9. Januar 2014

Flimmerkasten: “Das erstaunliche Leben des Walter Mitty”

Zum Einschlafen: „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“

Poetisch, wunderbar, magisch. Von wegen. Völlig schleierhaft ist mir, warum „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ zahlreiche positive Kritiken erhielt. Der Film ist voller schlechter Dialoge, kitschig und mit einem völlig bescheuerten Ende. Während ich mehrmals fluchend und kopfschüttelnd vor der Leinwand saß, schlief meine Begleitung kurz vor dem „spannenden“ Finale einfach ein. Weiterlesen »

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6. Januar 2014

Flimmerkasten: “Blau ist eine warme Farbe”

Ganz schön viele Emotionen

Minutenlange Sexszenen, ein Ozean voller Tränen und ganz schön viel Gefühlschaos – selten habe ich einen Film gesehen, der mich emotional so berührte, wie „Blau ist eine warme Farbe“. Obwohl das Werk von Regisseur Abdellatif Kechiche drei Stunden lang ist, langweilte ich mich keine einzige Sekunde. Im Gegenteil: Es ist ein wunderbar einfühlsames und sensibles Werk, das der Tunesier auf die Leinwand zauberte. 179 Minuten voller Liebe, ganz ohne Kitsch. Einzig die zahlreichen und teilweise sehr langen intimen Szenen zwischen beiden Frauen hätten einen Ticken kürzer ausfallen dürfen. Weiterlesen »

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4. Januar 2014

Miriams erster Kuss

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2. Januar 2014

Schmöker: “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer

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Tiere essen oder nicht? Diese Frage stellte sich für mich lange Zeit nicht. Auf dem Land bin ich groß geworden, war als Kind bei der Kartoffelernte dabei und erlebte, wie die Schweine und Hasen von meinen Großvätern nach einem zufriedenen Leben geschlachtet wurden. Meine Eltern halten heute noch Hühner, die friedlich auf der Wiese herum spazieren und so lange leben dürfen, wie sie wollen. Ich wuchs mit einer klaren Abgrenzung von Nutz- und Haustieren auf. Und damit, dass nachvollziehbar ist, wo der Sonntagsbraten herkommt.

Bereits seit Jahren esse ich aber nur noch selten Fleisch. Das ist bislang jedoch mehr eine Geschmacksfrage als eine bewusste moralische Entscheidung gewesen. Ich liebe Pasta, bastle mir gerne einen bunten Salat zusammen oder kombiniere Reis mit verschiedenen Gemüsesorten. Wurst hat gegen Käse keine Chance. Es schien mir aber nicht verwerflich, ab und an mal eine Lasagne zu kochen oder in einem Restaurant ein Rindersteak zu bestellen.

Mir „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer zu Gemüte führen, das stand deshalb nicht unbedingt auf meiner „To Do“-Liste. Nun brachte mir aber ein Arbeitskollege das Sachbuch mit. Und da ich von Foer bereits einige Bücher gelesen habe und ihn als Autor sehr schätze, wollte ich nun doch wissen, was er zu dem Thema sagt. Ich bin begeistert.

Am meisten imponiert hat mir an dem Buch, dass Foer auf keiner Seite mit erhobenem Zeigefinger agiert. Kein einziges Mal versucht er Schwarz-Weiß-Muster aufzubauen. Vielmehr überzeugt er mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, die er auf den letzten Seiten ausführlich belegt.

Natürlich gibt es in „Tiere essen“ genaue und schreckliche Beschreibungen von Massentierhaltungen. Foer differenziert dabei zwischen Anlagen für Hühner, Schweine, Rinder und geht auch auf unterschiedliche Fangmethoden ein. Das sind streckenweise so drastische Schilderungen, dass es mich erschauderte und ich eine Wut auf die Menschen bekam, die hinter diesem System stehen. Auch der Aspekt, wie viel Antibiotika in den USA jährlich an Tiere ausgegeben werden, haute mich um: acht Millionen Kilogramm. Im Vergleich: Für Menschen sind es 1,4 Millionen Kilogramm. Das ist verrückt.

„Tiere essen“ ist darüber hinaus sehr vielschichtig. Tierschutzaktivisten kommen zu Wort, einzelne Farmer und Rancher geben ihre Ansichten wider, ein Fleischproduzent verteidigt sich und Foer lässt immer wieder seine persönlichen Ansichten einfließen. Auch ist das Werk – Foertypisch – völlig unkonventionell aufgebaut. Der Amerikaner hat eine alphabetische Wortbedeutung zusammengestellt, diese beinhaltet Definitionen unter anderem von Anthropomorphismus, Käfigbatterie und Wohlfühlessen. Er berichtet außerdem von der ersten Massentierhalterin sowie vom Zusammenhang von Tierzucht und Pandemien. Das ist höchst interessant.

Einen besonders tollen Aspekt fand ich, dass Foer einräumt, dass er selbst noch Gelüste auf Fleisch oder Sushi hat. Er fragt sich dann aber immer, ob das Leiden der Tiere nicht über diesem Appetit stehen sollte. Und lässt es deshalb sein. Das ist ein schöner Ansatz, den ich nun selbst in mein Leben verankert habe. Ob es mir gelingen wird, diese Maxime in jeder Situation zu befolgen, das weiß ich nicht. Komplett restriktiv möchte ich nicht agieren. Aber inzwischen ist es für mich nur noch schwer möglich, mit gutem Gewissen Fleisch und Fisch zu konsumieren. Jonathan Safran Foer hat es tatsächlich geschafft, dass ich keinen legitimen Grund mehr finde, Tiere zu essen – und das auf völlig sympathische Art und Weise.

