22. April 2017

Heimat: „Ein Abend mit Ramses, dem göttlichen Herrscher am Nil“

Gips-Büste von Ramses II.

Ausstellung im Badischen Landesmuseum

Monogamie war für Pharao Ramses II. kein Thema. „Im Laufe seines Leben hatte er 30 bis 40 Frauen und wahrscheinlich bis zu 100 Kindern“, erzählt Kurator Lars Petersen bei einer Führung durch die Ausstellung „Ramses – Göttlicher Herrscher am Nil“ im Badischen Landesmuseum, zu der mich „Visit Karlsruhe“ eingeladen hat.

Einige der Damen waren dem Pharao besonders wichtig. Sie wurden zu sogenannten Großen Königlichen Gemahlinnen. „Ramses II. hat außerdem drei seiner eigenen Töchter geheiratet“, führt der Kurator weiter aus. Schließlich mussten sie einen standesgemäßen Mann finden, da blieb außer dem Pharao fast keine andere Wahl. Wenigstens: „Mit ihnen hatte der Herrscher keine Enkelkinder“, sagt Lars Petersen mit einem Schmunzeln. Eine Übersicht dieser Königsfamilie ist im Badischen Landesmuseum mittels einer Wandgrafik zu sehen.

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17. April 2017

Heimat: „Wehmut“

So viele Erinnerungen

Meine Mutter feierte vor kurzem einen runden Geburtstag. Mein Vater hatte ihr deshalb eine zehnminütige Bildershow zusammengestellt, bei der Fotos aus zahlreichen Jahrzehnten auf einem Bildschirm aufblitzten. Erinnerungen aus ihrer Kindheit, von meinem Bruder und mir als wir klein waren und aktuelle Aufnahmen. Es kam völlig unerwartet, aber eine riesige Wehmut überfiel mich, packte mich, ließ mich nicht mehr los. Die Zeit rast. Es wurde mir wieder so klar, dass alles im ständigen Wandel und vergänglich ist – und ich die Zeit, in denen es uns allen in der Familie gut geht, so sehr schätzen muss. Weiterlesen »

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16. April 2017

Melodien: „Ein Abend mit Magnus Sauer von ,The Tremolettes'“

Das ist Magnus. Foto: David Becker

Ein Konzert bei „Die Anstoß“

Stuttgart, Konstanz, Basel, Karlsruhe. Sieben Tage, vier Konzerte mit „The Tremolettes“ – es ist eine spannende Woche für Magnus Sauer. „Zum ersten Mal spielen wir live unsere neuen Songs“, erzählt mir der 26-Jährige, als wir uns am Werderplatz treffen und ein Feierabend-Getränk zusammen trinken. Erst vor wenigen Wochen waren die vier Musiker in einem Stuttgarter Studio und haben die Lieder für ihr erstes Album eingespielt. „Nun sind wir gespannt, wie sie beim Publikum ankommen“, sagt Magnus, der in der Band auf die Tasten der elektronischen Orgel haut.

Soul meets Darkness

Bei „The Tremolettes“ zieht sich ein düsterer Grundton durch die soulige Musik. „In unseren Songs tauchen immer wieder psychedelische Elemente auf“, beschreibt Magnus. Das klingt aber schwerer als es ist. Denn es groovt ganz schön, wenn die vier Jungs an ihren Instrumenten loslegen. In Karlsruhe sind sie am kommenden Donnerstag, 20. April, ab 19 Uhr im Projektraum von „Die Anstoß“ in der Fritz-Erler-Straße 7 zu hören. Der Eintritt ist frei, Spenden möglich. Weiterlesen »

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9. April 2017

Heimat: „Ein Abend bei Hasan und David von ,The Black Dog'“

Das sind David, Hasan und Juan (von links). Alle Bilder sind von Sebastian Heck.

Verrückte Hotdogs!

Mit eindringlichem Blick steht er vor der Eingangstür, schaut jeden Besucher still an, wacht genau über sein Zuhause, den kleinen Hotdog-Laden „The Black Dog“ im Passagehof nahe der Kaiserpassage. Stolz sieht er aus, eine silberne Kette baumelt um seinen steinernen Hals und Oberkörper, verbindet ihn mit der Tür. „Das ist unser Maskottchen, Karabasch heißt es, benannt nach dem türkischen Hirtenhund, der seine Herde beschützt“, erklärt mir David von „The Black Dog“, als ich dort vor einigen Tagen vorbeischaue. Es ist Karabasch, der Zweite. „Sein Vorgänger wurde uns kurz nach der Eröffnung direkt vor dem Laden gestohlen – wir konnten es gar nicht fassen, dass uns jemand quasi vor den Augen unser Maskottchen klaut“, sagt David und schaut verständnislos.

Das ist Karabasch.

Ansonsten läuft es bei „The Black Dog“ aber reibungslos. Seit sechs Monaten gibt es in dem Passagehof nun schon Hotdogs in den verrücktesten Varianten – mit Auberginen, Kartoffeln, Möhren oder geriebenem Schafskäse. Mit klassischem Würstchen, vegetarisch oder vegan. Hinter dem Laden steht Hasan, ein Koch aus Berlin, der schon in Kreuzberg Hotdogs verkaufte. Weiterlesen »

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5. April 2017

Schmöker: „Die Herrlichkeit des Lebens“ von Michael Kumpfmüller

Über die Liebe

Sie begegnen sich zum ersten Mal an der Ostsee. Sofort sind sie da, die zarten Bande zwischen Dora Diamant und Franz Kafka; zwischen der jungen, unbekümmerten Köchin und dem todkranken, schwermütigen Doktor. Bei langen Spaziergängen kommen sie sich näher, schnell ist klar: Sie möchten sich nicht mehr verlieren, beinander bleiben, auch wenn die Umstände keine guten sind. Der Roman „Die Herrlichkeit des Lebens“ von Michael Kumpfmüller erzählt von Franz Kafkas letzten großen Liebe – vom ersten Aufeinandertreffen bis zu seinem Tod. Es ist ein sehr ruhiger, unaufgeregter und zutiefst trauriger, aber auch sehr schöner Roman. Weiterlesen »

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2. April 2017

Heimat: „Ein Nachmittag mit Romy und Lisa von ,Slow Sunday'“

Das sind Romy und Lisa (von links). Die Bilder sind alle von Sebastian Heck.

