6. Dezember 2015

Heimat: “Der BCKN-Kalender”

BCKN2016_blauVier kreative Köpfe: ein Kalender

Vier kreative Köpfe vereint für einen Kalender: Kurz vor dem Jahreswechsel gibt es eine neue Auflage des BCKN-Kalenders. Hinter der Abkürzung BCKN stehen die Anfangsbuchstaben der Vornamen der vier Absolventinnen der Hochschule für Gestaltung (HfG): Bea Stach, Claudia Kappenberger, Kristina Pruß und Nadja Schoch. “Es ist bereits unsere siebte Edition”, erzählt mir Claudia Kappenberger, als ich sie am Freitagabend im “Family Tree Shop” besuche. Den Laden in der Rüppurrer Straße betreibt die Kommunikationsdesignerin seit mehr als 1,5 Jahr gemeinsam mit Marina Eggen. Dort gibt es die BCKN-Kalender auch zu kaufen – außerdem tolle kleine und große Weihnachtsgeschenke: Karten, weitere Kalender, Notizhefte, Taschen und Schaukelstühle. Weiterlesen »

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1. Dezember 2015

Heimat: “Ein Abend mit Mathias Becker und Gildas Coustier von ,Manufaktor'”

Modernes Puppen-Figuren-Theater

Eine große hellgrüne Hand liegt zwischen Styroporschnipseln auf dem Boden. Knallrote Lippen daneben und ständig ertönt der Ausdruck “Brät! Brät!”. Auf der “Insel”-Bühne des Jungen Staatstheaters ist das Chaos ausgebrochen. Wenig verwunderlich: Denn dort laufen die Proben für “Frerk, du Zwerg” auf Hochtouren. Basis des Stücks ist das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Buch von Finn-Ole Heinrich – ein Plädoyer für Anarchie, Mut und Selbstbewusstsein. Das Besondere: Mit Mathias Becker und Gildas Coustier inszenieren zwei Absolventen der Ernst-Busch-Hochschule zum ersten Mal an der “Insel” ein modernes Puppen-Figuren-Theater. Bekannt sind die beiden Künstler auch als “Manufaktor”. Premiere von “Frerk, du Zwerg” ist am Samstag, 5. Dezember. Weiterlesen »

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29. November 2015

Heimat: “Ein Abend bei ‘Unser Onkel'”

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Auf Köln folgt Karlsruhe

Eine gelbe Papier-Giraffe schaut aus der Wand, gerahmte Illustrationen hängen daneben und wenige Treppenstufen entfernt stehen erlesene Tee- und Gewürzsorten. Ende Oktober ist am Gutenbergplatz “Unser Onkel” eingezogen. Ein Laden voller illustrativer und grafischer Produkte, kleinen und großen Accessoires sowie Leckereien. Hinter “Unser Onkel” stecken Diana Böhm und ihre Tochter Janina, die bereits in Köln einen Laden mit gleichem Konzept haben.

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26. November 2015

Kurioses: “Die Bäckerei-Fachverkäuferin”

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Ich schlafe gerne lange

Frühes Aufstehen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. Wer schon mal neben mir geschlafen hat, weiß das. Meine Schlummerfunktion im Handy tritt bereits zwei Stunden vor der eigentlichen Weckzeit ihren Dienst an. Das wiederholt sich dann mindestens fünf Mal. Das ist wichtig. Ich muss mich langsam darauf vorbereiten, dass es bald vorbei ist – vorbei, mit dem kuscheligen Abhängen unter der warmen Decke.

Alles, was vor 10 Uhr ist, gehört für mich zur tiefsten Nacht. Darüber diskutiere ich nicht. Als ich noch Redakteurin bei einer Zeitung war, begann der Arbeitstag genau um diese Zeit. Damit konnte ich noch einigermaßen umgehen. Mein jetziger Arbeitgeber sieht es dagegen gerne, wenn ich spätestens um 8.45 Uhr an meinem Platz sitze. Das ist eine Herausforderung, jeden Morgen. Weiterlesen »

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21. November 2015

Schmöker: “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling

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Klug und kurzweilig

Hape Kerkeling und der Jakobsweg waren bislang nicht unbedingt Themen, die mich brennend interessierten. Aus dem deutschen Unterhaltungsfernsehen bin ich seit längerer Zeit ausgestiegen und Pilgerreisen, nun ja, vielleicht mal mit 60 Jahren oder so. Aber bestimmt nicht jetzt. So war auch der Bestseller “Ich bin dann mal weg” komplett an mir vorbeigezogen.

Das änderte sich vor wenigen Wochen. Für ein Interview für die Arbeit prasselte ich mit dem Thema zusammen. Ich begann das Buch völlig unbefangen zu lesen, ging davon aus, dass es mich schrecklich langweilen wird. Aber, Überraschung: Ich war von Seite zu Seite mehr angetan. Hape Kerkeling schreibt so viele kluge Dinge auf solch kurzweilige Art, dass ich gar nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Damit nicht genug: Er hat mich mit seinen Erfahrungen so sehr begeistert, dass ich nächstes Jahr eine Teilstrecke des Jakobwegs selbst laufen möchte.   Weiterlesen »

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19. November 2015

Heimat: “Ein Nachmittag bei der JoKa-Preisverleihung”

Foto: ZKM

Foto: ZKM

Ein wunderbarer Sommer

An den Festivalsommer in Karlsruhe hatte ich gar keine Erwartungen. Statt zur Eröffnungsshow zu gehen, flog ich in den Urlaub. Und den Pavillon fand ich im Vorfeld doch ganz schön schräg und teuer. Doch dann kam ich donnerstags nach der Eröffnungsshow von Palma zurück und landete abends mit einem Herrn zum Picknick im Schlossgarten. Gezwungenermaßen und rein zufällig wurde ich mit dem Programm im Pavillon konfrontiert. Es gab an diesem Abend ein Konzert und es herrschte munteres Treiben auf dem Rasen – kein hektisches, unangenehmes, sondern ein sehr geselliges und wohltuendes. Es war ein unglaublich schöner Abend. Weiterlesen »

