3. September 2016

Schmöker: “,Die geheime Geschichte’ von Donna Tartt”

Die geheime Geschichte von Donna Tartt

Gute Dinge brauchen Weile

Donna Tartt hat mich mit „Die geheime Geschichte“ vor eine meiner größten Leseherausforderungen überhaupt gestellt. Entweder ich schaffe es bei Büchern zügig über die ersten 100 Seiten hinaus, dann bleibe ich dabei. Wenn sich der Anfang aber schon als schwierig erweist, verschwende ich keine weitere Zeit mit einem Buch. Next. Donna Tartt hat dieses Vorgehen nun komplett durcheinander gewirbelt. Weiterlesen »

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31. August 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit Florian und Dominik von ,Reposit Entertainment'”

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Das sind Florian (links) und Dominik. Credit: Christian Metzler

Liebe zur Musik

Der Funke sprang bei Le Grand uff Zaque über. Bei dem allerersten Konzert der Band kreuzten sich die Wege von Dominik Willisch und Florian Vitez. „Es war das Sommerfest an der Musikhochschule Karlsruhe im Jahr 2009“, erinnert sich Florian. Während er für die Organisation mitverantwortlich war, sorgte Dominik für die Veranstaltungstechnik. „Wir kamen ins Gespräch, bemerkten schnell, dass die Chemie stimmt und wir viele Dinge sehr ähnlich sehen.“

Aus dieser ersten Sympathie wurde schnell Verbindliches. Nur ein Jahr später gründeten sie das Musiklabel „Reposit Records“, 2014 erweiterten sie es zu „Reposit Entertaiment“. Das heißt: Die beiden 29-Jährigen bieten außer einem Plattenlabel nun auch noch Management-Dienstleistungen, Booking und Publishing an. Acht Künstler haben sie derzeit unter Vertrag. Darunter die Band „Otto Normal“ und den Pianisten Mark Moody. Weiterlesen »

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28. August 2016

Kurioses: “Knutschen”

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Ein Hoch aufs Knutschen!

Ich knutsche gerne. Besonders an meinem Geburtstag. Wenn ich nicht gerade in einer festen Beziehung bin, gehe ich deshalb schon Wochen vorher meinen näheren und weiteren Bekanntenkreis durch und überlege: Wer könnte dafür in Frage kommen? Das Angebot variiert von Jahr zu Jahr, ist mal stärker, mal schwächer. Neue Bekannte kommen dazu, alte fallen weg. Manchmal löst dieser Wunsch ganz schön viel Trubel aus – wie bei diesem einen Herrn, der über Umwege aus London in meine Küche fand.

Trübe Aussichten!

Dieser Geburtstag ereignete sich zu einer Pre-Tinder-Zeit. Damals konnte man sich nicht durch Handy-Herzen-drücken einen Mann direkt nach Hause bestellen. Damals musste man noch aktiv sein, raus gehen, flirten. An diesem Geburtstag war es ein wenig verhext, niemand aus meinem Bekanntenkreis kam in Frage und ohne Tinder gab es auch keinen Plan B. „Gut“, sagte ich mir. „Dann eben nur Geschenke – und Sekt.“ Weiterlesen »

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21. August 2016

Heimat: “Ein Mittag mit ,my Boo'”

Hilfe für afrikanische Jugendliche

Es ist nun vier Jahre her, dass Maximilian Schay durch einen Freund vom Yonso-Projekt in Ghana erfuhr. Ein Akademiker aus Afrika hatte das wohltätige Projekt ins Leben gerufen. Sein Ziel: Die Jugendarbeitslosigkeit in einem kleinen Ort nahe Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas, zu senken. Er entwickelte die Idee, durch den Verkauf von Bambusfahrrädern Schulstipendien zu finanzieren. Als Maximilian Schay davon hörte, war er sofort begeistert. Er sprach mit seinem Freund Jonas Stolzke darüber – und noch im selben Jahr gründeten sie my Boo. Ihre Intention: Die Bambusfahrräder auf ökologische und sozial nachhaltige Weise auch auf dem deutschen Markt zu etablieren.

