
„Trophäe” von Gaea Schoeters: ein düsteres, aber unglaublich gutes Buch!
Es hat lange gedauert, bis ich mich entschieden habe, „Trophäe” von Gaea Schoeters zu lesen. Obwohl der Roman seit einem Jahr immer wieder auf vielen „Beste-Bücher-Listen“ auftaucht, schreckte mich zunächst das Thema ab: die Jagd in Afrika. Doch dann las ich vor wenigen Wochen eine weitere begeisterte Rezension über das Buch. Es sei ein radikaler, erschütternder Roman, brillant geschrieben und rege zum Nachdenken an. Hmmm, dachte ich. Warum nicht in der Bibliothek ausleihen und einfach anfangen zu lesen? Mal schauen, was passiert.
Tatsächlich stimme ich nun in die Lobeshymnen ein: „Trophäe“ hat auch mich verschlungen. Der Roman riss mich so mit, dass ich sogar nachts mit dem Licht meines Handys im Bett lag und las, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Dabei erschütterte mich das Geschehen bis ins Mark – teilweise las ich die Seiten nur schemenhaft, weil ich so unter Spannung stand und es kaum aushalten konnte. Das Besondere: Das düstere Buch hält einem auf eine ganz spezielle Weise die Doppelmoral der westlichen Welt vor – dazu aber später mehr.
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