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17. November 2015

Heimat: “Tweet-up zur Ausstellung ,Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie’”

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“Die Ricotta-Esser” von Vincenzo Campi © Lyon MBA – Foto Alain Basset

 

Selbstporträt mit Freunden

Ein strahlendes Lächeln ist das nicht. Die Zähne der “Ricotta-Esser” sind gelblich verfärbt, ungepflegt, verwahrlost. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Werk von Vincenzo Campi. Er selbst hat sich darauf mit Freunden festgehalten, er ist der Herr neben der einzigen Frau. In vollen Zügen genießen sie den saftigen, weißen Käse. Doch der fröhliche und ausgelassene Schein trügt, der Ricotta-Käse gleicht mit den runden hineingelöffelten Löchern einem Totenschädel, eine Fliege krabbelt außerdem darüber. Carpe Diem paart sich mit Vergänglichkeit. (Quelle: Antenna International)

Rembrandt, Dumas, Ai Weiwei

Das Werk von Vincenzo Campi ist eines von 140 Selbstporträts, die anlässlich der Ausstellung “Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie” derzeit in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sind. Sie stammen von 100 Künstlern aus sechs Jahrhunderten. Darunter: Selbst-Darstellungen in alten und neuen Medien – von intimen Zeichnungen bis zum Selfie im Internet. Die Ausstellung ist Teil des trinationalen Kulturereignises “Ich bin hier. Europäische Gesichter”, das die Staatliche Kunsthalle mit Einrichtungen in Lyon und Edinburgh konzipiert hat. Beim “Tweet-up” führte Kurator Alexander Eiling durch die Räume in Karlsruhe. Der komplette Tweet-up ist bei Twitter unter #iamhere nachzulesen. Weiterlesen »

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12. November 2015

Melodien: “Ein Abend mit Friska Viljor”

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Tanz dich glücklich

Das Konzert beginnt mit einem Hit. Kaum stehen sie auf der Bühne, stimmen die schwedischen Herren von Friska Viljor „Shotgun Sister“ in Akustik-Version an. Das Publikum in der Alten Feuerwache in Mannheim klingt sich sofort textsicher ein. Die Stimmung ist prächtig – vom ersten bis zum letzten Ton. Die knapp zwei Stunden mit der Indie-Rock-Band verfliegen wie im Nu. Zurück bleiben Schweißperlen auf Stirnen und glückliche Gesichter.

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9. November 2015

Heimat: “Der Prophet” im Badischen Staatstheater

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PR über die sozialen Netzwerke

Sogar eine eigene Facebook-Seite hat er: Um die Popularität des Propheten beim Volk zu steigern, scheuen die drei Wiedertäufer Zacharias, Jonas und Mathisen keine Mühen. Der Prophet lächelt von Postern, twittert fleißig und verkündet in Videos seine Botschaft. Diese Vermarktungsstrategie geht auf. Die Menschen lieben den scheinbar von Gott Gesandten und feiern ihn. Doch die Tragödie ist nicht aufzuhalten.

Großartige Zeitreise

Trendige Turnschuhe statt wuchtiger Kostüme: Der Oper „Der Prophet“, die derzeit am Badischen Staatstheater zu sehen ist, gelingt auf großartige Weise der Spagat zwischen Klassik und Moderne. Regisseur Tobias Kratzer hat das Werk von Giacomo Meyerbeer aus dem 19. Jahrhundert in die heutige Zeit katapultiert – eine Zeitreise ohne Logikfehler. Brennende Autos, wütende Jugendliche, überforderte Polizisten – Erinnerungen an die Unruhen in den Pariser Banlieus werden wach. Weiterlesen »

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5. November 2015

Kurioses: “Das Missverständnis”

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Jenseits von Smartphone, Fernsehen und Internet: Seit geraumer Zeit bin ich Kulturlotsin am Badischen Staatstheater. Einmal im Monat unternehme ich etwas mit einem Mädchen, das 13 Jahre alt ist. Ein Alter, das nicht ganz so einfach ist. Ein Theaterbesuch steht da nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich versuche aber stets mein Bestes. Wir haben uns schon “Tschick” angeschaut und “Fucking Amal”, ein Stück über zwei schwedische Mädchen, die ineinander verliebt sind. Erst wird schräg gesungen, dann geknutscht. Der ganze Saal war voll mit Pubertierenden. Meiner 13-jährigen Begleitung hat es gefallen. Ich freute mich danach über frische Luft. Wir standen auch mal zusammen bei einer Kochshow in der “Insel” auf der Bühne und zauberten ein Überraschungsmenü für eine Jury. Das war ein wenig experimentell. Es lief nicht alles ganz nach Plan. Der Couscous war schuld. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nun soll es am Sonntag eine Oper sein. Ich muss gestehen: In diesem Gebiet bin ich keine Expertin. Lotsen wird da schwierig. Aber es ist ein Tipp der Projektleiterin. Ich schaute im Internet nach und nahm wahr: Dauer 4,2 Stunden. Das ist lange. Ich schrieb dem Mädchen und seiner Mutter – mit dezentem Verweis auf Beginn und Ende. Das schreckte sie nicht ab. Okay. Dann eben 4,2 Stunden Oper. Wahrscheinlich steckt das Mädchen das besser weg als ich. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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