5. Oktober 2015

Heimat: “Ein Nachmittag bei Jette Weber”

Das ist  Jette

Schmuckstücke aus Stoff

Jette Weber hat es sich gemütlich gemacht. Mit einer dampfenden Tasse Kaffee sitzt sie an diesem tristen Herbstnachmittag an einem großen Holztisch in ihrem Esszimmer. Um sie herum liegen verschiedene Stoffe verteilt. Mit Linien, Rauten, Punkten, in grün, blau oder beige. Das Rattern der Nähmaschine durchdringt die Stille, fügt die Stoffteile zusammen – zu einem bunten Patchwork-Schal. Ihre kleinen Stoff-Schmuckstücke präsentiert Jette auf ihrer Webseite und verkauft sie dort sowie bei Dawanda.  Weiterlesen »

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3. Oktober 2015

Heimat: “Ein Abend mit dem UND#8-Team”

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Das UND#8-Team von links: Jonathan Zacharias, Kaleki Witte, Therese Keßler, Maren Pfeiffer, Betty Dragan und Constanze Zacharias

Kulturfestival in der Dragonerkaserne

Wo einst eine Tankstelle für Druckerpatronen ihr einsames Dasein fristete, ist nun wieder Leben eingekehrt: Das Orga-Team der „UND#8” hat sich in der Fritz-Erler-Straße 7 ein Planungszentrum eingerichtet. Ein langer Zeitplan erstreckt sich in Papierform über die Wand, die gestalteten UND#8-Poster hängen daneben und auf Knopfdruck zeigt sich in einem Teil des Raums weißer Rauch, der sich zu einer Wolke formiert. Hinter der UND#8 steckt eine Plattform für freie Kunst, Karlsruher Kulturinitiativen und internationale Gäste, die sich bei einem Festival von 15.-18 Oktober in der Dragonerkaserne (Kaiserallee 12, Haltestelle Yorckstraße) präsentiert.

 

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26. September 2015

Schmöker: “Girl on the Train” von Paula Hawkins

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Dynamisch, kurzweilig, spannend

Ein Krimi, der bereits vor seiner Veröffentlichung als Bestseller vermarktet wird: Als ich im Juni den “Spiegel”-Artikel über “Girl on the Train” las, wurde ich neugierig. Kann ein Buch, das unter solchen kommerziellen Bedingungen entsteht, und der großen Masse gefallen soll, gut sein? Ich habe es nun gelesen und bin positiv überrascht. Dynamisch, kurzweilig und ein überaus gut gestrickter Plot – das Buch von Paula Hawkins ist gelungen. Einzige Einschränkung: die Konzeption der weiblichen Charaktere. Weiterlesen »

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19. September 2015

Kurioses: “Und dann war plötzlich das Auto weg”

Anhang 1-8Frieren im Winter, schwitzen im Sommer

Die Klimaanlage meines Autos ist kaputt. Das ist an heißen Tagen ein weitaus größeres Problem als an kalten. Denn während ich mich im Winter mit dicken Fäustlingen, Schal und Mütze in meinen kleinen Fiat setzen kann, sind meine Entkleidungsmöglichkeiten im Sommer begrenzt. Eine automatisierte Erfrischungsmaschine schwebte mir in den vergangenen Monaten deshalb des Öfteren vor. So eine, die ab und an kühlende Wassertropfen von sich gibt – aber selbstverständlich nur ganz hauchdünn und wohl verteilt. Wie so ein Mini-Sprenkler, der über den Sitzen befestigt ist; Bad-Hair-Days exklusive. Da diese Wundermaschine unglücklicherweise noch nicht den Weg in mein Auto fand, musste ich mir an diesem einen, ganz besonderen Tag anders helfen. Weiterlesen »

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13. September 2015

Heimat: “Ein Nachmittag in der Notunterkunft ,Kriegsstraße 200′”

Anhang 2-3

Eine bereichernde Erfahrung

Wir werden herzlich empfangen. Kaum haben wir die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Kriegsstraße 200 betreten, wirft sich ein kleines Mädchen mir in die Arme. Eine Schramme ziert ihre kleine Nase, ihre Augen leuchten. „Hallo, hallo”, sagt sie immer wieder zu meiner Freundin Jette und mir. Ihre Freude über unseren Besuch ist groß.

Anlass für unser Kommen ist die Kinderbetreuung am Sonntagnachmittag. In eine Doodle-Liste haben wir uns dafür im Vorfeld eingetragen. Unseren Personalausweis müssen wir zunächst am Eingang der Security zeigen, dann sind wir mittendrin.  Weiterlesen »

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8. September 2015

Heimat: “Ein Abend mit Esther von Minette”

Das ist Esther.