„Slow Sunday“ in der Fettschmelze

Es zischt leise, dann versinken die Karottenspiralen im wilden Öl-Strudel. Sie tauchen für einen kurzen Moment in der brodelnden Flüssigkeit ab, dann wieder auf – bis sie Romy Marquart aus dem großen Topf holt. „Ich bin gespannt, wie die frittierten Gemüsenudeln zu Salaten und Suppen schmecken“, sagt sie zu Lisa Gewecke, die neben ihr in der Küche steht.

Die beiden Mädels testen an diesem sonnigen Samstag in Romys Wohnung verschiedene Rezepte aus: Passt selbst gemachte Salzbutter zu Radieschen? Schmeckt ein Hefekranz auch mit Mandelmilch, Bärlauch, Petersilie, Ruccola und Feta? Das kreative Tüfteln hat einen Grund: Am kommenden Sonntag, 9. April, laden Romy und Lisa wieder zu „Slow Sunday“ in der Fettschmelze – zu einem Frühstücks- und Brunchbüffet voller besonderer Leckereien. Weiterlesen »

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24. März 2017

Kurioses: „Der Bachelor“

Wie ein schlimmer Unfall!

Ja, ich gebe es zu, ich habe auch mal reingeschalten. Nicht nur einmal, sondern mehrmals, kurz, aber bewusst. Dabei sah ich Auszüge von der ach so romantischen Rosenübergabe oder den eigenartigen Einzeldates. Meine Gedanken dabei: So müssen sich Gaffer bei einem schlimmen Unfall fühlen – ich wusste, dass es absolut grotesk und falsch ist, aber gerade deshalb musste ich dann doch hinschauen. Und mich aufregen. Weiterlesen »

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24. März 2017

Heimat: „Stadtfenster 2017 in der Karlsruher Innenstadt“

Magdalena Vollmer gestaltete 2016 dieses Schaufenster – und gewann den Jurypreis dafür.

„Stadtfenster“ kehrt zurück

Malerische Kunstwerke, Illustrationen, Schriftzüge: Zahlreiche Schaufenster in der Karlsruher Innenstadt bekommen von 1. bis 23. Juli wieder ein neues Gesicht. Denn zum dritten Mal verwandelt sich durch die Aktion „Stadtfenster“ das Zentrum in eine offene Galerie. Thema ist in diesem Jahr „Heimat“.

„Unser Ziel, Kunst und Handel zusammen zu bringen und neue Erlebnisräume zu schaffen, hat sich in den Vorjahren so gut bewährt, dass wir das Format deshalb weiterführen“, erläutert Felicitas Steck, die Verantwortliche der „Stadtfenster“-Aktion. Neu ist in diesem Jahr: Mit einer großen Eröffnungsfeier und Vernissage startet „Stadtfenster“ am 1. Juli. „Bands werden unter anderem spielen, und es gibt Theater sowie Tanz“, verrät Felicitas Steck. Bewerbungsfrist für die Künstler ist der 7. April. (Bewerbungsunterlagen stehen am Ende des Textes zum Download bereit). Weiterlesen »

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18. März 2017

Kurioses: „WG – der Beginn“

Der Beginn.

Meine WG-Zeit war ein wenig wild. Wenn ich heute darauf zurückschaue, ist viel Melancholie in mir. Ja, ich werde richtig wehmütig, wenn ich an die tollen Sommerabende auf dem Balkon mit Kanister voller Wein, die Küchenpartys und die vielen netten Gespräche denke. Ach.

Top-Lage, schräges Haus!

Die erste WG in Karlsruhe war in der Kronenstraße. Sie lag zwischen einer Fußball-Kneipe mit Biergarten und einem alternativen Club. Unter meinem Fenster versammelten sich nachts Ultras und Punks, grölten, feierten Siege und trösteten sich bei Niederlagen. Es war immer etwas los. Weiterlesen »

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13. März 2017

Heimat: „Ein Besuch bei ,Inschrift Heimat'“


Wie klingt Heimat?

Es piepst, summt und klingelt auf die verschiedensten Arten. Hoch, tief, mehrmals hintereinander. Dann ist die Stimme eines jungen Manns zu hören. Er beginnt zu erzählen, von whatsapp und Instagram, den Apps, mit denen er sein Leben organisiert. Für die er viel Zeit aufwendet, die zu seinem Leben dazu gehören, die Verknüpfungspunkt zu seinen Freunden sind. „Nur Facebook ist bei uns inzwischen out“, sagt er. „Da sind auch meine Eltern angemeldet.“

Foto: Kai Rußwurm

Die Stimme des jungen Herrn tönt aus einer kleinen schwarzen Box, die in einer Unterführung auf dem Schlachthofgelände hängt. Insgesamt neun solcher Lautsprecher mit MP3-Player sind dort verteilt. Aus jeder einzelnen Box strömen an diesem Abend Geschichten und Klänge, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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