich “Haus der Löcher” von Nicholson Baker kaufen.

Auch von Paulo Coelho ist der Kritiker wenig angetan. „Das ist gar mein Lieblingsfeind“, sagt er. Coelhos Darstellung der Welt in „Der Alchimist“ sei trivial, banal, unterkomplex. Das Buch ist laut Denis Scheck zum „gegen die Wand schmeißen“.

Weitaus besser kommt bei ihm – überraschenderweise – Dan Browns „Sakrileg“ weg. „Es ist immer eine Frage des Maßstabs“, erklärt Denis Scheck seine Sympathien für den Thriller. „Sakrileg“ sei das Pendant zu einem spannenden Popcorn-Movie und eigne sich hervorragend als Lektüre am Pool. „Ein kleiner Schundroman“, sagt der Kritiker mit einem Augenzwinkern.

Zu lesenswerten Bestsellern gehören seiner Meinung nach auch „Lolita“ von Vladimir Nabokov (“da prallen die amerikanische und europäische Kultur aufeinander“) oder „Und dann gabs keines mehr“ von Agatha Christie („eine anständige Krimiautorin“).

Gut zur Orientierung im Buch-Dschungel eigneten sich Messen oder Preise, sagt Denis Scheck. Seine Empfehlung: „Flut“ von dem Brasilianer Daniel Galera (sein Heimatland stand bei der Buchmesse in Frankfurt im Mittelpunkt). Oder „Pong redividus“ von Sibylle Lewitscharoff. Sie gewann in diesem Jahr den Georg-Büchner-Preis.

Denis Schecks Buchpreis-Gewinner der Herzen ist Reinhard Jirgl mit „Nichts von euch auf Erden“. Vorsicht: Selbst der belesene Kritiker Scheck brauchte nach eigenen Angaben drei Anläufe, bis er mit dem Buch warm wurde. „Es lohnt sich aber.“

Lesenswert sind seiner Meinung nach auch:

• „Honig“ von Ian McEwan (eine spannende Geschichte über den britischen Geheimdienst).
• „Stoner“ von John Williams (ein Roman, der einen Literaturwissenschaftler von der Wiege bis zur Bahre begleitet) und
• „Entenhausen – Die ganze Wahrheit“ von Patrick Bahners.

Denis Schneck schenkt seiner Mutter übrigens “Königsallee” von Hans Pleschinski zu Weihnachten – wer Thomas Mann mag, habe damit große Freude, versprach er.

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26. November 2013

Fernweh: Roadtrip Part VII”

3. Stopp: Kopenhagen

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Meinen Geburtstag feiern – davon bin ich großer Fan. Nur noch wenige Stunden, dann sollte es endlich soweit sein. Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Zunächst wollten wir uns aber Kopenhagen in Ruhe anschauen.

Erster Stopp nach dem Frühstück: eine Bootsfahrt. Startpunkt war Nyhavn. Dort wohnten in den bunten Giebelhäuschen direkt am Kanal früher die Kaufleute und Künstler. Zwischen 1845 und 1864 lebte in Nummer 67 auch Hans Christian Andersen. Weiterlesen »

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22. November 2013

Flimmerkasten: “Glaube”

Liebe – Glaube – Hoffnung: die Trilogie von Ulrich Seidl

Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl hat mit seiner Paradies-Trilogie drei Filme geschaffen, die provokanter kaum sein könnten und das Maß des Erträglichen mehrmals überschreiten. Trotzdem sind sie sehr empfehlenswert. Weiterlesen »

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17. November 2013

Schmöker: “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” von Joel Dicker

Spannend und gut: “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert”

Eine Mischung aus Gesellschaftsroman, spannendem Krimi und Liebesgeschichte: “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” hat mich in den vergangenen Tagen komplett in den Bann gezogen. 

Von der Buchhandlung zu Hause angekommen, fing ich direkt an zu lesen und konnte gleich am ersten Abend drei Stunden lang nicht mehr damit aufhören. In kürzester Zeit war ich gedanklich nach Aurora, einer Stadt in New Hampshire, gereist. Dort spielt sich die Geschichte von Joel Dicker zum größten Teil ab. Weiterlesen »

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14. November 2013

Flimmerkasten: “Blue Jasmine”

Einfach nur toll: Blue Jasmine!

Als ich den Trailer von „Blue Jasmine“ vor Monaten im Open-Air-Kino zum ersten Mal sah, stand für mich fest: Diesen Film von Woody Allen muss ich nicht sehen. Cate Blanchett als eine Frau, die alles verliert, deshalb bei ihrer Schwester in der unteren Mittelschicht landet und mehr trinkt, als ihr gut tut. Nein. Das kam alles sehr schwer und theatralisch rüber.

Doch dann las ich in den vergangenen Tagen mehrere sehr positive Kritiken über den Film, wurde neugierig und schaute ihn mir doch an. Froh bin ich darüber. Nach dem zwar kurzweiligen, aber wenig beeindruckenden „To Rome with Love“ hat Woody Allen wieder ein sehr ansprechendes Werk auf die Leinwand gezaubert.  „Blue Jasmine“ ist böse, lustig, aber auch ernst, dabei keine Minute anstrengend, sondern einfach nur sehr unterhaltsam und zeigt einen Einblick in die groteske Welt der Superreichen. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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