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29. Dezember 2013

Flimmerkasten: “Only Lovers Left Alive”

Der neue Film von Jim Jarmusch

Zu Jim Jarmusch-Filmen habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Während mich „Broken Flowers“, „Coffee and Cigarettes“ oder auch „Night On Earth“ sehr gut unterhielten, war „Dead Man“ eine nicht zu bewältigende Herausforderung. Gleich zwei Mal versuchte ich ihn in unterschiedlicher Gesellschaft auf DVD anzuschauen, jedes Mal schliefen alle Beteiligten ein.

Nun lief am Donnerstag das neueste Werk von Jim Jarmusch an: „Only Lovers Left Alive“, ein Film über ein Vampir-Ehepaar. Sehr skeptisch war ich, ob mich eine Geschichte mit Blut saugenden Geschöpfen wirklich mitnimmt. Doch jede Sorge war unbegründet – der Film ist äußerst sehenswert, wenn auch der Spannungsbogen gering und es an manchen Stellen ein wenig langatmig ist. Macht am Ende aber nichts. In „Only Lovers Left Alive“ stimmt jedes Detail – sowohl visuell als auch akustisch. Weiterlesen »

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26. Dezember 2013

Heimat: “Ein Abend mit Steffen Weber”

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Das ist Steffen.

Kunstwerke von Steffen Weber

Es war ein Zoobesuch in Hamburg, der Steffen Weber zu seiner Zwischenwelten-Ausstellung inspirierte. Lange stand er vor dem Zebragehege, inspizierte die Tiere genau, nahm seine Kamera aus der Tasche, klick. Wieder zu Hause in Landau ließ der 30-Jährige das Foto im Großformat entwickeln, bearbeitete es mit Pigmenttusche, Acryl- und Ölfarben, modifizierte das Motiv. So entstand das Werk „Frau in Zebraleggins“ – das unter anderem im „Schauraum“ in Karlsruhe sowie im Kulturraum „Vanguarde“ zu sehen war.

Frau in Zebraleggings - Beliebtestes Bild Weiterlesen »

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17. Dezember 2013

Flimmerkasten: “Saving Mr. Banks”

Saving Mr Banks: die Geschichte hinter Mary Poppins

Superkalifragilistischexpiallegetisch – ich liebe Mary Poppins. Schon als Kind begeisterte mich das herzensgute Kindermädchen. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit gehört das Filmmusical zum Pflichtprogramm.

Wer Mary Poppins erschuf und wie der Film entstand – darüber machte ich mir trotzdem nie Gedanken. Auch dass es Bücher gibt, war mir nicht bewusst. Das Kindermädchen der Familie Banks war für mich schlichtweg eine unglaublich liebenswerte Filmfigur – nicht mehr und nicht weniger.x

Dass Mary Poppins aber soviel mehr als das ist, wurde mir nun gestern Abend dank „Saving Mr. Banks“ klar. Sehr ans Herz ging mir dieser Film, der auf wahren Begebenheiten beruht. Weiterlesen »

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12. Dezember 2013

Flimmerkasten: “Imagine”

Über eine Blindeneinrichtung in Lissabon: Imagine

Er schnipst mit den Fingern, klatscht in die Hände und bahnt sich mithilfe des Echos seinen Weg durch Lissabon. Ian (Edward Hogg) ist blind. Zur Orientierung hat er sich seine ganz eigenen Methoden antrainiert. Auf einen Stock verzichtet er. Stattdessen schätzt er mithilfe von Geräuschen Entfernungen ein und versucht so, Hindernisse zu umgehen. Das gelingt ihm mal mehr, mal weniger. Zahlreiche Schrammen zieren sein Gesicht, Blutkrusten erinnern an Stürze und Kollisionen.

Ian kommt nun an eine private Blindeneinrichtung in Lissabon und soll dort den Kindern bei der Orientierung im Alltag helfen. Doch seine alternativen Methoden geraten an ihre Grenzen und sorgen für Ärger. Weiterlesen »

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10. Dezember 2013

Heimat: “Ein Nachmittag bei Harriet Deris”

Fernseh-Auftritte, Restaurant-Leitungen, eine eigene Modelinie – mit der Köchin Harriet Deris hatte ich vor kurzem bei der Arbeit zu tun. Es war ein sehr nettes Aufeinandertreffen. Der Artikel ist heute in den BNN im Teil “Südwestecho” nachzulesen.

Harriet

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8. Dezember 2013

Heimat: “Ein Tee bei hannafaktur in Karlsruhe”

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Ein Besuch im Atelier!

„Schnell, komm herein, es ist so kalt“, sagt Hanna, als ich an diesem eisigen Winterabend vor ihrer Ateliertür in der Morgenstraße stehe. Versteckt ist ihr Arbeitsraum in einem Hinterhof. Stempel, Kalender, Broschen, Postkarten – dort entsteht all das, was sie unter ihrem Label „hannafaktur“ verkauft.

Hanna bringt mir zunächst einen dampfenden Ingwer-Tee. Dann setzt sie sich an einen Tisch, wo bereits rotes und grünes Papier liegt. „Ich mache gerade neue Weihnachtskarten fertig“, erzählt die 31-Jährige und beginnt zu falten. Auf zahlreichen Kunsthandwerk-Weihnachtsmärkten in Deutschland verkauft sie die Karten – unter anderem auch am kommenden Freitag und Samstag (13. + 14. Dezember) bei der Lametta im Tollhaus. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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