7. Mai 2016

Heimat: “Ein Abend bei Aikyou”

bianca_renninger_gabriele_meinl

Das sind Bianca Renninger (rechts) und Gabriele Meinl.

Karlsruhe: Hübsche Unterwäsche ohne viel Schnickschnack

Flach gefaltet, ohne Bügel, kein Schnickschnack. 13.000 Unterwäsche-Stücke befinden sich in großen, schwarzen Boxen, die im Showroom von Aikyou vom Boden bis fast unter die Decke reichen. „Wir haben auf dem Alten Schlachthof sowohl unser Büro als auch unser Lager”, sagt Bianca Renninger, eine der Geschäftsführerinnen, als sie mich an einem sonnigen Frühlingsabend im lichtdurchfluteten Aikyou-Showroom empfängt.

DSC_0435 (1)

Aus einer Idee wurde Realität

Mit Gabriele Meinl gründete sie das Label im September 2011, seit Januar 2015 sind die beiden Geschäftsfrauen in ihrem Büro auf dem Alten Schlachthof. „Ausschlaggebend für Aikyou war Eigenbedarf“, sagt Bianca Renninger und lacht. Die Suche nach schöner Unterwäsche in kleinen Größen war für die beiden Frauen stets frustrierend. „Wir fanden nur selten etwas Passendes, das auch noch hübsch ist.“ Die Idee kam auf, selbst ein Label zu gründen. Aus der Theorie wurde Realität. Weiterlesen »

keine Kommentare
5. Mai 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit Zaahra”

11059623_1584455758480895_6824804885734774911_o

Zaahra!

Manche Kinder sind bei den Workshops der Freedom Skaters nur an wenigen Wochenenden dabei, andere kommen über Monate hinweg mit. Ein Mädchen sah ich nur zweimal, aber den Platz, den sie in meinem Herzen einnimmt, ist riesig: Zaahra.

Die Sechsjährige scannte schon immer am Tor der Kriegsstraße 200 genau ab, mit welchem Helfer sie den Tag verbringen möchte. An diesem einen verregneten Samstag wandert ihr Blick zu mir. Als sie ihr Namensschild hat, rennt sie sofort schnurstracks auf mich zu, wirft sich in meine Arme – und bleibt. Weiterlesen »

keine Kommentare
29. April 2016

Schmöker: “Ohrfeige” von Abbas Khider

Khider_25054_MR.indd

Ein spannender, aber auch deprimierender Roman

Flüchtling Karim möchte eigentlich nach Paris. Doch sein Schleuser lässt ihn in der bayerischen Provinz stehen. So stellt der junge Mann aus dem Irak dort seinen Asylantrag – es beginnt eine Odyssee durch die Absurditäten der deutschen Bürokratie, ohne Happy End. Abbas Khider ermöglicht mit „Ohrfeige“ einen Blick in das Innenleben eines Flüchtlings, auf spannende, ernüchternde, desillusionierende, aber auch sehr kurzweilige und humorvolle Art. Es ist ein Perspektivwechsel, der lange nachwirkt und aufklärt. Weiterlesen »

keine Kommentare
24. April 2016

Heimat: “Ein Nachmittag beim Street Food Festival”

DSC_0498

Lecker!

Burger mit Garnelen, hauchdünne Süßkartoffelchips und dazu noch ein Apfelstrudel, der einfach unfassbar lecker war: 31 Stände aus Deutschland, der Schweiz und Dänemark haben am Wochenende am Schlachthof beim Street Food Festival die verschiedensten Leckereien angeboten. Einer der Organisatoren, Vincent, führte mich gemeinsam mit anderen Bloggern und Instagramern durch das kulinarische Paradies. Eingeladen hatte dazu das Stadtmarketing Karlsruhe und die Tourismus GmbH. Weiterlesen »

1 Kommentar
21. April 2016

Fernweh: “Wien II – Krimskrams und Kulinarisches”

IMG_4950

Überraschung!

Wien hat mich ganz schön positiv überrascht. Die prächtige Stadt bietet nicht nur wunderschöne Kolosse und Kultur, sondern hat auch richtig viele tolle Läden und Bars. Ins Herz geschlossen habe ich besonders zwei Cafés im Vintage-Stil (“7Stern” und “Burggasse 24”).

“Figar” und “treubleiben Wien”

Wir hatten mit unserer Wohnung in der Neubaugasse den absoluten Glücksgriff. Direkt gegenüber befanden sich zahlreiche tolle gastronomische Angebote – unter anderem das “Figar”. Tagsüber kann man dort frühstücken und Kleinigkeiten essen – rauchfrei. Abends wird das Zigaretten-Verbot aufgehoben, Gin Tonics und Moscow Mules wandern dann über die Theke. Wir waren dort sowohl morgens als auch abends. Besonders das Frühstück ist zu empfehlen: Wir probierten Avocado-Brot mit Spinat und Porridge mit Früchten. Ganz billig ist es jedoch nicht. Aber das war es in Wien eigentlich nirgends. Nur wenige Häuser nebenan ist das “treubleiben Wien”. Dort probierten wir einen “Gurkenspritzer” – eine Weinschorle mit Gurkensirup. Das war äußerst lecker. Weiterlesen »

keine Kommentare
19. April 2016

Heimat: “Plan B”

13002430_10208388713223094_5622598792133981205_o

Plan A funktioniert nicht

Eigentlich hatte ich mal gedacht, dass ich mit 30 Jahren eine Familie habe, eine eigene Wohnung und ein ganz schön solides Leben. Tja. Willkommen in der Realität. Erst kämpft man nach der Uni mit Volontariat und befristeten Verträgen. Und dann endlich, die Unterschrift auf dem lange ersehnten unbefristeten Arbeitsverhältnis ist kaum trocken, zieht der Traumprinz in ein fremdes Land. Der Arbeit wegen.

