23. August 2015

Schmöker: “Letztendlich sind wir dem Universum egal” von David Leviathan

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Neuer Tag, neues Leben

Die Geschichte ist ein wenig kurios: A ist 16 Jahre alt, lebt in den USA und wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf. Mal ist er ein Junge, mal ein Mädchen. An guten Tagen lebt er in geordneten Verhältnissen, an den schlechten im Chaos. A hat sich mit den Jahren daran gewöhnt, kein festes Zuhause und keine eigene Familie zu haben. Doch dann lernt er Rhiannon kennen. Er verliebt sich in sie – und wünscht sich nichts sehnlicher, als bei ihr bleiben zu können. „Letztendlich sind wir dem Universum egal” ist ein philosophischer Roman für Jugendliche. Ich habe ihn in kürzester Zeit durchgelesen, er ist klug, unterhaltsam und hat eine schöne Message.  Weiterlesen »

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21. August 2015

Heimat: “Ein Abend mit zwei KA300-Volunteers”

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Das sind Julia und Marek

 

Von Berlin nach Karlsruhe

Marek Baaß fasste die Entscheidung blitzschnell. Als er im Internet las, dass für den Stadtgeburtstag noch Volunteers gesucht werden, klickte er sich durch die Seiten, bewarb sich, zack, dabei. „Ich wohne seit mehr als 15 Jahren hier, fühle mich wohl und möchte der Stadt nun auf diesem Weg etwas zurückgeben”, sagt er an diesem sonnigen Abend im Schlossgarten. Einen Ka300-Hut hat er auf, dazu ein blaues Volunteers-T-Shirt und ein laminiertes Namensschild baumelt an einem Band vor seiner Brust. Im Vergleich zu seiner Heimatstadt Berlin schätze er vor allem die überschaubare Größe Karlsruhes, die verlässliche Art der Badener und die vielen Grünflächen, sagt der 35-Jährige. Weiterlesen »

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9. August 2015

Fernweh: “Ein Besuch in der Fondation Beyeler in Basel”

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The Painter © Marlene Dumas Foto: Peter Cox, © 2015, ProLitteris, Zürich

Marlene Dumas: The Image as Burden

Sie wirkt verletzlich, aggressiv, schuldig und unschuldig zugleich: “Die Malerin” (The Painter) von Marlene Dumas ist ein kleines nacktes Mädchen. Trotzig sieht ihr Gesichtsausdruck aus, ihr Körper ist bemalt, die Handgelenke in Farbe getaucht. Grenzen verschwimmen – zwischen Painter und Painting.

“The Painter” ist bereits am Anfang der Marlene Dumas Ausstellung “The Image as Burden” in der Fondation Beyeler in Basel zu sehen. Das Modell ist keine reine Fiktion: Die Künstlerin hat darauf 1994 ihre kleine Tochter Helena festgehalten. Es ist eine Momentaufnahme, die über Nacht entstand. Fesselnd und eindrucksvoll. Anlässlich der Bloggerreise Karlsruhe-Basel hatte ich die Möglichkeit, einen genaueren Blick auf die ganze Ausstellung zu werfen – und bin sehr angetan. “The Image as Burden” läuft noch bis zum 6. September.  Weiterlesen »

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2. August 2015

Flimmerkasten: “Taxi Teheran”

Goldener Bär für Taxi Teheran

Die zwölfjährige Hana quasselt ohne Unterbrechung. Sie soll für die Schule einen Film drehen. Aber ganz schön viele Regeln gibt es zu beachten: Mann und Frau dürfen sich nicht berühren. Die Guten dürfen keine Krawatten tragen und das Thema sollte weder politischer noch wirtschaftlicher Natur sein. Hana erzählt dies dem iranischen Regisseur Jafar Panahi. Er ist ihr Onkel und holt sie an diesem Tag mit einem alten Taxi von der Schule ab. „Mit so einer Schrottkarre kommst du mich abholen? Ich hab allen in der Schule erzählt, dass mein Onkel Regisseur ist, und dann kommst du mit so was hier an?“, echauffiert sie sich mit ihrer hohen Mädchenstimme. Jafar Panahi bleibt gelassen und fährt los.

Hana ist nur eine von mehreren Fahrgästen, die an diesem Tag in seinem Taxi Platz nehmen. Wie ein Dokumentarfilm kommt „Taxi Teheran“ daher – ist es aber nicht. Jafar Panahi hat ein  wunderbares Werk geschaffen, das einen Einblick in das derzeitige Leben in Irans Hauptstadt gibt – intelligent, nachdenklich und an vielen Stellen außerordentlich komisch. Verdient hat er bereits den Goldenen Bären gewonnen. Da er offiziell aber 20 Jahre Berufsverbot hat und sich kaum in der Öffentlichkeit zeigt, kam Hana in Berlin auf die Bühne und nahm den Preis entgegen.  Weiterlesen »

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31. Juli 2015

Heimat: “Ein Abend mit Mine im Pavillon”

Mine tritt im Karlsruher Schlossgarten auf

Wie schön! Das war der erste Gedanke, der aufblitze, als ich vor wenigen Tagen las, dass die Sängerin Mine im Pavillon im Schlossgarten ein Konzert geben wird. Wann? Am Samstag, 8. August, ab 20 Uhr.