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Das sind Felix Habke, Jonas Stolzke (oben von links) und Maximilian Schay von my Boo zusammen mit dem Team vom Yonso Project. Credits: Felix Wenning/my Boo

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18. August 2016

Kurioses: “Das Fahrrad”

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Abenteuer auf dem Rad

Wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, erlebe ich des Öfteren Abenteuer. Das liegt daran, dass ich sowohl morgens als auch abends zur Rush Hour durch die ganze Stadt muss. Den Ampeln gehe ich dabei gerne aus dem Weg. Deshalb habe ich mir in den vergangenen zwei Jahren einen individuellen Weg zusammengetüftelt. In der Praxis bedeutet das: Ich fahre ziemlich kreuz und quer durch die ganze Stadt – erst zwei Mal rechts, dann links, später auch mal eine Weile geradeaus. Dann geht es nochmals rechts, links und auch mal über Schienen. Gradlinig läuft das alles nicht. Eher ergebnisorientiert und effizient. Weiterlesen »

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15. August 2016

Heimat: “Ein Abend mit COLA TAXI OKAY”

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Neunanfang für Msallam

Msallam floh mit dem Schiff nach Deutschland. 16 Monate ist das nun her. Bomben und Granaten hatten sein Leben in Damaskus unmöglich gemacht, der Tod war allgegenwärtig. Der Syrer unterbrach sein Wirtschaftsingenieurs-Studium, packte seine wichtigsten Habseligkeiten und begab sich mit seinem Bruder auf eine ungewisse Reise. Sie endete in Karlsruhe. „Als wir hier ankamen, sprach ich kein Wort Deutsch und musste mich erstmal zurechtfinden – außer meinem Bruder kannte ich niemanden“, erinnert sich Msallam. Ganz einfach war das nicht.

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Das ist Msallam.

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11. August 2016

Kurioses: “Single”

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Alleine in der Küche!

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen mit langjährigen Beziehungen denken, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt. Erst neulich passierte es wieder: Ich saß bei einem Meeting und es ging es um das Thema Kochen und Rezepte. Einstimmig kamen alle zu der Erkenntnis, dass man sich ja alleine keine fancy Dinge in der Küche zubereitet. Da musste ich intervenieren. „Nein“, sagte ich, das könne man so nicht verallgemeinern. „Ich mache das sehr wohl.“ Stille. Dann meinte eine Kollegin: „Ja, du vielleicht. Du bist ja auch anders.“ Weiterlesen »

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8. August 2016

Heimat: “Ein Abend bei Nyta”

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Das sind Johannes Marmon (links) und Johannes Müller.

Nyta: preisgekrönte Lichtmarke

Nicht in Berlin, London oder Paris, sondern in der Karlsruher Weststadt ist das leuchtende Herz von Nyta. In der Lessingstraße sitzen an diesem sommerlichen Abend Johannes Müller, Johannes Marmon und Tina Schmid an ihren Schreibtischen – und koordinieren die Anfragen rund um die preisgekrönte Lichtmarke. Transparent, nur durch eine Glasfront von der Straße getrennt.

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Nyta Tilt

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31. Juli 2016

Fernweh: “Crazy in love: Barcelona II”

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Ein Herz für Wermut <3

Wermut! Es verging ehrlicherweise kaum ein Abend in Barcelona, an dem ich nicht in einer Kneipe oder einer Bar landete und mich durch verschiedene Varianten probierte – manchmal gab es nur Martini Rosso für fünf Euro das Glas, in zahlreichen Läden in Raval aber auch die Haus-Sorten für weniger als drei Euro. Sehr leckeren Wermut gab es beispielsweise in den Bars “La Monroe” oder “KINO”.

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27. Juli 2016

Melodien: “Fettes Brot bei Das Fest”

Die Sprache!!!

Ich bin enttäuscht. Wahrscheinlich bin ich damit eine Ausnahme, weil ganz schön viele Menschen am Samstagabend verdammt viel Spaß mit Fettes Brot hatten. Ich dagegen fluchte ganz schön oft. Warum? Die Sprache!!! Ich fragte mich mehr als einmal: Was ist in den vergangenen zehn Jahren mit den Hamburger Herren bitte passiert?! Waren ihre Songs früher lustig, kreativ und abwechslungsreich („Jein“, „Nordisch ny Nature“, „Emanuela“), singen sie nun einfallslos von der Liebe („Wenn ich bei dir bin, macht alles einen Sinn“), vom “Echo” (“Gib mir ein Echo – ohohoh”) geben post-pubertäre Ausdrücke wie „arschcool“ von sich und malen einen neongrünen Penis an die Wand – und das mit Ü40. Fragezeichen über meinem Kopf. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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