24. März 2017

Kurioses: „Der Bachelor“

Wie ein schlimmer Unfall!

Ja, ich gebe es zu, ich habe auch mal reingeschalten. Nicht nur einmal, sondern mehrmals, kurz, aber bewusst. Dabei sah ich Auszüge von der ach so romantischen Rosenübergabe oder den eigenartigen Einzeldates. Meine Gedanken dabei: So müssen sich Gaffer bei einem schlimmen Unfall fühlen – ich wusste, dass es absolut grotesk und falsch ist, aber gerade deshalb musste ich dann doch hinschauen. Und mich aufregen. Weiterlesen »

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24. März 2017

Heimat: „Stadtfenster 2017 in der Karlsruher Innenstadt“

Magdalena Vollmer gestaltete 2016 dieses Schaufenster – und gewann den Jurypreis dafür.

„Stadtfenster“ kehrt zurück

Malerische Kunstwerke, Illustrationen, Schriftzüge: Zahlreiche Schaufenster in der Karlsruher Innenstadt bekommen von 1. bis 23. Juli wieder ein neues Gesicht. Denn zum dritten Mal verwandelt sich durch die Aktion „Stadtfenster“ das Zentrum in eine offene Galerie. Thema ist in diesem Jahr „Heimat“.

„Unser Ziel, Kunst und Handel zusammen zu bringen und neue Erlebnisräume zu schaffen, hat sich in den Vorjahren so gut bewährt, dass wir das Format deshalb weiterführen“, erläutert Felicitas Steck, die Verantwortliche der „Stadtfenster“-Aktion. Neu ist in diesem Jahr: Mit einer großen Eröffnungsfeier und Vernissage startet „Stadtfenster“ am 1. Juli. „Bands werden unter anderem spielen, und es gibt Theater sowie Tanz“, verrät Felicitas Steck. Bewerbungsfrist für die Künstler ist der 7. April. (Bewerbungsunterlagen stehen am Ende des Textes zum Download bereit). Weiterlesen »

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18. März 2017

Kurioses: „WG – der Beginn“

Der Beginn.

Meine WG-Zeit war ein wenig wild. Wenn ich heute darauf zurückschaue, ist viel Melancholie in mir. Ja, ich werde richtig wehmütig, wenn ich an die tollen Sommerabende auf dem Balkon mit Kanister voller Wein, die Küchenpartys und die vielen netten Gespräche denke. Ach.

Top-Lage, schräges Haus!

Die erste WG in Karlsruhe war in der Kronenstraße. Sie lag zwischen einer Fußball-Kneipe mit Biergarten und einem alternativen Club. Unter meinem Fenster versammelten sich nachts Ultras und Punks, grölten, feierten Siege und trösteten sich bei Niederlagen. Es war immer etwas los. Weiterlesen »

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13. März 2017

Heimat: „Ein Besuch bei ,Inschrift Heimat'“


Wie klingt Heimat?

Es piepst, summt und klingelt auf die verschiedensten Arten. Hoch, tief, mehrmals hintereinander. Dann ist die Stimme eines jungen Manns zu hören. Er beginnt zu erzählen, von whatsapp und Instagram, den Apps, mit denen er sein Leben organisiert. Für die er viel Zeit aufwendet, die zu seinem Leben dazu gehören, die Verknüpfungspunkt zu seinen Freunden sind. „Nur Facebook ist bei uns inzwischen out“, sagt er. „Da sind auch meine Eltern angemeldet.“

Foto: Kai Rußwurm

Die Stimme des jungen Herrn tönt aus einer kleinen schwarzen Box, die in einer Unterführung auf dem Schlachthofgelände hängt. Insgesamt neun solcher Lautsprecher mit MP3-Player sind dort verteilt. Aus jeder einzelnen Box strömen an diesem Abend Geschichten und Klänge, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

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6. März 2017

Heimat: „Ein Abend bei Sven Brunner von Nick & Nora“

Das ist Sven.

Ein Flohmarkt im Spirituosen-Laden

Leise klirrt der Eiswürfel, als ihn Sven Brunner vorsichtig in mein noch leeres Glas fallen lässt, Gin folgt dem transparenten Quader, umhüllt ihn sanft, vermischt sich dann mit dem Tonicwater, das den Drink komplettiert. Donnerstagabend, ich bin zu Besuch im Spirituosen-Laden „Nick & Nora“, den Sven Brunner seit November 2014 in der Körnerstraße 26 (Ecke Goethestraße) betreibt. Der Karlsruher ist in diesen Tagen damit beschäftigt, sein Lager auszumisten. Grund dafür: Am kommenden Samstag, 11. März, veranstaltet er zum ersten Mal einen Hausbar Flohmarkt. „Ich möchte unter anderem alte Regale, Gläser und Deko-Sachen verkaufen – ich brauche Platz für Neues, der Frühling kommt“, sagt er und lacht.

Nicht nur Sven Brunner wird an diesem Samstag ab 10 Uhr in seinem Laden Dinge anbieten, auch die Besitzerin des „MAPA“, Tati, kommt vorbei, verrät er. Nachdem sie ihr Café zu einer Bar verwandelte, sind nun Einrichtungsgegenstände übrig, die nicht mehr zum aktuellen „MAPA“-Konzept passen. „Es wird bunt“, sagt Sven Brunner mit einem Augenzwinkern.