Nach Konzerten in Mannheim und Stuttgart nun also endlich wieder in Karlsruhe, quasi fast direkt vor der Haustür, mit Open-Air-Feeling.

Songs zum Tanzen, einfach nur zuhören und melancholisch werden: Mine macht unfassbar schöne Musik mit deutschen Texten. Sie spielt dazu Piano, Autoharp und hat außerdem bei den letzten Konzerten immer eine Band mit auf der Bühne gehabt. Nun tritt sie im Pavillon im Duo mit Sängerin und Bassistin Veronika Frisch auf. Ich bin gespannt und freue mich!

 www.minemusik.de

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30. Juli 2015

Heimat: “4 x Happy Birthday, Karlsruhe”

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Melle Munz:

“Happy Birthday, Karlsruhe. Mich hat es 2014 nach sechs schönen Jahren in Mainz wieder zurück in meine Heimatstadt Karlsruhe gezogen. Ich fühlte mich in Mainz zwar immer sehr wohl. Aber gerade weil ich jetzt so lange nicht in Karlsruhe lebte, genieße ich die Rückkehr um so mehr.

Mit diesem Abstand zurückzukommen, hat den Vorteil, dass ich viele Dinge plötzlich viel intensiver wahrnehme. Vor allem auf dem Werderplatz hat sich in den sechs Jahren viel getan. Ich wohne direkt in der Südstadt, arbeite dort auch in einem Atelier und habe es dann zu einem Feierabend-Sekt mit netten Menschen nicht weit.

Wenn ich ein bisschen Abstand zum Stadttrubel brauche, finde ich in meinem Geburtsort Durlach immer ein schönes, ruhiges Plätzchen. Ich liebe den Markt dort. Und die Turmbergbahn erinnert mich immer an meine Kindheit: Für mich ist das der beste Sonntagsausflug.

Auch im Nachtleben hat sich in Karlsruhe einiges getan. Mit der ,Venus’ habe ich ein zweites Wohnzimmer gefunden, in dem auch Schote, Curlyman oder anderer guter Karlsruher Rap aus den Lautsprechern kommt. Denn das mag ich auch an der Fächerstadt: Karlsruher Rap.”

 

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27. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit AnnenMayKantereit”

Wow

Ein verschmitztes Grinsen, eine leicht zerzauste Frisur und dann diese Stimme: Henning May sorgte am Sonntagabend für den größten Wow-Moment bei Das Fest 2015. Der Sänger von AnnenMayKantereit haute mit seinem Gesang einfach um. Kraftvoll, sicher und markant. Dazu die eingängigen Melodien und netten Texte auf Deutsch und Englisch. AnnenMayKantereit sind meine liebste Neuentdeckung vom Wochenende. Und bereits am 30. September im Karlstorbahnhof in Heidelberg wieder in der Region live zu sehen. Weiterlesen »

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26. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit The Subways und The Kooks”

Erinnerung an die Studienzeit

Es gab eine Zeit, da purzelten „The“-Bands quasi im Vierwochen-Takt an die Musikoberfläche. Das war Mitte der 2000er-Jahre. Die Bands kamen primär aus Großbritannien und machten meist melodiöse Gitarrenmusik. Zwei Exemplare: The Subways und The Kooks. Ich studierte gerade, als ihre Debütalben 2005/2006 erschienen – und ich hörte die Songs von „Young for Eternity“ und „Inside In/Inside Out“ hoch und runter. Hatte jede Songzeile auswendig im Kopf und konnte stundenlang in Clubs dazu tanzen. Wie oft ich The Kooks schon live sah, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Aber sie waren nie in Karlsruhe – und nun endlich: gleich beide Bands bei Das Fest, an einem Abend, hintereinander, wunderbar. Weiterlesen »

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25. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit Clueso”

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Endlich wieder Clueso

Ein Date mit Clueso in Karlsruhe. Vier Jahre Wartezeit – endlich vorbei. Ort und Uhrzeit wie gehabt: 21 Uhr, Hauptbühne auf dem Fest-Gelände. Nur dieses Mal kommt der Erfurter freitags statt sonntags. Macht aber nix, der Tag ist egal, die Erwartungen sind groß. Ein leicht nervöses Grummeln kommt ab dem frühen Abend in der Magengegend auf. Vorfreude!

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21. Juli 2015

Ein denkwürdiges Abendessen

Quelle: Radio Bremen

Quelle: Radio Bremen

Es passierte neulich beim Abendessen. Ich saß mit einer größeren Gruppe zusammen, als eine Bekannte plötzlich im Gespräch mit mir meinte, dass sie es ja in Deutschland eigentlich nicht laut sagen dürfe, aber es nun doch mal raus muss: Sie könne es schon nachvollziehen, dass Flüchtlingsheime angezündet werden. Also natürlich nicht, dass sie es gut findet, dass Menschen dann sterben. Aber sie könne die Beweggründe der Anwohner verstehen.  Wumm. Ich saß wie versteinert da – und kann es bis heute nicht fassen. Ständig kreisen meine Gedanken um diese Aussage.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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