23. Juli 2016

Heimat: “Freunde”

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Juhu!

Ich sitze hier und warte. Gleich kommt eine meiner besten Freundinnen, wir kennen uns noch von Schulzeiten. Erst ging sie nach dem Abitur nach Stuttgart, dann nach Berlin, nun lebt sie in Hongkong. Endlich sehen wir uns wieder, mehr als 18 Monate sind seit unserem letzten Aufeinandertreffen vergangen, das ist ganz schön lange. Zum Glück gibt es Skype, Facebook und whatsapp. So haben wir mehr Kontakt, als ich es mit manchen Freundinnen in Karlsruhe habe.

Sprachlos am Tisch

Ohne meine Mädels aus Schulzeiten könnte ich mir mein Leben nicht vorstellen. Das klingt nun vielleicht ganz schön theatralisch, ist aber so. Vor kurzem war ich für die Arbeit zur Fortbildung in München. Dort war ich abends mit einem Mädchen essen, sie erzählte mir, dass sie keine Freundinnen mehr bräuchte, sie hätte ja ihren Freund. Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Weiterlesen »

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22. Juli 2016

Flimmerkasten: “Toni Erdmann”

Große Neugierde!

Es gibt wenige Filme, auf die ich so hinfieberte, wie auf „Toni Erdmann“. Seit das Werk von Maren Ade beim Filmfestival in Cannes Premiere feierte und von den Kritikern durchgehend überwältigendes Lob bekam, war ich neugierig. Weiterlesen »

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17. Juli 2016

Heimat: “Ein Nachmittag bei ,Unverpackt'”

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Für ein bewusstes Einkaufen!

Immer wenn Kunden sie fragen, warum sie den „Unverpackt“-Laden eröffnet hat, zückt Antonia ein Bild. Sie hat es extra neben der Kasse drapiert, um es schnell zur Hand zu haben. Darauf zu sehen: ein Einkaufswagen voll mit leeren Verpackungen – Papier, Folie, Karton. „Das war das Überbleibsel von einem einzigen Einkauf“, sagt sie. In ihrem Kopf ploppte ein Gedanke auf, der sich dann zunehmends festigte: „Das kann doch nicht sein – ich möchte das so nicht.“ Mitte Mai wurde aus diesem Vorsatz Realität: Gegenüber dem Hauptbahnhof hat der „Unverpackt“-Laden eröffnet – und wird seither von den Karlsruhern sehr positiv angenommen.

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13. Juli 2016

Schmöker: “Zeitoun” von Dave Eggers

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Eine brillante literarische Reportage

An manchen Stellen schauderte es mich, an anderen litt ich und am Ende war ich einfach nur erleichtert. „Zeitoun“ ist packend und spannend wie ein Thriller. Aber auch äußerst klug und gibt einen guten Einblick, was nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans los war. Die literarische Reportage rund um einen syrischen Familienvater erzählt von Anarchie gepaart mit Verzweiflung und Mut. Ab der zweiten Hälfte wird es gar so dramatisch, dass ich oft fluchte, dass dies eine wahre Geschichte ist, die Dave Eggers da erzählt. Und keine Fiktion. Weiterlesen »

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10. Juli 2016

Fernweh: “Crazy in love: Barcelona”

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Bezauberndes Barcelona

Ich bin verliebt. Barcelona hat mich komplett verzaubert. Eigentlich dachte ich bis zu diesem Städtetrip, dass für mich nichts an die skandinavischen Städte Stockholm und Kopenhagen rankommt. Auch der Roadtrip durch Südengland hatte etwas Magisches für mich gehabt. Aber ich muss gestehen: So wohl wie in Barcelona habe ich mich noch nie in einer Stadt gefühlt. Es war einfach alles perfekt. Weiterlesen »

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5. Juli 2016

Kurioses: “Ismael”

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Wo ist Ismael? Oder: Lost in Translation

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in einer Soap-Opera gefangen. So wie Truman Burbank in dem Film „Die Truman Show“. Ich stelle mir vor, wie ein betrunkener Regisseur das Drehbuch schrieb. Ein bisschen Comedy mit Romantik mixte und dann noch eine Brise Drama hinzugab. Eine Freundin meinte mal zu mir, „Miriam, dein Leben ist wie die ,Fabelhafte Welt der Amelie’ – nur verfilmt von Tim Burton“. Andere sagen, ich lebe auf Crazy-Island. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Die nun folgende Episode könnte unter dem Sitcom-Genre laufen, etwas Leichtes zum Einstieg sozusagen. Titel: Wo ist Ismael? Oder: Lost in Translation. Weiterlesen »