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28. Februar 2017

Heimat: „Schwanger“

Freude, überall!

Wenn man den 30. Geburtstag überschritten hat, kommen die Einschläge näher: Wir heiraten, wir sind schwanger. Hurra, ein Baby. Es vergeht inzwischen kaum mehr ein Monat, ohne dass mir Freunde mit solch netten Botschaften gegenüberstehen. Ich freue mich dann mit, umarme und spreche Glückwünsche aus – ehrlich und von tiefstem Herzen. Nur bei meiner besten Freundin, da musste ich ganz kurz Luft holen.
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26. Februar 2017

Heimat: „Ein Mittag bei ,SOUP DU JOUR'“

Das sind Melina, Katharina und Sarah vom Verein „SOUP DU JOUR“.

Austausch mit Suppe

Langsam schiebt der ältere Herr seinen Rollator über das Kopfsteinpflaster am Werderplatz, es ruckelt leicht, sein Vorankommen ist schleppend, doch zielorientiert: Er möchte zum Pavillon des Vereins „SOUP DU JOUR“. Dort gibt es an diesem Samstag Suppe – auf Spendenbasis, nach dem Prinzip: Jeder bezahlt soviel er kann und möchte. „Darf ich einen Nachschlag haben“, fragt der ältere Herr nun Sarah von Keudell, die an diesem Morgen hinter der Theke gerade die Bestellungen entgegennimmt. „Klar, sehr gerne“, antwortet sie ihm, nimmt seinen Pappteller entgegen und dreht sich um zu dem großen Warmhaltebehälter, in dem sich 80 Liter dampfende Wirsing-Kartoffel-Möhrensuppe befinden.


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12. Februar 2017

Heimat: Ein Mittag mit Astrid und Sarah von ‚The Hunter'“

Das sind Sarah und Astrid.

The Hunter: Schönheiten unter sich

Es sind große und kleine Schätze, die sich in dem Lagerraum im Hinterhof in der Winterstraße 44a auf 240 Quadratmetern verteilen: Eine edle Vitrine aus Nussbaumholz und Retrotapete steht dort neben Sesseln mit salbeifarbenen Polstern, eine Deckenleuchte aus Messing baumelt von der Decke. Besonders ein Klappsofa mit einem Überzug in Petrolblau zieht all meine Aufmerksamkeit auf sich. „Hier bewahren wir die Möbel auf, die wir aufkaufen, bearbeiten und dann wieder weiterverkaufen“, erzählt mir Astrid Ochsenreither bei einem Rundgang. Die Karlsruherin steht mit Sarah Bürklin hinter „The Hunter“. Gemeinsam bieten sie seit mehr als 2,5 Jahren hochwertige und ausgewählte Vintage-Möbel an – in dem Lagerraum in der Südstadt und online.

„Es läuft“, sagt Astrid Ochsenreither, sie lächelt, ein wenig Erleichterung ist ihr dabei anzusehen. „Sich selbstständig zu machen, ist immer ein Risiko, aber wir sind froh, dass wir es gewagt haben“, resümiert sie. Kunden aus der ganzen Welt bestellen inzwischen bei den Karlsruherinnen die hübschen Einzelstücke – aus Shanghai, den USA oder Frankreich. Weiterlesen »

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7. Februar 2017

Schmöker: „Schilf“ von Juli Zeh

Lebt Kennedy noch in einem Paralleluniversum?

„Alles was möglich sei, könne auch gesehen.“ Bis ich den Krimiroman „Schilf“ von Juli Zeh in den Händen hielt, hatte ich mir noch nie Gedanken über die Vielewelten-Theorie gemacht. Ich hatte ehrlicherweise nicht einmal davon gehört. Als ich dann aber durch die beiden „Schilf“-Protagonisten Oskar und Sebastian, zwei Physiker, damit konfrontiert wurde, kam Neugier auf. Was verbirgt sich hinter der Annahme, dass es eine unendliche Anzahl an Universen gibt, in denen unter anderem unsere Doppelgänger leben – und beispielsweise Kennedy nicht erschossen wurde?

Verrückte Fantasie oder reale Theorie aus der Physik? Ich war verwirrt – und begann im Netz zu stöbern. Dabei stieß ich auf einen Artikel aus der „Welt“, der das ganze theoretische Gerüst zu Juli Zehs Werk erklärt. https://www.welt.de/kultur/article152337968/Sind-wir-von-unsichtbaren-Parallelwelten-umgeben.html Weiterlesen »

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23. Januar 2017

Flimmerkasten: „La La Land“

Kein Fan von Musicals

Nach etwa 30 Minuten „La La Land“ hatte ich wenig Hoffnung, dass ich diesen Film bis zum Ende sehen kann. Dieser überdrehte und knallbunte Bilder- und Soundmix machte mich in der ersten Hälfte fix und fertig.

Aber: Als Jazzpianist Seb (Ryan Gosling) Mia (Emma Stone) dann mit in eine Bar nimmt, ihr seine Lieblingsmusik näher bringt und ihr von seinem Traum erzählt, selbst einen Jazz-Club eröffnen zu wollen, fängt sich die Hollywood-Romanze einigermaßen. Auch dank John Legend, der auftaucht. So blieb ich sitzen. Nur: Musicals sind einfach nicht meins, daran ändert nun auch „La La Land“ nichts – trotz zahlreicher positiver Kritiken und einer großen Preisflut. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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