Mode für moderne Mädchen

Rosa Teppich, weiße Möbel, glitzernder Schmuck – Esther Laut hat sich mit ihrer Boutique „Minette“ in der Amalienstraße 39 einen Mädchentraum erschaffen. An den kupferfarbenen Kleiderständern hängen Pullis, Jacken, Kleider und Hosen von verschiedenen Labels, unter anderem aus Skandinavien und Frankreich. „Ich möchte modernen Frauen in Karlsruhe die passende Kleidung bieten“, sagt die 28-Jährige. Auch Interior-Besonderheiten gibt es bei ihr zu kaufen: unter anderem den hübschen Papiersack „Le sac en papier“. Offizielle Eröffnung von „Minette – Coneptstore“ ist am Samstag, 12. September, ab 11 Uhr.

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2. September 2015

Kurioses: “Neues aus der Nachbarschaft”

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Seit geraumer Zeit gibt es einen sehr merkwürdigen Laden in meiner Nachbarschaft. Früher gab es dort Laufschuhe zu kaufen. Ständig joggten deshalb aktive Menschen vor dem Schaufenster auf und ab – sie legten kurze und schnelle Sprints hin und taten alles, um das bestmögliche Modell zu finden. Ich konnte dies  von meinem Wohnzimmerfenster aus sehr gut beobachten. Dynamische Ladies mit modischen Nikes, ältere Herren mit funktionalen Reeboks. Der Besitzer nahm auch immer meine Pakete entgegen; die kleinen mit den Kontaktlinsen, die großen mit den Kleidern. Diese Zeiten sind vorbei. Leider. Weiterlesen »

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23. August 2015

Schmöker: “Letztendlich sind wir dem Universum egal” von David Leviathan

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Neuer Tag, neues Leben

Die Geschichte ist ein wenig kurios: A ist 16 Jahre alt, lebt in den USA und wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf. Mal ist er ein Junge, mal ein Mädchen. An guten Tagen lebt er in geordneten Verhältnissen, an den schlechten im Chaos. A hat sich mit den Jahren daran gewöhnt, kein festes Zuhause und keine eigene Familie zu haben. Doch dann lernt er Rhiannon kennen. Er verliebt sich in sie – und wünscht sich nichts sehnlicher, als bei ihr bleiben zu können. „Letztendlich sind wir dem Universum egal” ist ein philosophischer Roman für Jugendliche. Ich habe ihn in kürzester Zeit durchgelesen, er ist klug, unterhaltsam und hat eine schöne Message.  Weiterlesen »

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21. August 2015

Heimat: “Ein Abend mit zwei KA300-Volunteers”

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Das sind Julia und Marek

 

Von Berlin nach Karlsruhe

Marek Baaß fasste die Entscheidung blitzschnell. Als er im Internet las, dass für den Stadtgeburtstag noch Volunteers gesucht werden, klickte er sich durch die Seiten, bewarb sich, zack, dabei. „Ich wohne seit mehr als 15 Jahren hier, fühle mich wohl und möchte der Stadt nun auf diesem Weg etwas zurückgeben”, sagt er an diesem sonnigen Abend im Schlossgarten. Einen Ka300-Hut hat er auf, dazu ein blaues Volunteers-T-Shirt und ein laminiertes Namensschild baumelt an einem Band vor seiner Brust. Im Vergleich zu seiner Heimatstadt Berlin schätze er vor allem die überschaubare Größe Karlsruhes, die verlässliche Art der Badener und die vielen Grünflächen, sagt der 35-Jährige. Weiterlesen »

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9. August 2015

Fernweh: “Ein Besuch in der Fondation Beyeler in Basel”

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The Painter © Marlene Dumas Foto: Peter Cox, © 2015, ProLitteris, Zürich

Marlene Dumas: The Image as Burden

Sie wirkt verletzlich, aggressiv, schuldig und unschuldig zugleich: “Die Malerin” (The Painter) von Marlene Dumas ist ein kleines nacktes Mädchen. Trotzig sieht ihr Gesichtsausdruck aus, ihr Körper ist bemalt, die Handgelenke in Farbe getaucht. Grenzen verschwimmen – zwischen Painter und Painting.

“The Painter” ist bereits am Anfang der Marlene Dumas Ausstellung “The Image as Burden” in der Fondation Beyeler in Basel zu sehen. Das Modell ist keine reine Fiktion: Die Künstlerin hat darauf 1994 ihre kleine Tochter Helena festgehalten. Es ist eine Momentaufnahme, die über Nacht entstand. Fesselnd und eindrucksvoll. Anlässlich der Bloggerreise Karlsruhe-Basel hatte ich die Möglichkeit, einen genaueren Blick auf die ganze Ausstellung zu werfen – und bin sehr angetan. “The Image as Burden” läuft noch bis zum 6. September.  Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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