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4. Juli 2016

Heimat: “Kunstfestival im Nordbecken, die IV”

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Das Kunst-Festival im Nordbecken naht

Licht! Bevor am Freitag offiziell das große Kunst-Festival im Nordbecken startet, hängen sie endlich: die fünf weißen Lampen des Karlsruher Labels Nyta. „Wir wollten für die Ausstellung eine passende Licht-Atmosphäre schaffen“, erklärt Nemanja Sarbajic, als ich ihn vor einigen Tagen besuche. Die Vorbereitungen für die inzwischen vierte Auflage des Kunst-Festivals im Rheinhafen laufen da schon auf Hochtouren.

Kunst, Lesungen Performances, Filmvorführungen und Konzerte: Der Ablauf ist wie in den Vorjahren, das Konzept hat sich bewährt. Eine Neuheit gibt es gleichwohl: Das Nordbecken-Kollektiv und der Projektraum Pool laden bereits am Donnerstag (7. Juli) ab 13 Uhr zur Pre-View in das 900 Quadratmeter große Atelier im Rheinhafen. Damit soll ein Tag vor der offiziellen Eröffnung der Kunst mehr Aufmerksamkeit zukommen. Was hinter dem Nordbecken-Kollektiv genau steckt, ist übrigens hier festgehalten: https://dieschreibmaschine.net/2013/06/29/heimat-ein-abend-im-nordbecken/

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29. Juni 2016

Fernweh: “Alleine reisen”

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Ich bin dann mal weg!

Badeanzug, Bücher, Barcelona. Mein Koffer ist gepackt, die Reise kann beginnen. Selten freute ich mich so auf einen Urlaub. Die Spannung ist wohl deshalb so groß, weil ich mal wieder alleine unterwegs bin. Über Airbnb habe ich mich bei Gema, Aaron und ihrem kleinen Sohn Ismael eingemietet, sie wohnen zwischen La Barceloneta und Montjuic. https://www.airbnb.de/rooms/4439189 Weiterlesen »

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25. Juni 2016

Heimat: “Ein Besuch bei Goldzünglein”

Das sind Marcel und Daniel (von links)

Zack, Boom, überrannt.

Es klackert, klirrt und kracht ganz leise: Knapp drei Minuten dauert es, bis Daniel und Marcel in ihrem Eiscafé „Goldzünglein“ ein gerolltes Eis in den Becher zaubern. Mit einer silbernen Spachtel verteilen sie dazu eine cremige Masse auf einer kalten Platte, werfen Oreo-Kekse oder Früchte dazu, hacken sie klein, verteilen die Masse erneut – solange, bis am Ende alles gefroren ist.

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Tüfteln und Werkeln

Seit Anfang Mai verkaufen die beiden Studenten die selbst kreierten Eis-Becher am Zirkel 11. Ein altes Kiosk haben sie dafür umgebaut, in Eigenarbeit. „Wände ziehen, eine Verkaufstheke schaffen, streichen – wir haben seit Dezember viel Zeit hier verbracht“, sagt Daniel. Das Werkeln und Tüfteln hat sich ausbezahlt. Ihre Idee ist eingeschlagen – seit Anfang Mai bilden sich ununterbrochen Menschen-Schlangen am Kiosk. „Es ist verrückt, besser hätte es einfach nicht laufen können“, sagt Marcel. Das Strahlen der Jungs ist kaum zu überbieten.

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18. Juni 2016

Heimat: “Die Künstler beim StadtFenster”

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Schaufenster zur “Generation Look down”

Gewischt, getippt, Mails gecheckt. Das Smartphone steht bei der „Generation Look down“ im Mittelpunkt. Ihr Blick wandert stets nach unten – alle Aufmerksamkeit liegt auf dem Display, auch beim Gehen auf der Straße. Der Karlsruher Künstler Freddy Witz setzt die Smartphone-Junkies nun in den Mittelpunkt seines Projektes „Look up – hear over“. Anlässlich der Aktion „StadtFenster“ gestaltet er das Schaufenster des Hauses des Hörens (Kaiserstraße 190). Zu sehen ist sein Werk von 2. bis 30. Juli.

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Foto: Bernhard Schmitt

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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