Das hieß im vergangenen Jahr für mich: Alles auf Anfang. Neuausrichtung. Das klingt nun vielleicht paradox, aber ich habe in den vergangenen Monaten ausgerechnet durch die Flüchtlingskrise mein Leben neu lieben gelernt.

Weiterlesen »

keine Kommentare
16. April 2016

Melodien: “Ein Abend mit ,The Lake Poets'”

Eindringliche Songs

Die Bühne, auf der Marty Longstaff an diesem Abend im Emma Kreativzentrum in Pforzheim steht, könnte nicht kleiner sein. Sie ist lediglich etwa zwei Meter lang und einen Meter breit – die Wirkung, die der zierliche Brite als „The Lake Poets“ mit seiner Gitarre aber darauf entfaltet, ist riesig. Mit seinen leisen, sehr eindringlichen Songs bewegt er das Publikum der Veranstaltungsreihe „Horch“ zutiefst. Der Applaus ist gewaltig.

Zweite Auflage des “Horchs”

Bereits zum zweiten Mal organisierte Chris Baranowsky mit der Musikerinitiative Pforzheim (MIOF) das „Horch“, das sind intime Konzerte, zu denen die Menschen allein wegen der Musik kommen. Während bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr ein kleiner Friseursalon als Konzertkulisse diente, lud die Initiative nun in das Emma Kreativzentrum zum Doppelkonzert mit den Singer/Songwritern Stefan Melbourne und “The Lake Poets”.

Weiterlesen »

keine Kommentare
14. April 2016

Schmöker: “The Circle” von Dave Eggers

Circle

Wie viel Realität steckt in “The Circle”?

Die Nachricht knatterte vor wenigen Tagen aus meinem Radio in der Küche: „Facebook bietet nun allen Nutzern die Funktion ,Live-Video’ an“, tönte es aus dem kleinen Ding. Das heißt, jeder kann nun sein Leben filmen und seinen Freunden über das soziale Netzwerk präsentieren. Mich fröstelte es. Meine Gedanken wanderten zu dem Buch „The Circle“ von Dave Eggers, das ich gerade zuvor zu Ende gelesen hatte. Ein eigentlich dystopischer Roman, der mir aber erschreckend real erscheint. Weiterlesen »

keine Kommentare
10. April 2016

Heimat: “Ein Abend bei Laura Jungmann”

Portrait Zusammen

Das sind Laura und Cornelius. (Fotocredit: Laura Jungmann und Cornelius Réer GbR)

Ein Besuch im „20D“

Laura Jungmanns Arbeitszentrum liegt etwas versteckt in einem Hinterhof in der Südstadt. “20D” lautet der Name des Gemeinschafts-Ateliers. „Komm herein, schau dich um, schön, dass du da bist.“ Die 28-Jährige empfängt mich herzlich, macht uns einen Tee und beginnt zu erzählen: Von ihrem Label SAMESAME, das sie gemeinsam mit Glasmacher Cornelius Réer ins Leben gerufen hat und ihrer Reise nach Istanbul. Dort machte sie anlässlich des Projektes „ISTAnBUl’DAn“ mit anderen Künstlern auf die Gentrifizierung der Stadtteile Şişhane und Galata aufmerksam.

Weiterlesen »

2 Kommentare
5. April 2016

Kurioses: “Die Tür”

Flur

Schöner Altbau

Manchmal laufe ich Umwege, um zum Ziel zu kommen. Auch heute wieder: Ich wollte nach der Arbeit bei der Organisatorin der Freedom Skaters einen Schlüssel holen. Sie wohnt in einer Wohngemeinschaft in einem wundervollen Altbau ganz in meiner Nähe. Jedes Mal, wenn ich in diesem Treppenhaus stehe, bewundere ich den prächtigen Stuck, das edle Holzgeländer und die bunten Fliesen.

Wenn ich bei anderen Menschen zu Besuch bin, merke ich mir selten, ob sie im ersten, zweiten oder dritten Stock wohnen. Allerhöchstens sie leben in einem ganz schön hohen Haus unter dem Dach – dann setzt sich das in meinem Gehirn fest. Dort flimmert dann bei jeder Einladung auf: Vorsicht, Anstrengung. Bei der Organisatorin der Freedom Skaters hatte ich diese Assoziation aber nicht im Kopf. Als ich so die Stufen zur ersten Etage passiert hatte und dort eine Wohnungstür offen stand, dachte ich, ach gut, schon da. Ich trat ein. Weiterlesen »

keine Kommentare

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Newsletter abonnieren
Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@miriam_steinbach